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Am 01.12.2017 Auktion 1099: Moderne Kunst

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Töchterchen Marion mit Katze, 1898 / Franz von Lenbach

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Römerin mit Lorbeerkranz / Franz von  Stuck

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Blumenstrauß mit Plastik vor Fenster, 1925 / Ernst Ludwig Kirchner

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© Galerie Neher - Essen


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AktuellAktuell:Museumsausstellung

Vor 300 Jahren wurde Johann Joachim Winckelmann geboren. Er gilt als Begründer der wissenschaftlichen Kunstgeschichte und Archäologie. In Weimar würdigt nun eine informative Schau sein Lebenswerk

Wechselspiele zwischen Moderne und Antike


Nach Überwindung der dreiläufigen Prachtstiege im Neuen Museum in Weimar steht der Besucher vor einem bemerkenswerten künstlerischen Arrangement aus zwei gleichgroßen Marmorbüsten. Links steht Apoll mit anmutigem Profil aus vollen Lippen, kräftigem Hals und wallender Haarpracht. In glattem Weiß strahlend, himmelt gegenüber das stilisierte Jünglingsgesicht des Künstlers den Gott der Künste an. Mit geschlossenen Augen und zugespitzten Mund setzt der moderne Schöngeist verzaubert zum Liebeskuss an. „Self-Portrait as Apoll del Belvedere’s Lover“, so der Titel der programmatischen Plastik des Italieners Francesco Vezzoli, animiert den Betrachter zum gedankenvollen Wechselspiel zwischen Alt und Neu, Vergangenheit und Gegenwart. Keck herausfordernd ironisiert der 1971 geborene Künstler das scheinbar unstillbare Begehren, sich schöpferisch wie heroisierend mit klassischen Vorbildern anzubandeln. Es geht um antike Kunst als normatives Ideal, um die Frage, wie modern die Antike und wie antik die Moderne ist. ...mehr

Mittels Maßstabsverschiebungen und monochromer Oberflächen lässt der belgische Multimedia-Künstler Hans Op de Beeck Vertrautes unvertraut und geheimnisvoll erscheinen. Das Kunstmuseum Wolfsburg zeigt jetzt die erste umfassende Retrospektive seines Werkes

Meister der Perspektivwechsel


Wir befinden uns im Haus eines exaltierten, womöglich eher neureichen Kunstsammlers: Übervolle Bücherregale, Skulpturen, Vitrinen und Pfauen gruppieren sich um einen den Raum dominierenden Seerosenteich. Skulpturen von barbusigen Frauen und knabenhaften Jünglingen, ein Konzertflügel, ein Chippendale-Sofa mit Beistelltisch, leere Weinflaschen und etliche andere narrativ aufgeladene Details lassen die Szenerie eher eklektisch als geschmackssicher wirken. Alles ist in ein vereinheitlichendes Grau getaucht. Für Farbtupfer sorgen lediglich die Besucher. „The Collector’s House“ lautet der Titel dieser Installation. Tritt man hinaus auf die Terrasse, bietet sich ein extremes Kontrastprogramm. Der Betrachter blickt auf eine ganz in Schwarz gehaltene, nächtliche Industriestadt. Fahles Licht. Oberirdische Stromleitungen. Es stehen Müllcontainer herum, hier und da glüht ein kleines Feuer in einem ausrangierten Ölfass. Im Zentrum des Gassengewirrs plätschert ein echter Springbrunnen. Eine Treppe führt hinab in diese dystopisch aufgeladene Unterwelt. ...mehr

Mit neuen Forschungsergebnissen wirft das Düsseldorfer Museum Kunst Palast einen aktuellen Blick auf Schaffen Lucas Cranachs

Der Medienstratege Luthers


Lucas Cranach d.Ä., Bildnis einer jungen Frau, 1526

Lucas Cranach d.Ä. zählt neben Albrecht Dürer zu den erfolgreichsten deutschen Malern der Renaissance. Wiederholt waren ihm und seiner von geschäftiger Produktion gekennzeichneten Bildermanufaktur in den vergangenen Jahren Ausstellungsprojekte gewidmet, allen voran 2010 die große Retrospektive im Brüsseler Bozar oder 2015 die erste umfassende Schau zu Lucas Cranach d.J. in Wittenberg. Seit 2009 widmet sich das vom Museum Kunst Palast in Düsseldorf gemeinsam mit der Technischen Hochschule Köln initiierte Projekt „Cranach Digital Archive“, abgekürzt „cda“, der Erforschung des weltweit verstreuten Œuvres, der detaillierten Analyse und digitalen Erfassung der einzelnen Werke. Von den rund 5000 Gemälden, die die betriebsame Werkstatt wohl verlassen haben dürften, konnten bislang über 1500 Gemälde erfasst werden. ...mehr

Mode im barocken Winterpalais: das Belvedere präsentiert in Wien eine Ausstellung zum Vulgären, die das Sinnliche und Unangepasste feiert

Schlechter Geschmack ist letztendlich Einstellungssache


Als das Modehaus Saint Laurent unlängst mit einer Plakatserie auftrat, die sehr dünne junge Frauen in erniedrigenden Posen zeigte, war der Aufschrei von Privatleuten und Verbänden groß. Die Werbeaufsicht reagierte, und eine Jury kam zu dem Schluss, dass die Kampagne sexistisch sei und berufsständische Regeln verletze. Die Plakate mussten entfernt werden. Während die Konkurrenz, wie die Modemarke Dior, ihre Models zuletzt als kämpferische und selbstbewusste Frauen auf dem Laufsteg präsentierte, musste sich die Skandalwerbung den Vorwurf der Vulgarität gefallen lassen. Dabei war jedem klar, dass die schrille Provokation einzig auf größtmöglichen Werbeeffekt zielte. ...mehr

Die Fondation Beyeler in Riehen bei Basel feiert ihre Eröffnung vor zwei Jahrzehnten mit einer Ausstellung zu Claude Monet

Lichtzauber zum 20. Geburtstag


Viele Kunstliebhaber kehren immer wieder an den magischen Ort zurück, der ihrer Ansicht nach wie kein zweiter im deutschsprachigen Raum alle Sinne anspricht und die Wahrnehmung schärft. Am 18. Oktober 1997 war es soweit. Das neue Museum für die Kollektion des Baseler Kunsthändlers Ernst Beyeler und seiner Frau Hildy öffnete die Tore. Renzo Piano schmiegte die zeitlose Architektur des eingeschossigen Hauses formgewandt in die Natur. Statt eines klassischen Kunsttempels mit Prachttreppe, Kuppel und unnahbarer Festlichkeit kommt der in den Park auslaufende Bau den Besuchern mit seinen vorgestellten Pfeilern und Mauerzügen quasi entgegen. Ebenerdig disponierte, tageslichthelle Säle mit knarrenden Parkettböden und klaren Proportionen gehorchen einem ausgeglichenen Rhythmus. Große raumhohe Fenster inszenieren ein perfektes Zusammenspiel von Innen und Außen, Kunst und Natur, wie es im großen „Monet-Saal“ an der Südfront in idealer Weise zum Tragen kommt. Dieser Platz ist normalerweise Claude Monets Triptychon „Der Seerosenweiher” vorbehalten. Von den drei insgesamt neun Meter langen Paneelen gleitet der Blick nach außen auf den Seerosenteich im Park, dessen spiegelnde Oberfläche die große Fensterfront auf die Saalwände wirft und so den Farbklang des Gemäldes fortzusetzen scheint. ...mehr

Perücke, Burka, Ordenstracht: In der Ausstellung „Cherchez la femme“ untersucht das Jüdische Museum Berlin jetzt Geschichte und Gegenwart weiblicher Verschleierung

Frauen, die ihr Haar bedecken


Der „Burkini-Krieg“, der im vergangenen Sommer an den südfranzösischen Stränden ausbrach, brachte ein Thema von großer gesellschaftlicher Sprengkraft schlagartig in die Öffentlichkeit. Auch wenn die französischen Gerichte das zeitweise Verbot der Ganzkörperbadeanzüge schnell wieder aufhoben, so ist doch Woche für Woche von Kopftuchverboten, Burka-Erlassen oder anderen Einschränkungen der Vollverschleierungen in Europa zu lesen. Zuletzt sorgte ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs, das das Kopftuchverbot in Firmen rechtfertigte, für Furore. Und gerade diese Woche hat die österreichische Regierung ein Vollverschleierungsverbot beschlossen, das bei Zuwiderhandlung eine Geldstrafe von 150 Euro vorsieht. ...mehr

Imperfekte Texturen statt glatt polierter Oberflächen: Die Städtische Galerie Wolfsburg zeigt jetzt erstmals in einem deutschen Museum eine Einzelausstellung der in New York lebenden koreanischen Fotokünstlerin Jungjin Lee

Die gebrochene Schönheit des Unvollkommenen


Die an einer Hauswand angebrachte Uhr zeigt 8:44 Uhr und 34 Sekunden. Aber vielleicht stimmt das auch gar nicht, und sie ist nur irgendwann genau um diese Zeit stehengeblieben. Gestern, vor ein paar Wochen oder auch schon vor einigen Jahren. Im Werk der 1961 in Korea geborenen, heute in New York lebenden Fotokünstlerin Jungjin Lee geht es nicht so sehr um flüchtige Momentaufnahmen und das Einfangen des „entscheidenden Augenblicks“, sondern vielmehr um das Festhalten von überzeitlichen Stimmungen. Lee betreibt eine poetische und metaphorisch aufgeladene Art der Fotografie jenseits aller situativen Aufgeregtheiten der Reportagefotografie und strengen Dogmen der Konzeptfotografie. Entschleunigung statt Narration. ...mehr

200 Jahre für die Kunst: Der Kunstverein in Hamburg läutet mit der Ausstellung „The History Show“ sein umfangreiches Jubiläumsprogramm ein

Geschichte wird gemacht


„The History Show“ im Kunstverein in Hamburg´, 2017

Es muss eine illustre Runde von honorigen Hanseaten gewesen sein, die sich da ab 1817 regelmäßig im Haus des Bleideckermeisters David Christopher Mettlerkamp traf, um gemeinsam Kunstwerke zu betrachten und ästhetische Fragen zu diskutieren. Mettlerkamp war nicht irgendwer in Hamburg. Als Offizier hatte er erfolgreich an der Vertreibung der napoleonischen Besatzungstruppen aus der Hansestadt mitgewirkt, und als wohlsituierter Unternehmer war er Pionier in der Herstellung von Blitzableitern. Erweitert wurde der kunstinteressierte Kreis um andere Hamburger Bürger, darunter den Architekten Alexis de Chateauneuf und den Diplomaten Karl Sieveking. 1822 war es dann so weit: Die Zahl der Teilnehmer war jetzt so stark angewachsen, dass man sich fortan in den Räumen des Kunsthändlers Ernst Georg Harzen traf und ganz offiziell einen Kunstverein gründete. ...mehr

Fred-Thieler-Preis für Malerei 2017: Die Schweizer Malerin Christine Streuli zeigt in der Berlinischen Galerie neue Gemälde und ältere, nie zuvor ausgestellte Arbeiten auf Papier

Malerei als kalkulierter Zufall


in der Ausstellung „Christine Streuli. Fred-Thieler-Preis für Malerei 2017“

Die in Berlin lebende Schweizer Künstlerin Christine Streuli, Jahrgang 1975, erhielt jetzt den mit 10.000 Euro dotierten Fred-Thieler-Preis für Malerei 2017. Mit dem Preis verbunden ist eine Einzelausstellung in der Berlinischen Galerie, die am Freitagabend eröffnet wurde. Die Laudatio hielt Tobia Bezzola, der ebenfalls aus der Schweiz stammende Direktor des Museums Folkwang in Essen, der mit dem Werk der Künstlerin bestens vertraut ist. Er arbeitete Verwandtschaften, aber auch entscheidende Unterschiede zwischen der spontan-gestischen Malerei des Preisstifters und Vertreters des deutschen Informel Fred Thieler und der wohlkalkuliert-abstrakten, auf vorgefundenen Patterns basierenden Malerei Streulis heraus. ...mehr

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