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Blumenstrauß mit Plastik vor Fenster, 1925 / Ernst Ludwig Kirchner

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Leda mit dem Schwan / Eduard Veith

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Ohne Titel, 2013 / Heinz Mack

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AktuellAktuell:Museumsausstellung

Spannende Gegenüberstellung: Die 84jährige New Yorker Malerlegende Alex Katz ist in der Kestnergesellschaft Hannover mit seltenen Aktbildern und New Yorker Stadtlandschaften zu Gast

Nacktheit als Kleid


Er gilt als Porträtist der gebildeten und distinguierten amerikanischen Ostküsten-Gesellschaft: Der New Yorker Alex Katz, 1927 in Brooklyn geboren und in Queens aufgewachsen, ist ein amerikanischer Maler, den manche aufgrund der Glätte und angeblichen Oberflächlichkeit seiner Motive für uninteressant und kunstmarktkonform halten. Andere wiederum bewundern genau das: die Reduktion auf das Wesentliche, das bewusste Ausblenden von Narrativität, Anekdotischem, sozialkritischer Attitüde und Ironie. ...mehr

Das Leipziger Museum der bildenden Künste führt in der Ausstellung „Von Angesicht zu Angesicht“ mit 200 Porträts die Lebenswelt Max Beckmanns vor Augen

Beckmanns Geister


Max Beckmann gehört zu den Malern, die sich in ihren Œuvres immer wieder selbst hinterfragt haben. In seinen Bildern begibt er sich häufig auf die Suche nach seinem Wesen als Künstler und Mensch. Das erste gemalte Selbstbildnis entsteht bereits 1897 mit dreizehn Jahren, und 1907 hat sich Beckmann in dem symbolistischen Gemälde „Die Schlacht“, einer kämpferischen Ansammlung nackter Menschenleiber, selbst dargestellt und damit in das große Thema des in der Katastrophe leidenden Menschen eingereiht. Aber auch die Personen, die ihm nahe stehen und seinen Lebensweg prägen, treten stets in seiner Kunst auf. Neben den klassischen Typen von Einzel-, Doppel- und Gruppenporträts versteckt Beckmann diese Bildnisse auch in seinen allegorischen Werken. Somit verortet er das allgemein gültige menschliche Geworfensein zwischen Leben und Tod in seiner eigenen Existenz. Den inneren Drang zum Portrait drückt Beckmann in dem humorvollen Zitat aus: „Ja, ja, ihr seid ja alle Gespenster um mich herum, da muss ich euch dann eben malen, damit ihr Wirklichkeit werdet.“ ...mehr

Eine schöne Rückkehr: Der jetzige Leiter der Chinati Foundation in Texas, Thomas Kellein, kuratiert die Ausstellung „Picasso 1905 in Paris“ in der Kunsthalle Bielefeld, seiner ehemaligen Wirkungsstätte

Befreiungsschlag vom Trübsalblasen


Es ist bereits die fünfte Schau, die die Kunsthalle Bielefeld dem spanisch-französischen Künstler Pablo Picasso widmet: Nach den „Todesthemen“ 1984, „Picassos Klassizismus“ 1988, „Picassos Surrealismus“ 1991 und den „Letzten Bildern“ 1993 nimmt die derzeitige Ausstellung das Schalt- und Wendejahr 1905 im Werk des Künstlers in den Blick. Genau genommen weilte Picasso zum vierten Mal in seinem Leben seit dem Frühjahr 1904 in Paris. Hier geriet er in das Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne, Salon und Varieté, als Neoimpressionisten, Maler der Art Nouveau und Fauvisten um neue Ausdrucksformen und die künstlerische Vorherrschaft in der französischen Hauptstadt rangen. Die Idee zu dem Projekt geht noch auf Thomas Kellein zurück, von 1996 bis Ende 2010 Direktor der Kunsthalle Bielefeld und seither Leiter der Chinati Foundation im texanischen Marfa. Für „Picasso 1905 in Paris“ kehrte der erfolgreiche und renommierte Museumsmann kuratorisch also noch einmal an seine alte Wirkungsstätte zurück. ...mehr

Was ist und war die deutsch-polnische Beziehung für uns und die Polen? Dieser Frage geht die Ausstellung „Tür an Tür“ im Berliner Martin-Gropius-Bau nach

Polen! Das Blut zittert mir in den Adern


Jan Matejko, Preußische Huldigung, 1882

Ein kalter Schauder durchdringt den Körper in der Rauminstallation „Kühlschrank“ von Gregor Schneider. Der eigens angefertigte weiße Kubus des rheinischen Bildhauers bildet den Abschluss der Ausstellung „Tür an Tür. Polen – Deutschland. 1000 Jahre Kunst und Geschichte“ im Berliner Martin-Gropius-Bau. Wer das Kühlhaus durch eine schwere Tür betritt, sieht Wände voller „Kampfspuren“ – angekratzt und abgeschabt. Bei deutlichen Minusgraden sind die Symbole der beiden Staaten, der polnische und deutsche Adler aus Styropor, in einer Ecke zusammengerückt. Will das Kühlhaus ein letztes Mal auf das angeblich vollkommen unterkühlte Verhältnis zwischen den beiden Ländern aufmerksam machen? Der Besucher verlässt dann jedenfalls den Gropiusbau auftauend in die Wärme. ...mehr

Zivilcourage im Dritten Reich: Die Hamburger Kunsthalle erinnert an den Hausmeister Wilhelm Werner, der wichtige Werke der Avantgarde in seiner Wohnung versteckte

Strategien eines Hausmeisters


Vier Jahre ist es her, da sorgte eine kleine Ausstellung im Frankfurter Portikus für Aufmerksamkeit. Unter dem Titel „Sammlung Rausch“ wurde dort die Sammlung von Hartmut Rausch gezeigt, der während seiner Tätigkeit als Hausmeister der Frankfurter Städelschule rund 100 zeitgenössische Werke zusammengetragen und in seiner Dienstwohnung aufgehängt hatte – von Professoren wie Per Kirkeby, Thomas Bayrle oder Ayse Erkmen etwa oder von Studenten, die im Laufe der Jahre zu Berühmtheiten und Kunstmarktgrößen avanciert waren, darunter Tomás Saraceno, Sergej Jensen und Thomas Zipp. ...mehr

Die Alte Pinakothek in München rückt zum ersten Mal außerhalb Italiens das Werk des Leonardo-Zeitgenossen Pietro Perugino ins rechte Licht und feiert ihn mit Leihgaben aus dem Louvre, aus der Eremitage und aus dem Nationalmuseum Stockholm als „Meister Raffaels“

Stille Madonnen, sanfte Landschaften


Perugino, Maria mit Kind, Johannesknaben und Engel (Madonna del Sacco), um 1495/1500

Die Geschichtsschreibung ist nicht immer gerecht. Um 1500 wurde der Maler Pietro Perugino als der beste seiner Zeit gefeiert. Jahrhunderte später galt er nur noch als Lehrer des großen Raffael. Dass er zusammen mit Leonardo da Vinci und Sandro Botticelli zu den Wegbereitern der klaren und deliziösen Malerei der Hochrenaissance gehörte, dass er von Päpsten, Fürsten und Patriziern als Fresken- und Porträtmaler umworben wurde und dass er gar an einem Jahrhundertauftrag wie der Ausmalung der „Sixtinischen Kapelle“ in Rom beteiligt war, schien wie ausradiert aus den Annalen der Kunstgeschichte. Erst im 19ten Jahrhundert sah man die Porträts und Altarbilder des Meisters aus Perugia in neuem Licht. Und erst jetzt ist das vor Schönheit und sinnlicher Stimmung blendende Werk erstmals in einer Ausstellung außerhalb Italiens zu sehen. ...mehr

Eine groß angelegte Überblicksausstellung im Düsseldorfer Museum Kunst Palast stellt die dortige Malerschule als internationales Kunstzentrum und Künstlertreffpunkt des 19ten Jahrhunderts vor

Schwergewichte pompöser Erzählmalerei


Eduard Julius Friedrich Bendemann, Gefangene Juden in Babylon, 1832

Lange scheint es her. Wir schreiben das Jahr 1979, und im damaligen städtischen Kunstmuseum zu Düsseldorf stellt eine 270 Exponate umfassende Ausstellung „Die Düsseldorfer Malerschule“ vor. Der Verfasser dieser Zeilen, damals noch Gymnasiast, erinnert sich schwach, wie er seinerzeit mit den Eltern eine schier endlose Enfilade von Kabinetten abschritt, in denen dicht an dicht überwiegend großformatige, düstere Gemälde mit förmlich-erstarrten Motiven vom Wirtshausleben über aufgebauscht romantisierte Landschaften bis hin zu religiösen Bildnissen hingen. Er konnte noch wenig Ertragreiches von der Schau mitnehmen, und seine Erleichterung war spürbar, als draußen wieder frische Luft um die Nase wehte. Auch heute, nach 32 Jahren, werden die meisten Besucher aufatmen, wenn sie die fulminante, auf 444 Werke von rund 230 Künstlern erweiterte und auf die internationale Wirkungsgeschichte der Bewegung fokussierte Neuauflage im nun umbenannten Museum Kunst Palast verlassen. ...mehr

Das Bucerius Kunst Forum in Hamburg präsentiert nach einem erfolgreichen Jahr ein spannendes Ausstellungsprogramm für 2012 und 2013

Mit frischem Rückenwind


Volles Haus: Mehr als 250.000 Besucher kamen 2011 in das Bucerius Kunst Forum am Hamburger Rathausmarkt. Für sprudelnde Einnahmen sorgten vor allem die beiden Ausstellungen William Turner mit 112.000 Besuchern und Gerhard Richter mit 82.500 Besuchern. Damit sei das Experiment gelungen, mit Gerhard Richter erstmals einen zeitgenössischen Künstler zu präsentieren, erläutert Geschäftsführer Andreas Hoffmann. Das Bucerius Kunst Forum sieht sich offenbar ermutigt, in diese Richtung weiterzuarbeiten. Das Programm für 2012 und 2013 jedenfalls hat sich erheblich verjüngt. Man setzt auf ein eher modernes Programm und interessante Fragestellungen. ...mehr

Endlich widmet sich ein österreichisches Museum Curt Stenvert. Das Belvedere in Wien richtet dem Objektkünstler, Regisseur und gesellschaftspolitisch denkenden Menschen die zweite Museumspersonale in seiner Heimat aus

Politischer Neodadapop


Curt Stenvert nimmt mit seinem Schaffen als bildender Künstler, Filmemacher und Autor zahlreicher Texte, einen festen Platz in der österreichischen Kunstgeschichte des zwanzigsten Jahrhunderts ein. Doch obwohl er Österreich 1966 bei der Biennale in Venedig vertrat und 1962 bei den Filmfestspielen in Berlin für seinen Experimentalfilm „Venedig“ mit dem Silbernen Bären ausgezeichnet wurde, ist er fast gänzlich in Vergessenheit geraten. Das Wiener Belvedere unternimmt derzeit den ambitionierten Versuch, das vielfältige Schaffen des Künstlers im Dialog mit Werken von Künstlerkollegen zu präsentieren. ...mehr

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