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Töchterchen Marion mit Katze, 1898 / Franz von Lenbach

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Römerin mit Lorbeerkranz / Franz von  Stuck

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Ohne Titel, 2013 / Heinz Mack

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© Galerie Neher - Essen


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AktuellAktuell:Museumsausstellung

Museum Kunst Palast gestattet in Düsseldorf freie Blicke auf textillose Körper

Erotisches Begehren als Thema der Kunst


Über Jahrzehnte hinweg sinnierte der neue Generaldirektor des Düsseldorfer Museums Kunst Palast stringent über eine Themenausstellung. Deren Substanz sollte die künstlerische Reflexion von Nacktheit aufrollen, ausgehend vom Mythos um Diana und Actaeon. In der Rheinmetropole boten sich nun Beat Wismer die Kapazitäten für die Umsetzung seiner Gedanken. Nach Abschluss aller kausaler wie assoziativer Überlegungen ist daraus eine groß angelegte Schau mit 296 Kunstwerken – überwiegend Gemälden, einigen Skulpturen, Zeichnungen, Fotografien und Videos – von über 200 Künstlern sowie rund 150 Leihgebern entsprungen. Von antiken Werken bis hin zu zeitgenössischen Arbeiten, eindrucksvollen hochkarätigen Exponaten bis hin zu weniger gewichtigen und nicht ganz jugendfreien Positionen schlängelt sich ein langer, ja viel zu langer Parcours durch endlose Facetten eines weit ausufernden Themas. ...mehr

Zwei Kunstsammler mit Passion und Intellekt: Die Hamburger Phoenix Kulturstiftung zeigt die Sammlungen Helga de Alvear und Harald Falckenberg im Dialog

Spanisch-Deutscher Gedankenaustausch


Als die Madrider Galeristin und Sammlerin Helga de Alvear einmal eine minimalistische Holzskulptur des Amerikaners Donald Judd nach Spanien einführen wollte, bekam sie mächtigen Ärger mit den Zollbeamten. Die pflichtbewussten Staatsdiener waren so überrascht über den hohen Wert, den de Alvear ehrlicherweise für diesen Gegenstand angegeben hatte, dass sie kurz davor waren, das vermeintliche „Holzregal“ zu zersägen und auf versteckte Drogen zu untersuchen. Ein verärgerter Anruf von Helga de Alvear konnte das Schlimmste gerade noch verhindern. „Die hätten denen mal ein Lexikon geben sollen, wo sie den Namen Judd hätten nachschlagen können“, schimpft die resolute Galeristin noch heute. ...mehr

Von Wohnhöhlen und Wohnhöllen: Das Kunstmuseum Wolfsburg zeigt mit „Interieur/Exterieur“ eine groß angelegte Ausstellung über das Wohnen in der Kunst

Die Außenwelt der Innenwelt


Rund 330.000 Menschen in Deutschland sind zur Zeit obdachlos, die Dunkelziffer ist womöglich weitaus höher. Sie sind, meist unverschuldet, von einer kulturellen Existenzform ausgeschlossen, die den Alltag der Anderen bestimmt. Die nämlich wohnen in Zwei-Zimmer-Wohnungen oder repräsentieren in Jugendstilvillen, sie hausen in Wohngemeinschaften oder residieren auf Schlössern – je nachdem. Die Zahl der individuellen Wohnstile ist so hoch wie die der Menschen. Der eine richtet sich bloß mit dem Nötigsten ein, den Spanplattenmöbeln eines großen schwedischen Möbelkaufhauses etwa, die bereits jetzt schon den Sperrmüll von morgen darstellen. Andere setzen auf Ererbtes oder Antiquitäten, ganz Fortschrittliche auf hochwertige Designermöbel. Bei den weitaus meisten herrscht wohl das vor, was man vielleicht einen gemütlichen Stilmix nennen würde. ...mehr

Die Mathildenhöhe in Darmstadt ruft die künstlerische Entwicklung der ausgehenden Zarenzeit in Erinnerung

Russland vor dem Durchbruch der Avantgarde


Aristarch Lentulov, Die Basilius Kathedrale, 1913

Rund ein Jahrzehnt bevor Joseph Maria Olbrichs fingerturmbestückter Ausstellungskomplex als Stadtkrone auf der Mathildenhöhe in Darmstadt entstand, wurde quasi im Vorgarten des Ensembles die Russische Kapelle errichtet. Das prunkvoll mit Mosaiken verzierte sowie blattgoldbelegten Zwiebelkuppeln besetzte Kirchlein im sogenannten neorussischen Stil ist eines der bedeutendsten Symbole russisch-deutscher Dynastie- und Kulturbeziehungen. Jedoch anders als gleichartige Gotteshäuser etwa in Wiesbaden, Bad Ems oder Baden-Baden diente es nicht kurenden Russen. Es bekleidete die Funktion einer Hofkirche, der einzigen außerhalb Russlands. Seit der Verlobung Nikolaus II. im Jahr 1894 mit seiner Cousine Prinzessin Alix von Hessen und bei Rhein weilten beide immer wieder in der kunstsinnigen Residenzstadt der Herzöge von Hessen-Darmstadt, in der der Bruder der Zarin, Großherzog Ernst Ludwig, 1899 die Künstlerkolonie initiierte. ...mehr

Zilvinas Kempinas in der Kunsthalle Wien

Vibrierende Raumerlebnisse


Die Biennale in Venedig wirft ihre Schatten voraus. Vor allem die Künstlerinnen und Künstler, die 2009 die Pavillons ihrer Heimatländer gestalten, dürfen bereits vor der Eröffnung des großen Kunstspektakels mit erwartungsvoller Aufmerksamkeit rechnen. Zu ihnen gehört Zilvinas Kempinas, der 1969 in Plunge in Litauen geboren wurde und inzwischen in New York lebt und arbeitet. Für die Wiener Kunsthalle hat der litauische Installationskünstler einen sehenswerten Ausstellungsparcours entworfen: zum Sehen und zum Staunen. Es ist die erste Präsentation von Zilvinas Kempinas Werken in Österreich und die bisher größte Einzelschau seiner Arbeiten. ...mehr

Wuppertal verdeutlicht die Wirkungsgeschichte des facettenreichen Werkschaffens von James Ensor

Strahlkraft eines eigenbrötlerischen Einzelgängers


Abseits des Geläufigen angesiedelte künstlerische Ausprägungen haben es schwer. Sie fußen auf ihren eigenen, spezifischen Normen und führen zu Lebzeiten ihrer Schöpfer ein nur gering bedachtes Außenseiterdasein. Etappensprünge, Vielseitigkeiten, anstrengende Bilder abseits leichter Kost verbauten auch James Ensor über lange Zeit die öffentliche Reputation. Wie bei vielen Leidensgenossen wurden seine Arbeiten erst spät verstanden und geschätzt; später inspirierten sie nachhaltig folgende Künstlergenerationen. So resümierte der renommierte Direktor des New Yorker Museums of Modern Art, Alfred H. Barr im Jahr 1936, dass der Belgier James Ensor schon um 1888 der fortschrittlichste lebende Maler gewesen sei. Zum Zeitpunkt dieser Beurteilung stand Ensor bereits im 77ten Lebensjahr. Sein ganzes Leben verbrachte der 1860 geborene und 1949 verstorbene in seiner Heimatstadt Oostende, unterbrochen lediglich durch seine Studienzeit an der Académie des Beaux-Arts in Brüssel zwischen 1877 bis 1880 sowie kurzen Reisen nach Holland, Frankreich und England. ...mehr

Peter Kogler im Wiener Museum Moderner Kunst

Labyrinthe aus Ameisen und Gehirnen


Peter Kogler, ohne Titel, 2008

Wer im Sommer 1992 den Eingangsbereich des Fridericianums in Kassel betrat, den überraschte ein verblüffender Raum. Scharen von Ameisen krochen auf komplizierten, aber dennoch präzisen Bahnen über die Wände. Die Ameisenkarawane bescherte dem österreichischen Künstler Peter Kogler den internationalen Durchbruch und dem Leiter der Documenta IX Jan Hoet einen spektakulären Medienerfolg. Peter Kogler gehört mit Franz Graf, Birgit Jürgenssen, Brigitte Kowanz, Gerwald Rockenschaub, Ingeborg Strobl, Erwin Wurm und Heimo Zobernig zu jenen österreichischen Künstlern, die parallel zur Malerei der frühen 1980er Jahre die Tradition konzeptueller und medienbasierter Kunst aufgenommen und erneuert haben. ...mehr

Die erste große Ausstellung des neuen Ruhr Museums zeigt den Essener Stifts- und Domschatz nahezu komplett

Industriekathedrale geschmückt mit Gold


Essener Krone, 2. Hälfte 11. Jahrhundert

Der Schritt scheint ungewöhnlich, erweist sich aber als absolut schlüssig. Die Präsentation des Essener Domschatzes im Weltkulturerbe der Zeche Zollverein belegt augenfällig die lange vor der Industrialisierung eingesetzte glanzvolle kulturelle Blüte der Region. Bereits um 850 datiert die Gründung eines adeligen Damenstiftes durch Bischof Altfrid. Es war die Keimzelle der heutigen Ruhrmetropole Essen. Die religiöse Frauengemeinschaft führte kein abgeschlossenes Klosterleben. Neu Aufgenommene legten kein Gelübde ab. Sie waren lediglich zum Chorgebet und religiösen Lebenswandel verpflichtet. Jederzeit konnten sie das Stift wieder verlassen, etwa um zu heiraten. Diese hoch exklusive weibliche Adelsgemeinschaft war privilegiert, mit Vorrechten ausgestattet und ausgesprochen vermögend; im zehnten Jahrhundert regierten in Essen allein drei Äbtissinnen aus dem ottonischen Kaiserhaus. Sie herrschten über die Siedlung um das Stiftsareal und stiegen zu Reichsfürstinnen auf. Als Landsherrinnen besaßen sie sogar einen Sitz im Reichstag. ...mehr

Klein aber fein: Die Sammlung italienischer Meisterzeichnungen in der Hamburger Kunsthalle kann mit großen Namen und hoher Qualität aufwarten. Jetzt wird sie zum ersten Mal seit 50 Jahren wieder umfassend präsentiert

Italien an der Elbe


Raffael, Kopf eines Cherubs, 1508/12

Sie ist nicht groß, aber bedeutend: Die Sammlung italienischer Zeichnungen des Kupferstichkabinetts der Hamburger Kunsthalle. Während die Staatlichen Museen in Berlin auf einen Sammlungsbestand von rund 11.000 italienischen Zeichnungen zurückgreifen können, bringen es die Hamburger gerade mal auf rund 1000 Exemplare. Doch wie so oft, ist es nicht die Quantität, die zählt, sondern die Qualität. Und da liegt die Hamburger Kunsthalle sehr weit vorne. Allein vier der sechs in Deutschland vorhandenen Zeichnungen Leonardo da Vincis sind an der Elbe beheimatet. Grund genug also, diesen Sammlungsschwerpunkt einmal mit einer umfassenden Ausstellung zu würdigen. Die Schau „Von Leonardo bis Piranesi. Italienische Zeichnungen von 1450 bis 1800“ versammelt 140 lichtempfindliche Blätter italienischer Provenienz, die ihr sonstiges Dasein meist in den klimatisierten Depots des Hauses fristen. ...mehr

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