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Am 18.11.2017 Auktion 38: Moderne und Zeitgenössische Kunst

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Töchterchen Marion mit Katze, 1898 / Franz von Lenbach

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Römerin mit Lorbeerkranz / Franz von  Stuck

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Blumenstrauß mit Plastik vor Fenster, 1925 / Ernst Ludwig Kirchner

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AktuellAktuell:Museumsausstellung

Der 41jährige David Claerbout zählt heute zu den wichtigsten Videokünstlern seiner Generation. In seinen Filmen geht es hauptsächlich um die Zeit. Die Pinakothek der Moderne in München zeigt nun fünf Arbeiten des Künstlers

Ein Meister der Entschleunigung


Es gibt viele Definitionen zur Videokunst. Die einen halten sie für eine Skulptur in Bildern, die anderen für die Befreiung des Films vom Zwang des Geschichtenerzählens. Die Videos des belgischen Künstler David Claerbout gehören eher zur zweiten Kategorie. Doch während sich das Kino in den letzten Jahrzehnten durch immer schnellere und härtere Schnittfolgen hervortat, ging Claerbout den entgegengesetzten Weg. Seine Sequenzen sind von minimalistischer Langsamkeit und mitunter nur in einer einzigen Kameraeinstellung gedreht. Sie sind fotografisch-filmische Reflexionen über die Beziehung zwischen Zeit und Realität, über die Wahrhaftigkeit und das Trügerische des Abgebildeten. ...mehr

Joan Miró verzaubert das Museum Frieder Burda in Baden-Baden

Die Heiterkeit des Südens


Fast möchte man meinen, der weiße, helle Bau von Richard Meier sei speziell für diese Ausstellung geschaffen. Vor dem Hintergrund der weiten, von Licht durchfluteten Architektur erzeugt Joan Mirós formale Schöpferkraft aus knappen Zeichen und satten Farben ein inspirierendes Universum von spielerischen Bahnen und Verwandlungen. Nichts scheint besser mit der entspannenden, duftigen Atmosphäre des mondänen Kurbades zu harmonieren, als die ungemein fantasievollen Arbeiten des großen Katalanen. Sinnlich, entkrampft und voller anmutiger Unbeschwertheit hat das Museum Frieder Burda in Baden-Baden seine Bilder arrangiert, die zwischen Figuration und Abstraktion oszillieren. Bis heute bestechen sie durch Präsenz und Aktualität, die die Menschen ansprechen, begeistern und zum Träumen einladen. ...mehr

Darf man das? Die Ausstellung „Hitler und die Deutschen. Volksgemeinschaft und Verbrechen“ versammelt das visuelle Inventar des Alltags im Dritten Reich und sucht so nach Antworten auf die Frage: Wie war Hitler möglich?

Ein Sideboard aus der Reichskanzlei


Lampion mit Hakenkreuz, um 1940

„Es geht nicht um Hitler als Person“. Hans Ottomeyer, der Präsident des Deutschen Historischen Museums weiß um die Brisanz des Ausstellungsunternehmens, mit dem sein Haus in den nächsten Tagen und Wochen weltweit in die Schlagzeilen geraten wird. Auch wenn der Titel der bis zum 6. Februar 2011 laufenden Ausstellung „Hitler und die Deutschen. Volksgemeinschaft und Verbrechen“ lautet, und damit so wissenschaftlich ausgewogen wie möglich daherkommt, so wird wahrscheinlich doch ganz rasch von der „Hitler-Ausstellung“ die Rede sein, die es da in der Ausstellungshalle Unter den Linden zu sehen gibt. Ein sprachlicher Lapsus, der übrigens auch den Ausstellungsmachern selbst während der Pressekonferenz unterlaufen ist. ...mehr

Ein Künstler im Pyjama: Die Hamburger Kunsthalle zeigt eine große Retrospektive des kanadischen Künstlers Rodney Graham

Konzeptkunst mit Humor


Der talentierte Hobbymaler: Im Wohnzimmer eines geschmackvoll möblierten Bungalows aus den 1960er Jahren ist das kostbare Parkett mit Zeitungen ausgelegt. Ein Maler hat hier seine Utensilien aufgebaut: eine große Leinwand, diverse Farbtöpfchen und Stapel von opulenten Kunstbänden seiner Heroen: Pablo Picasso, Joan Miró, Max Ernst. Der gut gelaunte Amateurmaler steht dort barfuß im blau gestreiften Altherrenschlafanzug, eine Zigarette lässig im Mundwinkel. Er schüttet gelbe Farbe auf die schräg aufgestellte Leinwand, um sein abstraktes Gemälde zu vollenden. Das überdimensionale Leuchtkastenbild „The Gifted Amateur, Nov. 10th, 1962“ aus dem Jahre 2007 stammt von dem kanadischen Konzeptkünstler Rodney Graham, Jahrgang 1949. Die Hamburger Kunsthalle widmet dem neben Jeff Wall wohl bekanntesten kanadischen Künstler jetzt eine große Retrospektive. Viele der ausgestellten Arbeiten sind zum ersten Mal in Deutschland zu sehen. ...mehr

Kolumba, das Kunstmuseum des Erzbistums Köln, hat eine neue Jahresausstellung eingerichtet

Auf Abstand bedachte Begegnungen


Jannis Kounellis, Tragedia Civile, 1975

Jedes Jahr gibt es hier ein neues Museum. Kolumba, jene moderne Burg, erwachsen aus den Trümmern der Kölner Kolumbakirche, bietet keine spektakulären Wechselschauen. Statt in eine Museumsmaschinerie voller imposanter Events taucht der Besucher in eine inspirierende Atmosphäre der Konzentration. Immer zum 14. September, dem Fest der Kreuzerhöhung, präsentiert sich das Haus mit einer frisch eingerichteten Dauerausstellung. Manches bleibt unverändert, alles Weitere, ausschließlich aus dem eigenen Fundus ausgewählt, bewegt sich in engem Austausch zum Bestehenden vor dem Hintergrund der kraftvollen Architektursprache. Heuer lohnt es sich besonders, die schmalen Treppenstiege in die höchste Raumeinheit, den Südturm, emporzuklimmen. Erst vor wenigen Monaten gelangte ein erlesenes Stück in die Sammlung, das idealer nicht hätte platziert werden können als hier: das Heilig-Geist-Retabel aus Nürnberg. Der kostbare Altar wurde kurz vor 1449 als Auftragsarbeit für die Kirche des Nürnberger Heilig-Geist-Spitals angefertigt und thematisiert die Herabkunft des Heiligen Geistes auf die Apostel zu Pfingsten. Während die flankierenden Seitenflügel Hoffungsmotive der Erlösung des Menschen vom Tod zeigen wie Verkündigung, Geburt und Auferstehung Christi sowie Marientod, ist das Mittelfeld verwaist. Vor der vakanten Mitte stand das Altarkreuz, davor versammelte sich die Gemeinde. Der Körper des Gekreuzigten fehlt – das Grab war leer. ...mehr

Werk und Vita eng verzahnt: Das Bucerius Kunst Forum in Hamburg stellt Marc Chagall als Maler seines eigenen Lebens vor. Die umfangreichen Bestände des Jerusalemer Israel Museums bilden das Rückgrat der Ausstellung

Maler der Erinnerungen


Ein bärtiger Mann mittleren Alters schwebt über der Stadt. Er trägt eine Mütze und einen langen schwarzen Mantel. In der einen Hand hält er einen Wanderstab. Mit der anderen sichert er den großen dunklen Sack, den er geschultert hat. Die Straßen sind verschneit. Ein Liebespaar klammert sich eng aneinander. Auf den ersten Blick wirkt Marc Chagalls undatiertes Gemälde „Über Witebsk“ wie ein winterliches Idyll, in dem das Gesetz der Schwerkraft ausgedient hat und die Menschen heiteren Tätigkeiten nachgehen. Entstanden ist das Gemälde wohl um 1914 in Witebsk, der Heimatstadt des Künstlers. ...mehr

Das Museum Folkwang in Essen widmet sich in einer fulminanten Bilderschau dem Stadtausbau von Paris vor 150 Jahren

Künstlerische Reflexionen einer Metropole


Edouard Manet, Le chemin de fer, 1873

In der zweiten Hälfte des 19ten Jahrhunderts gehört Paris zu den aufregendsten Städten Europas. Ein Quantensprung vollzieht sich im Stadtbild. Napoleon III. verschafft der Stadt an der Seine ein völlig neues Gesicht, sie wird zur größten Baustelle Europas. Noch 1848 eine kompakte Masse aus winzigen Gässchen auf kleiner Fläche, finster, schmutzig, steil, überführt er die Siedlung zur Metropole: Ohne öffentliche Diskussionen und Ausschreibungen, per Dekret werden die Bauarbeiten ab 1851 vorangetrieben. Ein monumentales Stadtbild mit Achsen, Boulevards, Plätzen, Brunnen, Brücken, Bahnhöfen, Wohn- und Verwaltungspalästen mit vereinheitlichten Fronten sowie gigantischen Einzelbauten, etwa die Oper oder der Eiffelturm, setzt der Präfekt des Kaisers, Georges-Eugène Haussmann, effektvoll in Szene. ...mehr

Alles so schön bunt hier: Die Hamburger Deichtorhallen entdecken das Werk des dänischen Künstlers Poul Gernes und widmen ihm eine mit 350 Werken geradezu überbordende Retrospektive

Wonderful, wonderful Copenhagen


in der Ausstellung „Poul Gernes – Retrospektive“

Lange Zeit gehörte das Werk des dänischen Avantgardekünstlers Poul Gernes zu einem der bestgehüteten Geheimnisse des internationalen Kunstbetriebs. Der 1925 in Kopenhagen geborene und 1996 in seinem schwedischen Haus gestorbene Künstler war außerhalb seines Landes einem breiteren Publikum kaum bekannt. In Künstlerkreisen hatte es sich jedoch herumgesprochen, dass es da oben im kleinen Dänemark das Werk eines ungewöhnlichen und äußerst produktiven Künstlers zu entdecken gab. Mit der weltweit ersten großen Retrospektive, die die Hamburger Deichtorhallen Poul Gernes jetzt ausrichten, dürfte sein Bekanntheitsgrad enorm steigen, und aufmerksame Kenner der Gegenwartskunst werden wohl so manche Parallele zwischen dem, was Gernes vor mehr als 40 Jahren vorgedacht hat, und den Produkten zeitgenössischer Künstler entdecken. Ob Punktebilder wie bei Damien Hirst, patchworkartig vernähte oder batikartig bedruckte Stoffe wie bei Tal R und Sergej Jensen, die farbige Ausgestaltung ganzer Foyers oder Gebäude mit Pastellfarben wie etwa bei dem Briten Liam Gillick, dem Amerikaner Jorge Pardo oder dem Deutschen Tobias Rehberger – das Werk von Poul Gernes hat offenbar vielen bekannten Künstlern als Inspirationsquelle und Ideensteinbruch für eigene Arbeiten gedient. ...mehr

Von wegen expressionistische Impulsivität: Die Ausstellung „Kirchner“ in der Hamburger Kunsthalle zeigt den Brücke-Maler als zerrissenes Individuum und vor allem als präzise planenden Meister des Bildarrangements

An sich und der Welt leidend


Ernst Ludwig Kirchner - Werbemotiv zur Ausstellung

Allein das Plakat ist ein Hingucker: Für die Ausstellung „Kirchner“ wirbt die Hamburger Kunsthalle mit dem Schwarz-Weiß-Selbstporträt des 1880 geborenen Künstlers, darauf ein Stempel: „EL Kirchner“. Ein steckbrieflich gesuchter Verbrecher, ein Mafioso, ein Vermisster? Fest steht, dass sich die Hamburger Kunsthalle mit dieser sorgsam zusammengestellten Einzelausstellung einem Künstler widmet, dessen Ausnahmetalent sich mit nervlicher Instabilität und immer wiederkehrenden Schüben von Ängstlichkeit gegenüber den Anforderungen des realen Lebens mischt. Sensibel, begabt und individualistisch – Kirchner, der seine zweite Lebenshälfte auf Anraten seines Arztes in der Abgeschiedenheit der Schweizer Bergwelt in Davos verlebte, war eine fast schon klischeehaft typische Künstlerpersönlichkeit. ...mehr

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