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Töchterchen Marion mit Katze, 1898 / Franz von Lenbach

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Römerin mit Lorbeerkranz / Franz von  Stuck

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Ohne Titel, 2013 / Heinz Mack

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AktuellAktuell:Museumsausstellung

Die Präsentation „Mind Expanders“ im Wiener Museum Moderner Kunst thematisiert den Aufbruch der 1960er und 1970er Jahre in der Kunst

Bewusstseinerweiterungen um 1968


Weltweit fanden in den 1960er Jahren Studentenproteste unterschiedlicher Vehemenz statt. Überkommene Gesellschafts- und Beziehungsstrukturen wurden in Frage gestellt, was zu weit reichenden ideologischen Kontroversen führte. In Österreich verliefen die Jahre des Protests ruhiger als in anderen Ländern. Es gab Solidaritätsveranstaltungen für Rudi Dutschke, Demonstrationen gegen den Vietnamkrieg und das Schah-Regime in Persien, bei denen es auch zu Zusammenstößen mit der Polizei kam. Eine Veranstaltung, die nicht von Studenten, sondern von Künstlern abgehalten wurde, rief in Österreich die heftigsten Reaktionen hervor. Das in einigen Medien als „Uni-Ferkelei“ skandalisierte Ereignis „Kunst und Revolution“ fand am 7. Juni 1968 vor rund 300 Zuschauern im Hörsaal 1 des Neuen Institutsgebäudes der Universität Wien statt und wurde von Günter Brus, Otto Muehl, Peter Weibel und Oswald Wiener ausgeführt. Weiter waren Malte Olschewski und Valie Export daran beteiligt. Die nahezu vollständig versammelten Protagonisten des Wiener Aktionismus brachen bei dieser Veranstaltung gleich mehrere Tabus: Nacktheit, Masturbation, Verrichten der Notdurft, Auspeitschen und das alles unter Verwendung von staatshoheitlichen Symbolen wie der Nationalflagge und der Bundeshymne. ...mehr

Kunstmuseum Bonn zeigt das druckgrafische Œuvre von Wassily Kandinsky nahezu komplett

Von märchenhaften Fantasien zu abstrakten Klängen


Anlässlich ihres 80sten Geburtstages im Jahr 1957 vermachte Gabriele Münter, die ehemalige Schülerin und Lebensgefährtin von Wassily Kandinsky, der städtischen Galerie im Lenbachhaus ihre herausragende Sammlung. Diesem Legat und durch Zukäufe aus dem Besitz von Kandinskys zweiter Ehefrau Nina ergänzt, verdankt das Münchener Museum eine in Qualität und Umfang einzigartige Sammlung druckgrafischer Blätter Kandinskys. Bis auf fünf fehlende Drucke ist sie komplett. Dieser seit 1966 erstmals wieder in Toto präsentierte Bestand ermöglicht nun auf seiner zweiten Station im Bonner Kunstmuseum, den Weg Kandinskys in die Abstraktion zwischen 1902 und 1942 Schritt für Schritt nachzuvollziehen. Zu den 159 Drucken kommen 47 Publikationen, Plakate, Postkarten, Vignetten. Zusammen mit mehreren Druckzuständen, die die Experimente des Künstlers mit bis zu sechs Farbvarianten pro Farbholzschnitt verdeutlichen, beläuft sich die Gesamtzahl aller Exponate auf 230. Sogar drei der nicht vorhandenen Blätter sind in der Ausstellung als Leihgaben eingefügt. ...mehr

Die Ausstellung „Leichtigkeit und Enthusiasmus – Junge Kunst und die Moderne“ im Kunstmuseum Wolfsburg zeigt, wie sich junge Künstler mit den historisch gewordenen Versprechen der Moderne auseinander setzen. So angestaubt wie ihr Titel ist die Schau aber zum Glück nicht

Moderne Zeiten und ihr Nachhall


Ob als Hausmeister, Wasserwerker, Wachmann oder Aufseher einer Schaltzentrale: Die Protagonisten in Julian Rosefeldts 2008 entstandener Filminstallation „The Shift“ gehen einsamen Tätigkeiten nach. Gedreht in den eingeweideartigen Tunnelsystemen unserer technoiden Welt, zeigt die gleichzeitig auf vier Leinwänden laufende Arbeit des Berliner Videokünstlers, wie Menschen zum bloßen Zubehör eines weitgehend automatisierten Apparatesystems werden. Auch wenn diesen ebenso aseptischen wie eleganten Bildern jegliche Komik fehlt, so fühlt man sich doch erinnert an „Modern Times“ oder „Safety Last“, Filme der Stummfilmära, in denen Schauspieler wie Charlie Chaplin oder Harold Lloyd zu kleinen Rädchen im großen Getriebe der Moderne wurden. ...mehr

Weimar feiert den 90sten Geburtstag des Bauhauses

Vom vorausdenkenden Laboratorium zur Kultmarke


Peter Keler, Wiege, 1922

Die Wiege des Bauhauses steht in Weimar. Peter Keler schuf das schnittige wie funktionale Möbel 1922. Die Konstruktion aus Kreisen, Dreiecken und Rechtecken steht derzeit im Neuen Museum der Klassikerstadt Weimar als einprägsames Symbol für die Geburt der innovativen Lehranstalt ebendort vor 90 Jahren. Am 1. April 1919 nahm sie den Betrieb auf. Wenige Wochen zuvor, am 9. November 1918, verlässt der letzte regierende Monarch die Stadt. Die erste Deutsche Nationalversammlung kommt am 6. Februar 1919 im Deutschen Nationaltheater zusammen und verabschiedet hier am 13. Juli die Weimarer Verfassung, bevor sie Ende August wieder nach Berlin zurückkehrt – was für eine bewegte Zeit. ...mehr

Stabwechsel im Hamburger Kunstverein. Florian Waldvogel, seit Januar neuer Direktor im Hamburger Kunstverein, setzt auf Entschleunigung, Prozesshaftigkeit und die Verminderung von Schwellenängsten

Und weise lächelt Buddha


Wer den Hamburger Kunstverein nach einer fast dreimonatigen Umbauphase jetzt zum ersten Mal wieder betritt, reibt sich verwundert die Augen. Dort, wo bis vor kurzem noch die asketisch-strenge Foyergestaltung des documentaerprobten Berliner Architektenduos Kühn Malvezzi den konzeptuellen Takt vorgab, liegt jetzt ein 15 Meter langer, schlafender Buddha aus Holz und Pappe. Überzogen ist der Erleuchtete mit hauchdünner Goldfolie. Aufgestellt hat das monumentale Sinnbild von Ruhe und Weisheit, Sanftmut und Gelassenheit der 1969 geborene Frankfurter Künstler Daniel Milohnic. Florian Waldvogel, seit Januar 2009 neuer Direktor des Kunstvereins in Hamburg, setzt gleich im Entree neue Akzente. Vorhandene Schwellenängste sollen abgebaut und „kunstferne Öffentlichkeiten“ angesprochen werden. Deshalb beginnen die Ausstellungen jetzt auch gleich im ersten Raum. In bester Budenzauber-Tradition wird dem Publikum schon vor dem Kauf der Eintrittskarte ein kleiner Vorgeschmack auf das erlaubt, was drinnen geboten wird. Ob die eher an einen Wellnesstempel erinnernde fernöstlich inspirierte Inszenierung aber wirklich Schwellenängste nimmt und neue Besucherkreise ins Haus lockt, muss sich erst noch erweisen. Doch Zeit genug bleibt dafür: Buddha ist in Hamburg zwar noch nicht ganz im Nirwana angekommen. Aber immerhin bis Silvester 2009 hat der güldene Eye-Catcher noch Zeit, es sich im Eingangsbereich des Kunstvereins gemütlich machen. ...mehr

Rolandseck gewährt Einblicke in Form- und Geisteswelt Hans Arps

Von Lebenstiefen und Urformen


Der Elsässer Hans Peter Wilhelm Arp gehört zu den bedeutendsten Avantgardekünstlern des 20sten Jahrhunderts. Sein in Stil und Technik schwer kategorisierbares Werkschaffen führt scheinbar unvereinbare Richtungen wie Expressionismus, Dada, Surrealismus und konkrete Kunst zusammen. Unkonventionelle Materialien, Zufallskompositionen, eine archaische plastische Sprache ausgehend von Oval und Quadrat fußen unter anderem in der doppelten Identität des Künstlers und Literaten „Jean“ Arp zwischen der deutschen und französischen Kultur. In einer ungewöhnlich wirkungskräftigen Inszenierung bietet das Arp Museum über dem Bahnhof Rolandseck nun bereichernde Einblicke in Entstehung, Entwicklung sowie Varianten der Arpschen Formen- und Geisteswelt. ...mehr

Ein erster Rundgang über die 53. Biennale Venedig

Zwischen Wasserleichen und Küchenkatzen


„Sprechende Küchenkatze“ im Deutschen Pavillon des britischen Künstlers Liam Gillick

Der deutsche Pavillon der Biennale Venedig, so hatte es der Kurator Nicolaus Schafhausen angekündigt, werde ein „Reflektionsraum dafür, wie Deutschland sich denken ließe“. Der Brite Liam Gillick, 44, repräsentiert Deutschland in diesem Jahr, was im Vorfeld viele verärgert hat. Doch dieser Schritt der Öffnung macht durchaus Sinn. Das alte Modell vom künstlerischen Wettstreit der Nationen in den Giardini der Biennale darf in Zeiten eines globalisierten Kunstbetriebs zu Recht in Frage gestellt werden. Was Gillick, der eigentlich für elegant-minimalistische Raum- und Reflektionsstrukturen aus bunten Plexiglas- und Aluminiumpaneelen bekannt ist, in Venedig abgeliefert hat, ist leider recht spröde und stark mit grüblerischer Theorie behaftet. ...mehr

Zündende Einfälle und absurde Versuchsanordnungen: Die Ausstellung „Roman Signer. Projektionen, Filme und Videos 1975-2008“ in der Hamburger Kunsthalle zeigt jetzt das filmische Werk des eigensinnigen Schweizers

Die Melancholie des Augenblicks


Ein leerer Raum und eine Art Schüttelmaschine, wie man sie aus Comics oder Slapstickfilmen kennt. Auftritt Roman Signer. Signer stellt sich aufs Schüttelbrett, legt einen Gurt um und zielt mit einem altmodischen Revolver auf eine Blechbüchse. Dass das nicht gut gehen kann, ist klar. Mit zittriger Hand schießt der tragische Revolverheld kräftig daneben. „Old Shatterhand“ lautet denn auch der ironische Titel dieser Arbeit aus dem Jahr 2007. Der 1938 in Appenzell geborene Schweizer Bildhauer und Aktionskünstler Roman Signer liebt skurrile Versuchsanordnungen dieser Art. Ein bisschen Nervenkitzel und Gefahr sind fast immer mit im Spiel, wenn Signer mit Feuerwerk, Dynamit, Zündschnüren oder anderen Explosivstoffen hantiert. Dass es ihm dabei aber „nie bloß um den Knall“ geht, sondern vielmehr darum, poetische und oft auch hintersinnige Skulpturen für den Augenblick und das Davor und Danach zu schaffen, übersehen viele Beobachter. ...mehr

Als der Humor im Fernsehen noch nicht den Comedians überlassen wurde: Das Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe ehrt Loriot als geistreichen Humoristen mit Stil, satirischem Tiefsinn und guten Manieren

Bunter Vogel mit preußischen Tugenden


Das grüne Biedermeiersofa kennt eigentlich jeder. Über Jahrzehnte hinweg war es der Austragungsort feinsinniger Humoroffensiven, entlarvender Spießerparodien und bis zur letzten Pointe ausgefeilter Dialoge. Die Protagonisten: Loriot, alias Vicco von Bülow, und sein weibliches Gegenstück, die 2007 verstorbene Hamburger Schauspielerin Evelyn Hamann. Unter Niveau hat man sich bei diesen beiden nie unterhalten gefühlt. Und so mutet es in Zeiten blödelnder Comedians, derber Alleinunterhalter und sinnlos vor sich hin brabbelnder Poetry-Slam-Stars fast schon anachronistisch an, einem Humoristen alter Schule eine große Einzelausstellung zu widmen. Das Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe tut jetzt genau dies. Die Ausstellung „Loriot - Die Hommage“ versammelt über 400 Exponate, die einen Einblick in das vielfältige Schaffen Loriots ermöglichen. ...mehr

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