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Töchterchen Marion mit Katze, 1898 / Franz von Lenbach

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Römerin mit Lorbeerkranz / Franz von  Stuck

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Ohne Titel, 2013 / Heinz Mack

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AktuellAktuell:Museumsausstellung

Clara Siewert in Regensburg wiederentdeckt

Eine Stufe rauf


Wieder ist eine Künstlerin neu zu entdecken – und das, obwohl sie zu ihrer Zeit durchaus zu den bekanntesten Vertreterinnen ihres Berufsstandes gehörte. Bereits 1900 wird Clara Siewert als außerordentliches Mitglied der Berliner Secession geführt und drei Jahre später als „ordentliches“ Mitglied, neben Käthe Kollwitz, Dora Hitz und Sabine Lepsius die einzige Frau unter den 71 Männern. Sie hatte bereits in den späten 1880er Jahren bei einem so renommierten Mode-Künstler wie Karl Stauffer-Bern gelernt, stand in Kontakt zu Max Liebermann und Walter Leistikow, stellte in den besten Berliner Salons und Galerien aus und wurde von privaten wie öffentlichen Sammlungen durch Ankäufe ausgezeichnet. ...mehr

Zeichnung als Prozess im Essener Museum Folkwang

Mit festem Strich von Blatt zu Blatt


Sie läuft schon seit Ende Juni und zieht immer wieder Besucher an – leider nur wenige. Es ist ein schwieriges Feld, an das sich Kurator Tobias Burg herangewagt hat: Die Zeichnung, insbesondre die zeitgenössische, ist für viele Kunstliebhaber ein noch immer oft unbegreifliches Terrain in der Kunst. Dabei scheint es, dass die Zeichnung sich nach und nach auf dem Kunstmarkt breit macht und selbst die einschlägigen Kunstmagazine sich mit zeichnerischen Positionen und ihren künstlerischen Köpfen auseinandersetzen. Tobias Burg hat sich in den Galerien umgesehen und sich fachmännisch beraten lassen. Vor allem die Galerie Werner Klein, deren Schwerpunkt auf dem Thema Zeichnung liegt, hat viele der Künstlernamen in die Ausstellung eingebracht. Allein Linda Karshan, Karoline Bröckel, Malte Spohr, Katharina Hinsberg, Frank Gerritz und Jill Baroff stammen aus dem Programm der Kölner Galerie. Jorinde Voigt, junger Star unter den Zeichnerinnen, Daniel Ben-Hur, Roni Horn und Sebastian Rug vervollständigen den sehenswerten Überblick über zeitgenössische zeichnerische Positionen. ...mehr

Die amerikanische Künstlerin Collier Schorr im Deutschen Guggenheim Berlin

Talking about my generation


Jubel, Trubel, Heiterkeit: Die Straßen rund ums Brandenburger Tor glichen vor kurzem einem deutsch-amerikanischen Jahrmarkt der nationalen Eitelkeiten. Etliche Bühnen waren aufgebaut, Hot Dog- und Bratwurststände standen in friedlicher Eintracht nebeneinander, und über allem wehten Dutzende von frisch gewaschenen Sternenbannern. Das offizielle Amerika feierte seinen Unabhängigkeitstag, den „Fourth of July“. Und die wegen ihrer festungsartigen Architektur stark umstrittene neue US-Botschaft am Pariser Platz sah ihrer offiziellen Einweihung durch Präsident Bush entgegen. Angereist zum volksfestartigen Spektakel war aber nur der greise Bush Senior, der amtierende Präsident blieb zu Hause. ...mehr

Hans von Marées wird im Von der Heydt-Museum Wuppertal etwas verschenkt

Das Phantom


Hans von Marées, Doppelbildnis Marées und Lenbach, 1863

Hans von Marées war und ist noch immer ein Mythos, ein verkanntes Genie oder ein Protegé der Langeweile, vergöttert von den Einen wie Julius Meier-Graefe, der ihn nicht den größten, aber den einzigen wirklichen Künstler seiner Zeit nannte, mehr oder minder verachtet fast zur gleichen Zeit von Anderen wie Max Deri, der Marées’ Lehre für gefährdend und verderblich hielt. Missbraucht von den Nationalsozialisten, die in Marées Figuren die neuen Herrenmenschen sehen konnten, weil des Künstlers eigene antisemitische und nationalistische Auslassungen ihnen dazu die Steilvorlage bot. Später wieder wachgeküsst als ein früher Vorläufer der Moderne, als ein Außenseiter in einer Flut des Mainstream, kein Gegenstandsloser, aber ein Themenloser, der nichts zu erzählen hatte und seine betont anatomiegerechten Figuren zur symbolträchtigen Untätigkeit verdonnerte und damit bis heute Fragen aufwirft, die scheinbar nicht zu beantworten sind. Und dieser Hans von Marées ist seit nicht allzu langer Zeit auch Objekt einer heiß geführten Diskussion, die seine Bilder direkt mit seiner Biografie in Verbindung zu bringen versucht und damit ein eigenes, für die Allgemeinheit wenig verführerisches Süppchen kocht. ...mehr

Am 15. Juli vor 115 Jahren wurde die erste Ausstellung der 1892 gegründeten Münchner Secession eröffnet. Anlässlich der 850-Jahr-Feier der Stadt München zeigt das Museum Villa Stuck die bislang umfangreichste Ausstellung über diese für die Moderne richtungsweisende Künstlervereinigung

Der Beginn einer neuen Zeit


Oskar Zwintscher, Der Tote am Meer, 1913

Der Berliner Maler Max Liebermann, anfangs Mitglied der Münchner Secession, später Präsident der 1899 gegründeten Berliner Secession, wusste es schon damals: „Die Secession ist eine Weltanschauung.“ Wie so oft traf Liebermann den Nagel auf den Kopf, denn eine stilistische Schule, eine malerische Bewegung oder gar eine Künstlergruppe wie die Schollemaler oder die sich nach Dachau bei München zurückgezogenen Pleinair-Landschafter war die Secession nicht. Ihren Gründungsmitgliedern, darunter Fritz von Uhde, Ludwig Dill und Franz von Stuck, ging es um die Abkehr von veralteten Kunstprinzipien, um kunstpolitische Bestrebungen. Man verstand sich als Forum für eine künstlerische Erneuerung, dessen Notwendigkeit andere Institutionen wie die Akademie oder die Münchner Künstlergenossenschaft nicht wahrhaben wollten. Vor allem eins einte die Secessionisten – der Aufbruch in die Moderne. Egal, in welche Richtung sich jeder einzelne auch bewegte. ...mehr

Alte Pinakothek ruft mit einer Ausstellung den vergessenen frühbarocken Maler Ulrich Loth in Erinnerung

Prachtvolle Symbiose verschiedener Kunstströmungen


Ulrich Loth, Der Evangelist Matthäus

Der heilige Franz Xaver im Messgewand betet in einem dunklen, undefinierbaren Raum, während ihm die Mutter Gottes erscheint. Bücher, ein Schädel samt Kruzifix betonen das meditative Moment. Die untere Hälfte fußt auf einer Vorlage von Peter Paul Rubens, die der Maler Ulrich Loth um einige Elemente bereicherte. Im oberen, himmlischen Bildsektor wird der Einfluss seines Lehrers Peter Candid sichtbar. Irdischer Raum und visionäre Erscheinung sind stilistisch divergierend in einem Altargemälde vereint. Gleich das früheste bekannte Werk von Ulrich Loth gibt sich pogrammatisch: Loth versteht es, unterschiedliche Ausprägungen zu einem ihm eigenen Stil zu verschmelzen. Dies wird sein gesamtes Schaffen begleiten. Sein Talent begünstigt dabei das auftragsgemäße Arbeiten für zwei Kunden: Die Kirche und den bayerischen Hof. ...mehr

Das Atelier im Fokus der eigenen Kunst: Adolph von Menzel und Lois Renner in der Hamburger Kunsthalle

Der heilige Ort als Modellanordnung


Kunst entsteht im Atelier. Und wie jeden anderen Ort der kulturellen Produktion, sei es das Komponistenzimmer oder die Dichterklause, umgibt auch das Künstleratelier eine Aura des Genialen. Das Atelier wird gern als mythischer, fast schon erotischer Ort der künstlerischen Schöpfung glorifiziert, als Wiege der Kreativität überhöht: Hier küssten ihn die Musen, hier posierten seine Modelle, hier traf er sich mit Käufern, Gönnern und Künstlerkollegen, leerte so manche Flasche Wein und schmauchte so manche Zigarre. Hier genoss der Künstler seine größten Triumphe und hier durchlitt er Momente größter Einsamkeit. ...mehr

Münchener Architekturmuseum ehrt den deutschen Architekten Sep Ruf zum 100sten Geburtstag

Bauten ohne Sturz und Schwelle


Der erste große Wurf gelingt dem gerade examinierten Architekten Sep Ruf im Alter von 23 Jahren. Das 1931 geplante Privathaus für Karl Schwend in München setzt sich als weißer Kubus mit Flachdach deutlich von der üblichen lokalen Wohnarchitektur ab. Aufgeschlitzte Wandscheiben samt vertikaler Fensterbahn werden harmonisch verschmolzen mit traditionellen Elementen wie sichtbaren Balkenköpfen und einer handwerklich ausgearbeiteten Rundbogentür aus Holz. Statt Gegensätzlichkeiten bietet sich eine Moderne mit Tradition, ein Dialog, der zwei Strömungen zu etwas eigenständigem Neuen zusammenführt. Diese Haltung des Ausgleichs prägt Rufs Architektur zeitlebens. Wie kaum ein zweiter deutscher Nachkriegsbaumeister exerziert er die kreative Auseinandersetzung mit dem spezifischen Ort und greift dabei prinzipiell auf das Neue Bauen der Weimarer Republik zurück. Bei fehlendem historischem Umfeld entfalten seine Bauten hingegen eine radikale Offenheit und Transparenz. ...mehr

Fernand Léger in der Fondation Beyeler

Farbig gebaute Bildmaschinen


In einem 1951 entstandenen Ölgemälde deutet Fernand Léger Figuren, Rad und Landschaft nur mittels schwarzer Linien an. Sie werden zudem von vier trapezförmigen, auf der Spitze stehenden Farbfeldern in Blau, Schwarz, Rot und Grün überlagert. Gleich nebenan hängt „Blue Black Red Green“ von Ellsworth Kelly aus dem Jahr 2000, vier große monochrome Ölbildtafeln von insgesamt über zwölf Metern Breite, die genau jene Farbflächen herauslösen, mit denen Léger seine Linien überlagert. Diese Einstimmung im Ausstellungsfoyer der Fondation Beyeler veranschaulicht die nachhaltige Kraft Légers als einem der bedeutendsten französischen Maler der Moderne. Die konzentrierte Retrospektive des Riehener Museums besteht somit auch aus viel mehr als einer beschaulichen Chronologie von Légers Werkschaffen. Kurator Philippe Büttner versteht es in seiner exzellenten Inszenierung der insgesamt 135 Exponate meisterlich, eine einsichts- wie erkenntnisreiche Schau von hohem visuellem und wissenschaftlichem Ertrag zu komponieren. Neben rund achtzig hochkarätigen Gemälden Légers führen auf dem Parcours Hauptwerke von Jasper Johns, Frank Stella, Kenneth Noland, Roy Lichtenstein, Robert Rauschenberg, Andy Warhol und anderen über gezielte Korrespondenzen die Wirkungsgeschichte eines Klassikers der Moderne vor. ...mehr

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