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Am 01.12.2017 110. Auktion: Gemälde Alter und Neuerer Meister - Zeichnungen des 15. - 19. Jahrhunderts

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Töchterchen Marion mit Katze, 1898 / Franz von Lenbach

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Römerin mit Lorbeerkranz / Franz von  Stuck

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Blumenstrauß mit Plastik vor Fenster, 1925 / Ernst Ludwig Kirchner

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© Galerie Neher - Essen


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AktuellAktuell:Museumsausstellung

2018 jährt sich der Tod des Malers Ferdinand Hodler zum 100. Mal. Im Vorgriff auf das Hodler-Jahr in der Schweiz zeigt nun die Bundeskunsthalle in Bonn eine Retrospektive des auch für Deutschland wichtigen Künstlers

Vernetzung als Schlüssel zum Erfolg


Ferdinand Hodler, Auszug der deutschen Studenten in den Freiheitskrieg von 1813, 1908/09

Zwei bereit gelagerte horizontale Streifen beherrschen das monumentale Wandbild. Im unteren Teil sind verschiedene Vorgänge zu sehen, die junge Studenten einer Freiwilligenarmee bei der Mobilmachung beschäftigen: Ganz rechts ruft ein Soldat zum Aufbruch, links steigt einer auf sein Pferd, dazwischen schnürt sich ein Kämpfer den Tornister um, während sich ein vierter einen schwarzen Mantel überstreift. Perspektivisch disparat dazu zeigt sich die obere Ebene eine Kolonne aus stramm in Viererreihen marschierenden Soldaten, die Gewehre streng über die linke Schulter gelegt. Der Maler Ferdinand Hodler fand für die Auftragsarbeit „Auszug der deutschen Studenten in den Freiheitskrieg von 1813“ zu einer überzeugenden bildwirksamen Formel. Hier offenbaren sich Merkmale in Hodlers Kunst: Präzise Wiedergabe beobachteter Details, auf Wiederholung beruhende Schönheit und Harmonie, die er „Parallelismus“ nannte, vereinfachte Strukturen, reduzierte formale Elemente. ...mehr

02.11.2017

Im Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg sind jetzt endlich angemessene Räume für die Fotografie eingerichtet worden. Zum Auftakt beschäftigen sich die beiden Fotografen Jochen Lempert und Peter Piller mit dem Motiv des Vogels

Platz da! Jetzt kommt die Fotografie


in der Ausstellung „Jochen Lempert/Peter Piller: Fotografie neu ordnen: Vögel“

75.000 Exponate umfasst die Fotografiesammlung des Hamburger Museums für Kunst und Gewerbe (MKG). Sie gehört damit zu den wichtigsten musealen Beständen dieses Mediums in Deutschland. Ein Schatz, der allerdings lange Zeit ein Nischendasein fristete und erst in den vergangenen Jahren nach und nach gehoben wurde. Esther Ruelfs, seit März 2012 Leiterin der Sammlung Fotografie und neue Medien am MKG, hat seit Beginn ihrer Tätigkeit Wert darauf gelegt, die Bestände zu sichten, sie wissenschaftlich und konservatorisch aufzuarbeiten. Im vergangenen Jahr präsentierte sie mit der Übersichtsausstellung „ReVision“, zu der auch ein umfangreicher Sammlungskatalog erschienen ist, erste Ergebnisse der noch längst nicht abgeschlossenen wissenschaftlichen Erschließung der Sammlung. ...mehr

30.10.2017

Kein Anfang und kein Ende: Das Kunstmuseum Wolfsburg widmet sich jetzt in einer ebenso materialreichen wie sehenswerten Ausstellung dem Phänomen des Loops in bildender Kunst, Film, Architektur, Musik, Literatur und Kulturgeschichte

What goes around comes around


Marina Abramovic und Ulay, Breathing in, Breathing out, 1977

Es begegnet uns im Kaufhaus oder im Aufzug, in der Telefonwarteschleife unserer Bank oder unseres Stromversorgers. Die Rede ist von dem neudeutsch als „Loop“ bezeichneten Phänomen der sich ständig wiederholenden Klangabfolge, die beim Zuhören, abhängig vom Rezipienten und seiner jeweiligen Stimmungslage, entweder ein einlullendes Gefühl oder aber wütende Reaktionen hervorruft. Doch Loops, Schleifen oder Endlosbänder gab es schon lange vor der Erfindung funktionaler Soundteppiche, wie sie heute von Unternehmen zur subtilen Manipulation von Kunden und Konsumenten eingesetzt werden. Und es gibt sie keineswegs nur auf der Tonebene sondern – und das seit Jahrtausenden – in nahezu allen kulturellen Bereichen. ...mehr

27.10.2017

Die Fundación Mapfre in Madrid zeigt die weltweit bisher größte Retrospektive des amerikanischen Fotografen Nicholas Nixon. Seine berühmte Langzeitstudie „The Brown Sisters“ darf da natürlich nicht fehlen

Die Oberflächen von Städten und Menschen


Nicholas Nixon, Clementine and Bebe, Cambridge 1986

Man kann sie zweifellos als das berühmteste Schwestern-Quartett der Fotografie-Geschichte bezeichnen: Heather, Mimi, Bebe und Laurie, besser bekannt als „The Brown Sisters“. Was sie so berühmt gemacht hat, ist die Tatsache, dass der amerikanische Fotograf und Ehemann der ältesten Schwester Bebe, Nicholas Nixon, die vier seit 1975 Jahr für Jahr in stets derselben Anordnung fotografiert hat. Von links nach rechts stehen Heather, Mimi, Bebe und Laurie aufgereiht nebeneinander. Ihr Blick ist fast immer direkt in die Kamera gerichtet. Mal umarmen sie sich, mal berühren sie sich an den Händen. Konstant bleibt auch der Umstand, dass die Aufnahmen immer draußen und bei verfügbarem Licht erfolgen. Und – ganz wichtig – alle Aufnahmen sind, wie generell bei Nixon, schwarz-weiß. Entscheidend ist auch die Tatsache, dass die Serie so lange wie möglich fortgesetzt werden soll. „Ich möchte damit weitermachen, so lange ich oder mindestens eine von ihnen noch da sind“, so Nixon. „Ich denke, die Serie impliziert dieses Versprechen. Ich weiß, dass meine Frau Bebe mir da zustimmt. Und ich nehme an, dass die anderen nicht darüber reden möchten.“ ...mehr

25.10.2017

Wuppertal wartet mit einer feinsinnigen Schau zu Edouard Manet auf. Die Relevanz von Politik und Gesellschaft bildet diesmal den Ansatzpunkt

Malerei für Demokraten


Edouard Manet, Die Rennbahn von Longchamp, 1867

Fast hat es den Anschein, man wird überrollt. Aus der Tiefe des Raumes galoppiert die Gruppe der Rennpferde direkt auf den Betrachter zu, der auf dem Rasen des Geläufs steht. Das anfeuernde Publikum drängt sich beiderseits am Rand dicht und sicher hinter Zäunen. Mit kurzen Pinselstrichen schnell skizziert, bilden sich Energiewirbel aus hell flimmernden Farbflecken vor sanftem Hügelland und wolkenverhangenem Himmel. Ausgehend von England entwickelten sich im 18. Jahrhundert Pferderennen zu Leistungsschauen für Zuchtpferde. Auch für den Städter Edouard Manet war der Besuch en vogue und ein willkommenes Motiv. 1867 gestaltete er daraus „Die Rennbahn von Longchamp“. Einige Jahre später, um 1873, hielt er in einem psychologisch aufgeladenen Gemälde zwei zwischen Herren „eingespannte“ Damen bei einer mondänen „Krocketpartie“ fest. Auch dieses neue, von England aufs Festland gelangte Spiel avancierte rasch zum beliebten Freizeitvergnügen. ...mehr

Kunsthalle Mainz geht in ihrer aktuellen Schau Strategien des Entschwindens, der Auflösung und der Transformation nach und hat dafür eine internationale Künstlerschar nach Rheinland-Pfalz geholt

Vom Verschwinden in der Kunst


Pamela Rosenkranz, Aquamarine (Skies Bubble), 2017

Das wäre doch die Sensation schlechthin, eine Einnahmequelle par excellence, die Beseitigung des Hauptumweltproblems: die Verschmutzung unserer Erde durch Plastikmüll. Dieser unglaublichen Aufgabe könnten wir Herr werden, wenn man der Schweizer Künstlerin Pamela Rosenkranz folgt. Seit einigen Jahren arbeitet sie an einer Werkserie, bei der sie das Wasser in Plastikflaschen vermeintlich hochwertiger Wassersorten durch synthetische Flüssigkeiten ersetzt. Pamela Rosenkranz ist eine von elf Künstlerinnen und Künstlern in der Mainzer Kunsthalle, die ihren Beitrag zum Thema „Mit den Händen greifen und doch nicht zu fassen“ geleistet haben. In der Ausstellung präsentiert sie eine Flasche „Evian“, die zähflüssiges, blau pigmentiertes Silikon enthält. ...mehr

Das Museum Pfalzgalerie in Kaiserlautern würdigt derzeit Charles Cecil Pollock und stellt das Schaffen des amerikanischen Farbfeldmalers in der ersten musealen Präsentation in Deutschland vor

Ein großer Name, ein beinahe vergessener Künstler


Charles Pollock, #99, 1968

Die Welt ist nicht immer gerecht, die Kunstwelt schon gar nicht. Kaum irgendwo sonst ist man von Zeitströmungen und Geschmäckern, von Trends und öffentlicher Meinung abhängiger als in der Kunst. Die Mode einmal außen vor gelassen. Charles Cecil Pollock, dem ältesten der fünf Söhne der Familie Pollock, ist es so ergangen, als sein zehn Jahre jüngerer Bruder Jackson eine steile Malerkarriere mit seinen Action Paintings hinlegte. Das Ungerechte daran ist, dass es Charles Pollock war, der seinen Bruder „...mit der Welt der Kunst, der Bilder bekannt gemacht hat“, so Britta Buhlmann, Leiterin des Museums Pfalzgalerie in ihrer Eröffnungsrede. Das Museum in Kaiserslautern hat sich unter Insidern einen Namen als Institution aufgebaut, die mit dem beharrlichen Forschergeist von Britta Buhlmann die zu Unrecht in Vergessenheit geratenen Künstler neu zu präsentieren und so ins Bewusstsein der Kunstgemeinde zurückzubringen weiß. Und jetzt hat sie Charles Pollock aufs Parkett gehoben. ...mehr

Köln eröffnet den Ausstellungsreigen anlässlich der Geburt Tintorettos vor 500 Jahren. Das Wallraf-Richartz-Museum blickt dazu auf das Frühwerk des großen Venezianers und wartet mit Neuzuschreibungen und Entdeckungen auf

Die vielen Hände eines Genies


Jacopo Tintoretto, Liebeslabyrinth, um 1538 und um 1552

Ein anmutiger venezianischer Garten nimmt den Besucher sofort in Beschlag. Etwa von den Inseln Giudecca und St. Giorgio aus sieht er im Hintergrund unter einer Verbindungsbrücke hindurch das Zentrum Venedigs. Inmitten von Teichen, Brücken und Hügeln beherrscht ein leicht in den Vordergrund gerücktes rundes Heckenlabyrinth die Szenerie. Der Maler Jacopo Tintoretto wandelte das antike Motiv des verschlungenen menschlichen Lebenswegs ab und teilte das Labyrinth in der Mitte in zwei Abschnitte. Eine Abkürzung führt in die rechte Hälfte des Mittelkreises, wo man den Tafelnden bloß aufspielen darf. Zum Tisch der Weisheit gelangt man jedoch über den langen Weg durch alle Viertel des Runds. Die jung Vermählten am Eingang lassen vermuten, dass es sich bei dem Bild um ein Hochzeitsgeschenk gehandelt hat. Im Jahr 1538 begonnen und nicht vollendet, erlitt das Gemälde in der Folgezeit Risse und Ausbrüche. Erst um 1552 vollendet es Tintoretto in leuchtenden Farben und mit beigefügten Tieren unter Zuhilfenahme eines Assistenten. ...mehr

Malen als Identitätssuche: Die Hamburger Künstlerin Anita Rée galt in den 1920er Jahren als großes Talent. Nach ihrem Suizid 1933 geriet sie weitgehend in Vergessenheit. Die Hamburger Kunsthalle stellt jetzt das sehr persönliche Werk der empfindsamen Avantgardistin in einer großen Retrospektive vor

Bilder einer Getriebenen


Anita Rée, Selbstbildnis, 1930

Die Künstlerin Anita Rée muss im Hamburg des frühen 20. Jahrhunderts eine besondere Erscheinung gewesen sein. Zeitgenossen beschreiben ihr „wundersames, überaus ernstes und echtes Wesen“, dazu ihr „scharf geschnittenes Gesicht“ und ihr „rabenschwarzes Haar“. Geboren wurde sie 1885 als Tochter eines gut situierten Hamburger Kaufmanns jüdischen Glaubens und seiner aus Venezuela stammenden katholischen Frau. Die Familie war Teil der Hamburger Gesellschaft. Anita und ihre Schwester wurden protestantisch getauft und konfirmiert. Die künstlerischen Ambitionen ihrer Tochter stießen bei den bürgerlichen Eltern allerdings nicht unbedingt auf Begeisterung. ...mehr

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