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Blumenstrauß mit Plastik vor Fenster, 1925 / Ernst Ludwig Kirchner

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Leda mit dem Schwan / Eduard Veith

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Ohne Titel, 2013 / Heinz Mack

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AktuellAktuell:Museumsausstellung

Anish Kapoor macht in Paris mit seinem Großprojekt „Leviathan“ Venedig und Basel Konkurrenz

Last call…


Wenn man glaubt, dass sich die Kunstereignisse des Jahres 2011 auf die beiden Städte Venedig und Basel konzentrieren würden, dann ist man einem Irrtum aufgesessen. Zum „must have“ sollte auch Anish Kapoors großartige Installation anlässlich der „Monumenta 2011“ in Paris gehören. Wenn am kommenden Donnerstag in vielen Bundesländern Deutschlands Fronleichnam gefeiert wird, ist dieser Tag auch der letzte seiner Ausstellung „Leviathan“. Seit nunmehr vier Jahren findet im Grand Palais in Paris die „Monumenta“ statt, und wie der Name schon sagt, geht es hier um raumfüllende, meist riesige Kunstprojekte. Kapoors Vorgänger waren Anselm Kiefer, Richard Serra und Christian Boltanski. Schon sie haben Kunstfreunde aus aller Welt zum Grand Palais getrieben. Die Schlange, die sich in diesem Jahr vor dem ehrwürdigen Ausstellungsgebäude bildet, reicht über den Pont Alexandre III hinüber, und keiner weiß so genau, wo sie endet. Bleibt die Hoffnung, dass sie nun zum Ende hin und nach Venedig und Basel nicht mehr richtig vorhanden ist. ...mehr

Erstmals würdigt mit der Staatsgalerie in Stuttgart ein deutsches Museum das Schaffen des britischen Landschaftsmalers John Constable

Kein Theater, schlichte Wahrheit


John Constable, Das springende Pferd, 1825

Bis heute haben es unangepasste Querdenker schwer. Ausschließlich eigene, höchst spezifische Vorlieben zu verfolgen, das können sich nur wenige leisten. So galten die Bilder von John Constable zu dessen Lebzeiten als nicht ausstellungswürdig. Dem zeittypischen theatralischen Pomp aus Überhöhungen realistischer Eindrücke konnte er nichts abgewinnen. Constable begab sich auf die Spuren schlichter Wahrheiten der Natur, ihrer Effekte, packenden Momente oder poetischen Augenblicke. Viele sehen den Briten daher als ersten Impressionisten, da er am frühesten konsequent meteorologische Phänomene malerisch untersuchte. Aber erst nach dem Tod seines Vaters im Jahr 1816, eines wohlhabenden Händlers und Mühlenbesitzers, war er finanziell unabhängig, konnte nun heiraten und ein freies Malerleben führen. ...mehr

Anlässlich der 125sten Todestages von König Ludwig II. am 13. Juni 1886 würdigt Bayern seinen „Kini“ mit zahlreichen Ausstellungen und Veranstaltungen

Alles nur ein Traum?


Gartenfront von Schloss Herrenchiemsee

Wohl keine historische Figur der Bayern erfreut sich international so ungebrochener Medienpräsenz und Popularität wie die faszinierende Gestalt Ludwigs II. Dabei begründen weniger politische Großtaten noch militärische Erfolge seine Reputation, sondern eher ungewollt seine markanten, wenn auch kunsthistorisch eher sekundär eingestuften Schlossbauten. Doch längst sind sie touristische Highlights. Neben Linderhof und Herrenchiemsee prägt vor allem Neunschwanstein das weltweite Bild vom südlichen Deutschland. Stilistische Adaptionen bei Staffagearchitekturen in den Vergnügungsparks des Disney-Konzerns katapultieren es zur Inkunabel deutscher Ritterburgen. Allein 1,3 Millionen Besucher haben 2010 die Mühe einer der tausenden, im Minutenabstand startenden Touren durch das Original vor romantischer Bergkulisse hoch über dem Ort Schwangau auf sich genommen. Zum Jubiläum, dem 125sten Todestages von König Ludwig II, werden in allen drei Schlössern neue Besucherrekorde einkalkuliert. ...mehr

Mit der Kunst des Realismus in ihren verschiedenen Spielarten um 1970 feiert das Aachener Ludwig Forum seinen 20sten Geburtstag

Härter als die Realität?


Am 27. Juni 1991 fing alles an. Unter dem Motto „Die neue Art Museum“ öffnete damals in Aachen ein Haus, das durch die Schenkungen und Leihgaben des Aachener Sammlerpaares Peter und Irene Ludwig zu dem neuem Typus eines „Forums“ wurde, das zur Präsentation und Diskussion der jeweils aktuellsten Kunstentwicklungen einlud. Das 20jährige Jubiläum des Ludwig Forums Aachen ist nun der Anlass für eine dreiteilige internationale Ausstellungsreihe: Das „Mutterhaus“ der Sammlung, die sich inzwischen über elf Institutionen weltweit erstreckt, widmet sich nach einem Beitrag am Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig in Wien und vor der noch folgenden Ausstellung im Ludwig Múzeum Budapest den Realismus-Strömungen in Malerei, Fotografie und Skulptur um 1970. ...mehr

Das Bucerius Kunst Forum in Hamburg präsentiert William Turner als „Maler der Elemente“. Die Fokussierung auf diese Kernthese macht die Ausstellung zu einem intensiven Seherlebnis

Maler der Elemente


William Tuner, Burning of the Houses of Parliament, 1834

Was hätte William Turner wohl gesagt, wenn er hätte voraussehen können, dass ausgerechnet ein Vulkanausbruch in Island das pünktliche Eintreffen seiner Gemälde für eine Ausstellung in Hamburg kurzzeitig gefährden würde? Unvorstellbar, denn Turner hat das Flugzeitalter gar nicht mehr erlebt. Der weltberühmte Londoner Landschaftsmaler lebte von 1775 bis 1851, und in dieser Zeit gab es viele Vulkanausbrüche, Aschewolken und blutrote Sonnenuntergänge in Europa. Das Feuer ist denn auch eines der vier klassischen antiken Elemente, die Turner in seinen Darstellungen immer wieder verarbeitete: Lava spuckende Vulkane, Interieurs mit lodernden Kaminen oder der große Brand der Londoner Houses of Parliament, den William Turner 1834 als Augenzeuge erlebte. ...mehr

Bice Curiger, die Kuratorin der 54. Kunstbiennale von Venedig, setzt auf Entschleunigung. Dennoch wartet die Mega-Kunstschau auch in diesem Jahr mit neuen Teilnahmerekorden auf. Problematisch: Der postume Schlingensief-Kult im Deutschen Pavillon

Entdeckungen im sanften Licht der Lagune


Gedämpftes Licht, brennende Kerzen und Grablichter. Schwere Kirchenbänke und im Zentrum ein Altar, der nicht betreten werden darf. Der Deutsche Pavillon auf der diesjährigen Biennale Venedig gleicht einem Kirchenraum. Andächtiges Flüstern unter den Besuchern deutet darauf hin, dass die suggestive Wirkung sakraler Ingredienzien bestens funktioniert. Allerdings wird der Besucher, egal ob gläubig oder nicht, bereits nach kurzem Aufenthalt von unguten Gefühlen beschlichen. Teutonische Musik à la Richard Wagner klingt aus den Lautsprecherboxen, dazu die Worte eines klagenden und anklagenden Christoph Schlingensief. Ein leeres Krankenbett lässt an die Tatsache denken, dass der Künstler selbst die Realisierung seines Beitrags nicht mehr erleben darf. ...mehr

Mit Meisterwerken von Cranach, Vermeer und Perugino reflektiert die Bayerische Staatsgemäldesammlung über die bewegte Geschichte einer der bedeutendsten Sammlungen Europas. Anlass dazu ist das 175jährige Bestehen der Alten Pinakothek

Jubiläum mit Vermeer als Gast


Jan Vermeer, Frau mit Waage, um 1664

Auch Wermutstropfen gehören zu einem Jubiläum: Als die private Gemäldesammlung des bayerischen Königs Max I. Joseph nach seinem Tod 1826 zur Begleichung seiner nicht gerade geringen Schulden versteigert wurde, stand auch Jan Vermeers „Frau mit Waage“ zum Verkauf. Vieles wie Gerrit Dous „Näherin“ oder Willem van de Veldes „Seesturm“ haben die Söhne des Königs oder der Staat auf der Auktion erworben und ist bis heute im Besitz der Bayerischen Staatsgemäldesammlung. Vermeers Meisterwerk gehörte bedauerlicher Weise nicht zu den Favoriten von Prinz Karl und König Ludwig, es ging damals als Arbeit von Gabriel Metsu für 801 Gulden in andere Hände und ist heute eines der Top-Exponate der National Gallery of Art in Washington. ...mehr

Das Kunstmuseum in Solingen feiert Georg Meistermanns einhundertsten Geburtstag

Schweben zwischen Kunst, Kirche und Politik


Sich dem gesamten Leben Georg Meistermanns anzunähern, gestaltet sich schwierig. Neben Fritz Winter, Willi Baumeister und Ernst Wilhelm Nay gehört Meistermann zu den bedeutendsten deutschen Künstlern der zweiten Hälfte des 20sten Jahrhunderts, war aber auch der wohl mit Abstand eigenwilligste. Prägnant äußert sich dies durch nachdrückliche Hinwendung zu sakralen Künsten, ein von vielen Kollegen eher verschmähter Schaffenszweig. Aber nicht nur dies: Der glänzende Rhetoriker engagierte sich eifrig in der Kunst- und Kulturpolitik, kraftvoll, kompromisslos, unabhängig, wie eben auch seine Werke dies zum Ausdruck bringen. Behaglichkeit war seinem Lebensweg mitnichten beschieden. ...mehr

Die deutschen Fotografen Thomas Hoepker und Daniel Biskup dokumentierten das Leben vor und nach dem Fall des Eisernen Vorhangs in der DDR und in Osteuropa. Zu sehen im Deutschen Historischen Museum in Berlin

Zwischen Mauerbau und Mauerfall


Thomas Hoepker, Kind an der Berliner Mauer, Berlin (West), 1963

„Gehweg. Sowjetsektor“ steht auf einem Schild gleich neben der Berliner Mauer. Ein kleiner Junge mit Tretroller hat sich den tristen Ort im Westberliner Wedding als Spielplatz ausgesucht. Der Stacheldraht und die Flutlichtmasten hinter ihm scheinen ihn nicht zu kümmern. „Geh weg! Sowjetsektor.“ Hat man sich in die Bildsprache des 1936 geborenen Fotografen Thomas Hoepker erst einmal eingesehen, dann erhalten Aufnahmen wie diese aus dem Jahr 1963 plötzlich einen ironischen Subtext und mithin eine ganz andere Lesart und Bedeutung. „Chemie gibt Schönheit“ lautet die Werbung auf einem Schaufenster an der Ost-Berliner Karl-Marx-Allee. Die Dame, die gerade vorübergeht, aber hält sich die Nase zu. Ihr stinkt’s offenbar. Einer, der den ironischen Reiz solcher Momentaufnahmen aus dem sozialistischen Alltag immer wieder präzise mit der Kamera herausgearbeitet hat, ist der heute in New York lebende deutsche Fotograf Thomas Hoepker. ...mehr

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