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Töchterchen Marion mit Katze, 1898 / Franz von Lenbach

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Römerin mit Lorbeerkranz / Franz von  Stuck

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Ohne Titel, 2013 / Heinz Mack

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AktuellAktuell:Museumsausstellung

Weit mehr als ein fotografierender Humorist: Das vielseitige Œuvre des Fotografen Friedrich Seidenstücker wird in der Berlinischen Galerie wiederentdeckt

Von Nilpferden und anderen Menschen


„Achtung böse. Nichts ins Wasser werfen“, steht auf einem Schild im Berliner Zoologischen Garten. Davor sind zwei Flusspferde zu sehen. Ein großes, gemütlich auf dem Boden liegendes und ein kleines, das dem großen Artgenossen neckisch in den Rücken beißt. „Tochter und Papa (Boulette und Knautschke)“ hat der Berliner Fotograf Friedrich Seidenstücker diese 1955 entstandene Fotografie betitelt. Seidenstücker, dessen fotografischer Nachlass aktuell in der Ausstellung „Von Nilpferden und anderen Menschen“ in der Berlinischen Galerie wiederentdeckt wird, zog es immer wieder in den Zoo. Hier porträtierte er Publikumslieblinge wie den Gorilla Pongo oder den Seeelefanten Roland in allzumenschlichen Posen. Aber auch die Besucher hatten es ihm angetan. Seidenstücker fotografierte die staunenden Blicke der Kinder, er hielt die unfreiwillig komischen Verrenkungen ungeschickter Amateurfotografen fest und dokumentierte das kleine Glück sonntäglicher Cafébesucher im Zoo. ...mehr

Auch wenn es zur Zeit noch durchs Dach regnet: Die Hamburger Deichtorhallen sind auf Erfolgskurs. Ab Herbst wird die große Nordhalle ein Jahr lang zukunftsfest saniert, doch zwei weitere Standorte garantieren einen kontinuierlichen Ausstellungsbetrieb auf internationalem Niveau

Ein fliegender Teppich und ganz viel Fotografie


Zuerst die schlechte Nachricht: In der Nordhalle der Hamburger Deichtorhallen werden vom Herbst 2012 bis zum Herbst 2013 keine Ausstellungen gezeigt. Und nun die gute: Der Hamburger Senat plant ab September eine umfassende und dringend notwendige Sanierung der Halle. Rund 13 Millionen Euro sind dafür vorgesehen. Die Gelder stammen aus dem „Sanierungsfond Hamburg 2020“. Nachdem es bereits 2010 durch Tropfwasser zur Beschädigung ausgestellter Kunstwerke gekommen war, ist eine Sanierung unumgänglich geworden. Bei der Gelegenheit erhält das Haus auch eine Klimaanlage und weitere technische Neuerungen – in Zeiten gestiegener Museumsstandards eine Grundvoraussetzung dafür, um überhaupt noch prominente Arbeiten internationaler Leihgeber zu erhalten. ...mehr

Spannende Gegenüberstellung: Die 84jährige New Yorker Malerlegende Alex Katz ist in der Kestnergesellschaft Hannover mit seltenen Aktbildern und New Yorker Stadtlandschaften zu Gast

Nacktheit als Kleid


Er gilt als Porträtist der gebildeten und distinguierten amerikanischen Ostküsten-Gesellschaft: Der New Yorker Alex Katz, 1927 in Brooklyn geboren und in Queens aufgewachsen, ist ein amerikanischer Maler, den manche aufgrund der Glätte und angeblichen Oberflächlichkeit seiner Motive für uninteressant und kunstmarktkonform halten. Andere wiederum bewundern genau das: die Reduktion auf das Wesentliche, das bewusste Ausblenden von Narrativität, Anekdotischem, sozialkritischer Attitüde und Ironie. ...mehr

Das Leipziger Museum der bildenden Künste führt in der Ausstellung „Von Angesicht zu Angesicht“ mit 200 Porträts die Lebenswelt Max Beckmanns vor Augen

Beckmanns Geister


Max Beckmann gehört zu den Malern, die sich in ihren Œuvres immer wieder selbst hinterfragt haben. In seinen Bildern begibt er sich häufig auf die Suche nach seinem Wesen als Künstler und Mensch. Das erste gemalte Selbstbildnis entsteht bereits 1897 mit dreizehn Jahren, und 1907 hat sich Beckmann in dem symbolistischen Gemälde „Die Schlacht“, einer kämpferischen Ansammlung nackter Menschenleiber, selbst dargestellt und damit in das große Thema des in der Katastrophe leidenden Menschen eingereiht. Aber auch die Personen, die ihm nahe stehen und seinen Lebensweg prägen, treten stets in seiner Kunst auf. Neben den klassischen Typen von Einzel-, Doppel- und Gruppenporträts versteckt Beckmann diese Bildnisse auch in seinen allegorischen Werken. Somit verortet er das allgemein gültige menschliche Geworfensein zwischen Leben und Tod in seiner eigenen Existenz. Den inneren Drang zum Portrait drückt Beckmann in dem humorvollen Zitat aus: „Ja, ja, ihr seid ja alle Gespenster um mich herum, da muss ich euch dann eben malen, damit ihr Wirklichkeit werdet.“ ...mehr

Eine schöne Rückkehr: Der jetzige Leiter der Chinati Foundation in Texas, Thomas Kellein, kuratiert die Ausstellung „Picasso 1905 in Paris“ in der Kunsthalle Bielefeld, seiner ehemaligen Wirkungsstätte

Befreiungsschlag vom Trübsalblasen


Es ist bereits die fünfte Schau, die die Kunsthalle Bielefeld dem spanisch-französischen Künstler Pablo Picasso widmet: Nach den „Todesthemen“ 1984, „Picassos Klassizismus“ 1988, „Picassos Surrealismus“ 1991 und den „Letzten Bildern“ 1993 nimmt die derzeitige Ausstellung das Schalt- und Wendejahr 1905 im Werk des Künstlers in den Blick. Genau genommen weilte Picasso zum vierten Mal in seinem Leben seit dem Frühjahr 1904 in Paris. Hier geriet er in das Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne, Salon und Varieté, als Neoimpressionisten, Maler der Art Nouveau und Fauvisten um neue Ausdrucksformen und die künstlerische Vorherrschaft in der französischen Hauptstadt rangen. Die Idee zu dem Projekt geht noch auf Thomas Kellein zurück, von 1996 bis Ende 2010 Direktor der Kunsthalle Bielefeld und seither Leiter der Chinati Foundation im texanischen Marfa. Für „Picasso 1905 in Paris“ kehrte der erfolgreiche und renommierte Museumsmann kuratorisch also noch einmal an seine alte Wirkungsstätte zurück. ...mehr

Was ist und war die deutsch-polnische Beziehung für uns und die Polen? Dieser Frage geht die Ausstellung „Tür an Tür“ im Berliner Martin-Gropius-Bau nach

Polen! Das Blut zittert mir in den Adern


Jan Matejko, Preußische Huldigung, 1882

Ein kalter Schauder durchdringt den Körper in der Rauminstallation „Kühlschrank“ von Gregor Schneider. Der eigens angefertigte weiße Kubus des rheinischen Bildhauers bildet den Abschluss der Ausstellung „Tür an Tür. Polen – Deutschland. 1000 Jahre Kunst und Geschichte“ im Berliner Martin-Gropius-Bau. Wer das Kühlhaus durch eine schwere Tür betritt, sieht Wände voller „Kampfspuren“ – angekratzt und abgeschabt. Bei deutlichen Minusgraden sind die Symbole der beiden Staaten, der polnische und deutsche Adler aus Styropor, in einer Ecke zusammengerückt. Will das Kühlhaus ein letztes Mal auf das angeblich vollkommen unterkühlte Verhältnis zwischen den beiden Ländern aufmerksam machen? Der Besucher verlässt dann jedenfalls den Gropiusbau auftauend in die Wärme. ...mehr

Zivilcourage im Dritten Reich: Die Hamburger Kunsthalle erinnert an den Hausmeister Wilhelm Werner, der wichtige Werke der Avantgarde in seiner Wohnung versteckte

Strategien eines Hausmeisters


Vier Jahre ist es her, da sorgte eine kleine Ausstellung im Frankfurter Portikus für Aufmerksamkeit. Unter dem Titel „Sammlung Rausch“ wurde dort die Sammlung von Hartmut Rausch gezeigt, der während seiner Tätigkeit als Hausmeister der Frankfurter Städelschule rund 100 zeitgenössische Werke zusammengetragen und in seiner Dienstwohnung aufgehängt hatte – von Professoren wie Per Kirkeby, Thomas Bayrle oder Ayse Erkmen etwa oder von Studenten, die im Laufe der Jahre zu Berühmtheiten und Kunstmarktgrößen avanciert waren, darunter Tomás Saraceno, Sergej Jensen und Thomas Zipp. ...mehr

Die Alte Pinakothek in München rückt zum ersten Mal außerhalb Italiens das Werk des Leonardo-Zeitgenossen Pietro Perugino ins rechte Licht und feiert ihn mit Leihgaben aus dem Louvre, aus der Eremitage und aus dem Nationalmuseum Stockholm als „Meister Raffaels“

Stille Madonnen, sanfte Landschaften


Perugino, Maria mit Kind, Johannesknaben und Engel (Madonna del Sacco), um 1495/1500

Die Geschichtsschreibung ist nicht immer gerecht. Um 1500 wurde der Maler Pietro Perugino als der beste seiner Zeit gefeiert. Jahrhunderte später galt er nur noch als Lehrer des großen Raffael. Dass er zusammen mit Leonardo da Vinci und Sandro Botticelli zu den Wegbereitern der klaren und deliziösen Malerei der Hochrenaissance gehörte, dass er von Päpsten, Fürsten und Patriziern als Fresken- und Porträtmaler umworben wurde und dass er gar an einem Jahrhundertauftrag wie der Ausmalung der „Sixtinischen Kapelle“ in Rom beteiligt war, schien wie ausradiert aus den Annalen der Kunstgeschichte. Erst im 19ten Jahrhundert sah man die Porträts und Altarbilder des Meisters aus Perugia in neuem Licht. Und erst jetzt ist das vor Schönheit und sinnlicher Stimmung blendende Werk erstmals in einer Ausstellung außerhalb Italiens zu sehen. ...mehr

Eine groß angelegte Überblicksausstellung im Düsseldorfer Museum Kunst Palast stellt die dortige Malerschule als internationales Kunstzentrum und Künstlertreffpunkt des 19ten Jahrhunderts vor

Schwergewichte pompöser Erzählmalerei


Eduard Julius Friedrich Bendemann, Gefangene Juden in Babylon, 1832

Lange scheint es her. Wir schreiben das Jahr 1979, und im damaligen städtischen Kunstmuseum zu Düsseldorf stellt eine 270 Exponate umfassende Ausstellung „Die Düsseldorfer Malerschule“ vor. Der Verfasser dieser Zeilen, damals noch Gymnasiast, erinnert sich schwach, wie er seinerzeit mit den Eltern eine schier endlose Enfilade von Kabinetten abschritt, in denen dicht an dicht überwiegend großformatige, düstere Gemälde mit förmlich-erstarrten Motiven vom Wirtshausleben über aufgebauscht romantisierte Landschaften bis hin zu religiösen Bildnissen hingen. Er konnte noch wenig Ertragreiches von der Schau mitnehmen, und seine Erleichterung war spürbar, als draußen wieder frische Luft um die Nase wehte. Auch heute, nach 32 Jahren, werden die meisten Besucher aufatmen, wenn sie die fulminante, auf 444 Werke von rund 230 Künstlern erweiterte und auf die internationale Wirkungsgeschichte der Bewegung fokussierte Neuauflage im nun umbenannten Museum Kunst Palast verlassen. ...mehr

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