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Blumenstrauß mit Plastik vor Fenster, 1925 / Ernst Ludwig Kirchner

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AktuellAktuell:Museumsausstellung

Entrückte Bilder zwischen Düsternis und Lebensfreude: Der Hamburger Künstler Dirk Stewen wird in der Lübecker Overbeck-Gesellschaft mit einer Einzelausstellung präsentiert

Prinzip Offenheit


Der Sinneseindruck von Schwarz, so lautet zumindest die physikalische Definition, entsteht dann, wenn dem Auge jeglicher Farbreiz verweigert wird. Die dunkelgrundigen Bilder des Hamburger Künstlers Dirk Stewen, die neben Aquarellen, Fotografien und installativen Elementen zur Zeit in der Ausstellung „Exercises“ in der Lübecker Overbeck-Gesellschaft zu sehen sind, erscheinen jedoch bei genauerem Hinsehen alles andere als monochrom Schwarz. Dirk Stewen benutzt für seine oft großformatigen Papierarbeiten handelsübliche Fotopapiere, die er einer Vielzahl physikalischer und chemischer Prozesse unterzieht, um sie am Ende mit Baumwollgarn, Nähmaschine und bunten Konfettipunkten zu abstrakten Kompositionen zu verdichten. ...mehr

Nach welchen Mustern funktionieren fotografische Bilder heute? Auf dem „3. Fotofestival Mannheim_Ludwigshafen_Heidelberg“ werden in sieben Ausstellungen die Grenzen und Möglichkeiten des Mediums Fotografie ausgelotet

Im Strom der Bilder


Ob Tageszeitung, Internet oder Fernsehen: Unser tägliches Leben wird begleitet von einem visuellen Grundrauschen, Pressebildern zumeist, die die Berichterstattung über aktuelle Ereignisse flankieren. Kaum ein moderner Haushalt kommt noch ohne Digitalkamera aus. Zur Not wird auch mit dem Handy fotografiert. Eigene, schnell ausgelöste Schnappschüsse füllen Festplatten oder werden ins Internet gestellt. Abrufbar für die Web Community, gelangen sie so in den unablässig anschwellenden Strom des kollektiven Bildgedächtnisses und verlieren sich als flüchtige Momentaufnahmen nur allzu schnell in der allgemeinen Reizüberflutung. ...mehr

Das Haus der Photographie in den Hamburger Deichtorhallen präsentiert das Werk des Fotoreporters Max Scheler

Ein Leben für die Fotografie


Los Angeles 1961: Zwei attraktive Blondinen mit Marilyn Monroe-Frisur relaxen an einem Swimming Pool. Eigentlich kein ungewöhnliches Bild im sonnenverwöhnten Kalifornien. Wären da nicht die großen Buchstaben, die das Publikum zum Betreten des Grundstücks aufrufen: „Atombombe! Bunker zu besichtigen. Kommen Sie rein.“ Diese Aufnahme des deutschen Pressefotografen Max Scheler (1928-2003) entstand während einer Reportage über die Vereinigten Staaten in Zeiten des Kalten Krieges. Zusammen mit rund 140 weiteren Arbeiten ist sie jetzt im Haus der Photographie in den Hamburger Deichtorhallen zu sehen. Mit der Ausstellung „Max Scheler: Von Konrad A. bis Jackie O.“ würdigen die Deichtorhallen das zu Unrecht in Vergessenheit geratene Werk eines deutschen Nachkriegsfotografen der zu Lebzeiten in Medien wie Stern, Paris Match, Life oder Look mit seinen Aufnahmen sehr präsent war. ...mehr

Eine umfangreiche Schau im Berliner Martin-Gropius-Bau erinnert an die Gründung des Bauhauses vor 90 Jahren

Der Ausgangspunkt der Avantgarde: Bunt, lustig, esoterisch


Kein zweiter kunsthistorischer Stilbegriff scheint so variabel einsetzbar wie der des Bauhauses. Alle nur denkbaren modernen Produkte auf dem Feld des Designs und der Architektur bis hin zur Bezeichnung einer Heimwerkerkette nehmen Bezug auf den griffigen Namen einer Lehranstalt, die eigentlich für die ganzheitliche Pädagogik und keineswegs für einen Stil steht. Bei der Gründung am 1. April 1919 im Weimar war nicht ansatzweise absehbar war, dass die Bezeichnung einen solchen Mythos rund um die Welt entfalten sollte. Man tut gut daran, die grundlegenden Phänomene des in der Tat ungeheuer vielschichtigen und facettenreichen Gebildes präzis zu benennen. ...mehr

Das Museum für Völkerkunde in Wien beleuchtet das Thema Maske und stellt dabei gekonnt Epochen und Kulturen zueinander in Beziehung

Selbstinszenierung des Menschen


Lorenzo Lippi, Die Nachahmung als gemeinsames Prinzip der Künste

Die Maske als Instrument lebens- und kulturstiftender Prozesse durch Zeiten und Zivilisationen hinweg ist das ambitionierte Thema einer Ausstellung, die noch bis Ende September im Wiener Museum für Völkerkunde zu sehen ist. Die reich bestückte Schau, die neben hochkarätigen Objekten aus dem Kunsthistorischen Museum, den Museen für Völkerkunde, für Theater sowie Volkskunde, der Albertina, dem Wien Museum, MAK und MUMOK auch mit zahlreichen Leihgaben aus dem Ausland aufwartet, führt ein exzeptionelles Bedürfnis des Menschen vor Augen: dem nach einem anderen Gesicht, einem Kunstgesicht. Zwar dient die Maske als Kunstobjekt vordergründig der Verhüllung des eigenen Gesichts, doch setzt sie dabei immer einen Betrachter oder einen Referenzpunkt voraus. Auch zum Schutz wie zur Camouflage wurden und werden Masken getragen. ...mehr

Trainingslager für die Wahrnehmung: Die Neue Nationalgalerie in Berlin zeigt die irritierenden Deutschlandbilder des Berliner Künstlers Thomas Demand

Modelle für die Wirklichkeit


Ein verwüstetes Büro: Überall liegen Akten verstreut, Schranktüren wurden aufgebrochen. Dann wieder der Blick in ein blau gekacheltes Badezimmer: Die Tür ist halb geöffnet, das Wasser in der Badewanne wirkt trüb. Auf den großformatigen Fotografien des Berliner Künstlers Thomas Demand, 45, ist so gut wie nie etwas Sensationelles oder besonders Effekthascherisches zu sehen. Der Betrachter begegnet Orten, wie er sie aus seinem täglichen Leben kennt: aus Holz gezimmerten Bushaltestellen und öden Treppenhäusern, blassen Fassaden und lieblos eingerichteten Eckkneipen. Die Welt, die Demand da entwirft, strahlt weder Schrecken noch Behaglichkeit aus. Doch in dem Moment, in dem der Betrachter merkt, dass er den ein oder anderen Ort vielleicht doch schon einmal gesehen und in den Tiefen seiner Erinnerung abgespeichert hat, ändert sich der Blick auf diese scheinbaren Allerweltsbilder schlagartig. Ähnelt dieses verwüstete Büro nicht den Bildern, die 1989 in der Stasizentrale in der Berliner Normannenstraße entstanden sind? ...mehr

Das Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe widmet der jüdischen Kunsthistorikerin, Sammlerin und Mäzenin Rosa Schapire eine umfangreiche Ausstellung

Ausnahmefrau im Umfeld der Expressionisten


„Was es für mich bedeutet, sie nicht mehr am Leben zu wissen, brauche ich Ihnen nicht zu sagen, man erlebt nicht ein zweites Mal, dass ein Mensch eine so intensive Anteilnahme an einer Entwicklung nimmt...“ Mit diesen Zeilen an den Londoner Kunsthändler Gustav Delbanco brachte der Expressionist Karl Schmidt-Rottluff seine tiefe Trauer über den Tod der eng befreundeten Kunsthistorikerin Rosa Schapire zum Ausdruck. Rosa Schapire starb 1954 während eines Besuchs der Londoner Tate Gallery, der sie etliche Werke aus ihrer umfangreichen Sammlung vermacht hatte. Das Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe widmet dieser ungewöhnlichen Frau, die eine der wichtigsten Förderinnen des Expressionismus, namentlich der Künstlergruppe „Die Brücke“, war, eine umfangreiche Ausstellung. Über 170 Exponate, darunter zahlreiche Gemälde, Grafiken, Skulpturen, Künstlerpostkarten und Schmuckstücke aus dem Besitz Schapires, sind zu sehen. Daneben aber auch Dokumente, die das Schicksal der auf Grund ihrer jüdischen Herkunft zur Emigration gezwungenen Kunstexpertin eindrucksvoll beleuchten. ...mehr

K21 in Düsseldorf richtet Wilhelm Sasnal eine große Ausstellung aus

Rückblenden aus dem eigenen Leben


Wilhelm Sasnal wurde 1972 in Tarnów im Südosten Polens nahe der ukrainischen Grenze geboren. Kindheit und Jugend verbrachte er in der retardierten Phase des Sozialismus. Als Teenager gleitet er in die gleißende Medienwelt des brutalen Kapitalismus. Solche Umwälzungen gestalten sich nicht einfach. Durchzogen von überbordenden Eindrücken muss jeder rasch die Situation überblicken, sich sortieren und auf die sichere Seite schlagen. Nach zweijährigem Architekturstudium schließt Sasnal von 1994 bis 1999 an der Krakauer Kunstakademie das Studium der Malerei an. ...mehr

Die Ausstellung „VETO – Zeitgenössische Positionen in der deutschen Fotografie“ in den Hamburger Deichtorhallen zeigt künstlerische Fotografie jenseits des Primats der Wirklichkeitstreue

Überhöhungen des Realen


Stubenfliege müsste man sein. Dann könnte man nicht nur zehn mal schneller als der Mensch Bewegungen wahrnehmen – was bei der plötzlichen Annäherung einer Fliegenklatsche überlebenswichtig sein kann. Vor allem aber könnte man Räume ganz anders erfassen, als wir Menschen es tun: Der 360°-Rundumblick der lästigen Zweiflügler erlaubt Perspektiven, von denen der Mensch nur träumen kann. Mit der Fotokamera, dem Computer und unendlich viel Geduld allerdings schaffen auch wir Menschen das Unmögliche: Der Düsseldorfer Fotokünstler Andreas Gefeller zum Beispiel. Er zeigt zur Zeit im Haus der Photographie in den Hamburger Deichtorhallen Aufnahmen von Räumen, die das menschliche Auge so niemals wahrnehmen könnte. ...mehr

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