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Blumenstrauß mit Plastik vor Fenster, 1925 / Ernst Ludwig Kirchner

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Leda mit dem Schwan / Eduard Veith

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Ohne Titel, 2013 / Heinz Mack

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AktuellAktuell:Museumsausstellung

„Rasterfahndung“ im Kunstmuseum Stuttgart

Keine Ausraster, bitte!


Es rastert ganz schön dieser Wochen im Kunstmuseum Stuttgart: Mächtig ins Zeug gelegt hat sich das Haus am Schlossplatz für seine Ausstellung „Rasterfahndung. Das Raster in der Kunst nach 1945“ und die fast 150 Exponate im Erd- und im Untergeschoss nicht nur aus dem eigenen Bestand sowie Sammlungen anderer Museen zusammengetragen, sondern auch Galerien, zahlreiche Privatsammler und die Künstler selbst als Leihgeber gewinnen können. Neben der obligatorischen Flachware von Malerei und Grafik sind Räume füllende Installationen zu sehen. Katharina Hinsberg beispielsweise, Jahrgang 1967 und Absolventin der Kunstakademien in München und Dresden, hat eigens für die Ausstellung eine Unzahl von Schnüren mit roten Kugeln in regelmäßigen Abständen an die Decke gehängt. Der Besucher bewegt sich zwischen diesen Seilen, permanent neue Konstellationen wahrnehmend und durchaus fasziniert vom Erlebnis der Mathematik, das ihm hier geboten wird. ...mehr

Zu schön, um wahr zu sein: Der New Yorker Starfotograf Albert Watson fotografierte im Auftrag der Initiative „Cotton made in Africa“ Baumwollbauern in Benin. Seine Bilder sind jetzt im Rahmen einer großen Werkschau in den Hamburger Deichtorhallen zu sehen

Jenseits von Afrika


Er machte mit seinen Aufnahmen die Sängerin Sade weltberühmt. Er brachte Alfred Hitchcock dazu, für das Cover der Weihnachtsausgabe von „Harper’s Bazaar“ mit einer frisch gerupften Gans in der Hand zu posieren. Mit über 100 Titelbildern für die „Vogue“ sowie zahlreichen Werbekampagnen für Modelabels und außergewöhnliche Fashion-Strecken gilt er als einer der gefragtesten Mode- und Magazinfotografen der heutigen Zeit. Außerdem hat er bei zahlreichen Musikvideos Regie geführt. Der 70jährige in Schottland geborene, seit 1976 in New York lebende Albert Watson hat mit seinem grafischen, auf klare Kontraste setzenden Stil Maßstäbe in der angewandten Fotografie gesetzt. ...mehr

Ulrike Ottinger und Pawel Althamer in der Sammlung Goetz München

Welttheater


Welten treffen aufeinander im „Base 103“, dem Ausstellungsbereich im Untergeschoss der Münchner Sammlung Goetz. Zahlreiche ferne Länder vor allem im mittel- und ostasiatischen Raum hat Ulrike Ottinger in den vergangenen drei Jahrzehnten bereist und in ihr künstlerisches Schaffen einbezogen, gar den ersten großen Spielfilm der Mongolei gedreht, „Johanna d’Arc of Mongolia“, 1989 auf den Berliner Filmfestspielen uraufgeführt. Experimentell, fantasievoll und hochassoziativ, aber auch sperrig und undurchdringlich wie die meisten ihrer Filme ist auch dieses Projekt und voller wunderschöner, poetischer Bildertableaus. Einige davon stehen als Fotografien für sich und hängen in einem Nebenraum des Base 103. Nicht weniger als sieben große Filmcollagen aber nehmen den Hauptraum ein, und sie geben einen ebenso beeindruckenden wie bestrickenden Einblick in das Schaffen der ungewöhnlichen Künstlerin. ...mehr

Das August Macke Haus in Bonn würdigt den Expressionisten Hermann Stenner

Jähes Ende einer hoffnungsvollen Karriere


Hermann Stenner, Zwei Figuren am Strand, 1913

Unter außergewöhnlich begabten Künstlern gibt es einige, deren rasanter Karrierestart durch den Lauf der Zeit abgemildert oder gar abrupt beendet wird. Der rheinische Expressionist August Macke zählt zu den bekanntesten dieser Gruppe, war er doch beim Soldatentod 1914 auf den Schlachtfeldern des Ernsten Weltkriegs gerade einmal 27 Jahre alt. Jetzt sind in seinem ehemaligen Bonner Domizil rund 60 kleinformatige Aquarelle, Zeichnungen und einige Ölgemälde seines Künstlerkollegen Hermann Stenner ausgestellt, dem selbiges Schicksal zuteil wurde: Stenner kam 1891 in Bielefeld zu Welt und starb an der Ostfront in Russland im November bereits 1914 im Alter von nur 23 Jahren. ...mehr

Das Museum moderner Kunst in Wien beleuchtet die Beziehungen zwischen bildender Kunst und Mode im 20sten Jahrhundert

Zum Catwalk ins Museum


„Ist Mode Kunst?“ Beim Anblick von Elsa Schiaparellis „Skelett-Kleid“, einer schwarzen, bodenlangen Robe, die mit ihren in den Stoff eingenähten Watteapplikationen die Knochen eines weiblichen Oberkörpers imitiert, wird man die Frage zweifelsohne mit „Ja“ beantworten. Dem mondänen Abendkleid haftet etwas von der Aura eines Kunstwerks an; doch es wurde von der Modeschöpferin ursprünglich einzig zu dem Zweck hergestellt, getragen zu werden. Verändert die Ausstellung im Museum seine Bedeutung? Wer entscheidet, ob es sich bei Mode um Kunst handelt? ...mehr

Ein Jahr nach dem 75. Geburtstag: Das Kunstmuseum Wolfsburg präsentiert die weltweit größte Frank Stella-Retrospektive seit mehr als 15 Jahren

Von der Fläche in den Raum


„Für einen Künstler ist es immer schwierig“, sagt Frank Stella, „Auf der einen Seite willst du das Publikum vor den Kopf stoßen, aber andererseits willst du auch, dass sie beeindruckt von dir sind“. Diesen schwierigen Balanceakt hat der 1936 als Sohn italienischer Vorfahren in Malden, Massachusetts, geborene Maler und Bildhauer in den nunmehr über 50 Jahren seiner künstlerischen Karriere eigentlich immer sehr gut hinbekommen. Stella, dem das Kunstmuseum Wolfsburg jetzt, ein Jahr nach seinem 75. Geburtstag, die seit 15 Jahren weltweit größte Retrospektive ausrichtet, gehört zu den letzten noch lebenden großen amerikanischen Künstlern, deren Werk in der Mitte des 20. Jahrhunderts seinen Ausgangspunkt nahm. ...mehr

Nur noch bis zum nächsten Wochenende läuft die Documenta in Kassel. Wer jetzt noch die Zeit findet, hinzufahren, sollte sich die Highlights der Weltkunstausstellung herauspicken. Wir haben einmal ein voll gepacktes, aber durchaus zu schaffendes Tagespensum zusammengestellt

Documenta im Endspurt


Am 16. September geht die Documenta 13 definitiv zu Ende. Die Weltkunstschau wird dann 100 Tage lang die Stadt Kassel in einen internationalen Parcours der oft ortsspezifischen Installationen, Skulpturen, Videoarbeiten und Performances verwandelt haben. Noch ist also Gelegenheit, sich kurz vor Schluss vom Stand der aktuellen Kunstproduktion zu überzeugen. Allerdings: Es ist eine Documenta der vielen Standorte. Nicht nur die klassischen Ausstellungsorte wie das Fridericianum und die Documenta-Halle werden bespielt. Allein im weitläufigen Auepark hat die künstlerische Leiterin Carolyn Christov-Bakargiev über 30 Arbeiten, viele davon in kleinen Holzpavillons, versammelt. ...mehr

Umsonst und draußen: Auf dem Sockel zwischen Galerie der Gegenwart und Altbau der Hamburger Kunsthalle präsentiert die Künstlergruppe Baltic Raw ihr „Open Museum“

Plattform für Temporäres


Die Hamburger Kunsthalle wirkt von außen betrachtet ziemlich hermetisch. An exponierter Stelle zwischen Bahnschienen und vielbefahrenen Straßen markiert sie selbstbewusst ihr Territorium. Die weithin sichtbare Plattform zwischen der Galerie der Gegenwart im streng kubischen Ungers-Bau und dem Altbau hat jetzt das „Open Museum“ bezogen. Brigitte Kölle, seit dem Frühjahr eine der beiden Co-Direktorinnen der Galerie der Gegenwart, hat die in Hamburg gut vernetzte Künstlergruppe „Baltic Raw“ eingeladen, eine rohe, modulartige Holzarchitektur als temporäres Display für ein dichtes Veranstaltungsprogramm zu errichten. Bis Ende September erwarten den Besucher fast jeden Tag neue Kunstinstallationen, Filme, Talks, Konzerte und Performances. ...mehr

Eine Ausstellung im Mainzer Landesmuseum richtet den Blick auf die Nazarener in ihrer nachrömischen Zeit

Einst geschmäht, doch der Bewunderung wert


Anton Dräger, Heilige Cäcilie, 1823

Schon die Mitwelt ging mit ihnen nicht gerade zimperlich um: Als malende Jesusse, als „Nazarener“, verspottete man die jungen Maler um Friedrich Overbeck, Franz Pforr, der schon 1812 stirbt, Peter Cornelius und Julius Schnorr von Carolsfeld, nachdem sie sich 1810 von der Wiener Akademie aus nach Rom und dort ins leerstehende Kloster San Isidoro begeben hatten. Klassizisten wie Johann Wolfgang von Goethe und Romantiker wie Caspar David Friedrich waren sich in ihrer Ablehnung der Nazarener ziemlich einig. Die Nachwelt schloss sich ihrer harschen Aburteilung zum Teil vorbehaltlos an. „Die Nazarener“, so schrieb Julius Meier-Graefe in seiner bahnbrechenden „Entwicklungsgeschichte der modernen Kunst“, „gehören vielleicht weniger in eine Entwicklungsgeschichte der modernen künstlerischen Werte als in eine Geschichte der modernen Irrtümer“, und in Hans Sedlmayrs kurz nach dem Zweiten Weltkrieg erschienenem Programmbuch „Verlust der Mitte“ kommen die Nazarener, die der „Zerspaltung der Künste“, dem „entfesselten Chaos“ und eben dem „Verlust der Mitte“, die der Autor so heftig beklagte, eigentlich entgegenwirkten, nicht einmal vor. Wenn man davon spricht, dass sie von den nachfolgenden drei bis vier Generationen verlacht wurden, so ist das noch milde ausgedrückt. ...mehr

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