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Blumenstrauß mit Plastik vor Fenster, 1925 / Ernst Ludwig Kirchner

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© Galerie Neher - Essen


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Leda mit dem Schwan / Eduard Veith

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Ohne Titel, 2013 / Heinz Mack

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© Galerie Neher - Essen


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AktuellAktuell:Museumsausstellung

Ekstatische Liebe als Lebensthema: Die Berlinische Galerie zeigt unter dem Titel „This Sweetness Outside of Time“ eine groß angelegte Retrospektive zum Werk der in Berlin lebenden Amerikanerin Dorothy Iannone

Die Grande Dame der erotischen Grenzüberschreitung


Auf den farbintensiven Bildern, Objekten, Film- und Videoarbeiten der 1933 in Boston geborenen und seit 1976 in Berlin lebenden US-amerikanischen Künstlerin Dorothy Iannone erkennt man sofort, was Sache ist: Frauen und Männer beim Sex, beim unbefangenen Spiel mit den Genitalien, beim Ausprobieren kurioser Posen. Das alles gemalt von einer stets elegant gekleideten, weit gereisten und hoch gebildeten Dame, die man auf den ersten Blick eher für eine Universitätsprofessorin als für eine enthemmte Femme fatale halten würde. ...mehr

Große Bühne für Karl Lagerfeld: Das Essener Museum Folkwang überlässt dem Modemacher und seinen Getreuen das Feld – und verzichtet dabei vollkommen auf kuratorische Deutungshoheit

Ein Tausendsassa im Überforderungsstrudel


Nichts gegen Karl Lagerfeld. Der ist originell, mit einer derart unverblümten Arroganz ausgestattet, dass man ihn dafür schon wieder mögen muss, und ganz sicher ein mehr als nur passabler Modemacher. Seine Entwürfe für Chanel, Fendi und seine diversen eigenen Labels werden weltweit gefeiert – und gekauft. Außerdem repräsentiert Lagerfeld für viele Deutsche eine Art Projektionsfläche. Seht her, das ist einer von uns, der es in Paris geschafft hat! Ein über alle Zweifel erhabenes Universalgenie, das gleichzeitig geniale Mode und Gebrauchsgegenstände entwerfen, begnadet zeichnen, göttlich fotografieren, mit untrüglichem Kennerblick Kunst sammeln, spektakuläre Modenschauen inszenieren, mythologische und literarische Vorlagen in kongeniale Fotobücher und gigantische Siebdrucke umsetzen kann, ist er jedoch nicht. ...mehr

In Karlsruhe gewährt das Institut für Auslandsbeziehungen erstmals Einblicke in seine umfangreiche Sammlung

Hauptwege und Nebenwege der deutschen Kunst


„Was wächst, macht keinen Lärm“. Diese Redensart mag das auf den Punkt bringen, was vielen Ausstellungsbesuchern beim Besuch der Karlsruher Ausstellung des Institut für Auslandsbeziehungen in den Sinn kommt. Im Schatten medial teils lautstark kommunizierter Kunstankäufe wichtiger öffentlicher Einrichtungen und Privatkollektionen etablierte sich in Etappen eine Sammlung deutscher Kunst, die im Inland weithin unbekannt ist, sich in anderen Staaten aber veritabler Reputation erfreut. Stringent entwickelt das Institut für Auslandsbeziehungen seit sechzig Jahren Ausstellungen; seit vierzig Jahren erwirbt es dazu Kunstwerke zeitgenössischer bildender Künstler. Oft direkt aus den Ateliers angekauft, sollen sie ein zeitgemäßes Deutschland-Bild im Ausland über das Medium aktueller Kunst transportieren. Auf diese Weise gelangte die stolze Zahl von über 23.000 Werken von rund 2.000 Künstlern in den Besitz des Instituts. ...mehr

In Deutschland noch zu entdecken: Die Hamburger Kunsthalle zeigt in einer Retrospektive das feinsinnige Werk der aus Hamburg stammenden, vor den Nazis nach Südamerika geflohenen Künstlerin Gego

Spiel mit Licht und Schatten


Gertrud Goldschmidt, Gego, während des Aufbaus einer Reticulárea

Ihr Spitzname Gego, der später ihr Künstlername werden sollte, stammte aus ihrer Kindheit in Hamburg. Zusammen mit ihrer Schwester spielte die jüdische Bankierstochter Gertrud Goldschmidt (1912-1994) mit dieser Abkürzung ihres Namens. Als letztes Mitglied ihrer Familie verließ die ausgebildete Architektin 1939 Nazi-Deutschland. Sie konnte zu Verwandten nach Caracas in Venezuela fliehen. Vorher löste sie noch die elterliche Villa auf und warf die Schlüssel in die Alster. In Südamerika, sie war bereits 41 Jahre alt, begann dann Gegos Karriere als Künstlerin. Die Hamburger Kunsthalle zeigt jetzt unter dem Titel „Line as Object“ die mit rund 120 Arbeiten bestückte, erste große Retrospektive in Deutschland mit vielen fragilen Leihgaben aus großen Museen. ...mehr

Zeichnungen schweben frei im Raum: Die Ausstellung „The Circle Walked Casually“ in der Deutsche Bank Kunsthalle in Berlin kommt als assoziativer Bilderfluss daher

Völlig losgelöst


in der Ausstellung „The Circle Walked Casually“

Mit Unternehmenssammlungen ist es immer so eine Sache. Entweder sie führen ein verborgenes Dasein hinter den verschlossenen Türen eines Großkonzerns, oder aber sie werden landauf, landab herumgereicht und erfüllen im schlimmsten Falle den Zweck eines reinen Marketinginstruments. Bei der Deutschen Bank hat man sich nun offenbar für einen anderen Weg entschieden. Nachdem die 15 Jahre lang bestehende Kooperation mit der New Yorker Guggenheim Stiftung 2012 von den Amerikanern aufgekündigt worden war, firmiert das Deutsche Guggenheim Museum in Berlin Mitte seit April 2013 als Deutsche Bank Kunsthalle. In Zukunft sollen hier neben Wechselausstellungen zur zeitgenössischen Kunst immer wieder auch Werke aus der eigenen Sammlung gezeigt werden. Die gehört mit rund 60.000 Positionen, überwiegend Arbeiten auf Papier und Fotografie, weltweit zu den größten Unternehmenssammlungen. Internationale Kuratoren sollen nun von Zeit zu Zeit einen Blick auf die Bestände werfen und diese in einer subjektiven Auswahl in den Berliner Räumen präsentieren. ...mehr

Gute Aussichten 2013/14: Bereits zum zehnten Mal präsentieren die Hamburger Deichtorhallen jetzt prämierte Nachwuchsfotografen aus deutschen Kunst- und Medienhochschulen

Die Gegenwart fest im Blick


Ein kleines Jubiläum: Seit zehn Jahren gibt es jetzt den Fotografiewettbewerb „Gute Aussichten“, der die neuesten Trends in der jungen deutschen Fotografie aufspürt. Dafür werden jedes Jahr verschiedene Hochschulen aufgefordert, vielversprechende Nachwuchsfotografen zu nominieren. Eine siebenköpfige Fachjury wählte dann aus 100 Bewerbungen von 33 Kunst- und Fachhochschulen neun Preisträger aus, die jetzt in den Hamburger Deichtorhallen präsentiert werden. Die Kunstwissenschaftlerin Josefine Raab, die den Wettbewerb gemeinsam mit dem Autor Stefan Becht initiiert hat, ist zufrieden mit der Entwicklung: „‚Gute Aussichten’ ist eine Idee, eine Geisteshaltung, eine Philosophie, die sich in den letzten zehn Jahren immer weiter entwickelt hat.“ ...mehr

Eine Doppelausstellung in Paderborn widmet sich dem Glas-Maler Peter Gallaus

Meister auch in zweiter Reihe


Nicht immer müssen es weltbekannte Künstler sein, um Bedeutendes zu entdecken. Auch in der zweiten und dritten Reihe insbesondere in der Kunst des 20. Jahrhunderts finden sich immer wieder Positionen, die es verdienten, einer breiteren Öffentlichkeit näher vorgestellt zu werden. So ein Künstler ist der schlesisch-westfälische Maler, Grafiker und Glasmaler Peter Gallaus. Anlässlich von dessen hundertstem Geburtstag veranstaltet die Stadt Paderborn derzeit eine umfangreiche Werkschau mit rund hundert Arbeiten aus allen verfügbaren Schaffensphasen und Gattungen, die der Meister bedient hat. Orte der Schau sind die beiden Ausstellungshäuser der Städtischen Galerie Am Abdinghof im Schatten des Paderborner Domes sowie in der Reithalle im Vorort Schloß Neuhaus. Mag man zunächst denken, dass diese Aufspaltung ein wenig übertrieben ist für einen solch wenig bekannten Künstler, der bislang nicht einmal einen Artikel im Internetlexikon „wikipedia“ vorweisen kann. Doch zeigt sich bei der Durchsicht des präsentierten Bestandes rasch, dass dieses Werk doch zu viele Facetten hat, um es mal eben so abhandeln zu können. ...mehr

Das Künstlerhaus ist mehr als nur Wohn- und Arbeitswelt. Es ist ein Gesamtkunstwerk: Phantastisch, spleenig, weltabgewandt, visionär, narzisstisch und exzentrisch. Die Villa Stuck in München beleuchtet in ihrer Ausstellung „Im Tempel des Ich“ diesen Typus anhand von zwanzig außergewöhnlichen Orten

Die Villa Stuck und andere Artgenossen


Sir John Soane’s Museum, London

Es gibt anscheinend keinen besseren Ort, um den Visionen eines Künstlers nachzuspüren, als in seinem selbst erschaffenen Haus. Dort haben sich die Thesen und Theorien, die Fantasien und Konzepte und die große Sehnsucht aller Künstler, der schnöden Wirklichkeit zu entfliehen, in Architektur manifestiert. Eine Welt für sich, in der das Ego der Künstler ganz gewiss keine untergeordnete Rolle spielte. Den Historienmaler Lawrence Alma-Tadema überkam um 1865, nachdem er Pompeji vermessen hatte, das starke Bedürfnis, sein Haus zu entkernen und wie im alten Rom die Räume offen ineinander übergehen zu lassen. Er möblierte sein Haus in einer Mischung aus orientalisch und antik, ganz so wie man es auch auf seinen Gemälden zu sehen bekommt. Das Haus war Statement und natürlich auch Statussymbol, es war Inspiration und Kulisse für die eigenen Bilder, wie man in dem Gemälde „Unter dem Dach des blauen ionischen Wetters“ von 1901 erkennen kann. Die geschwungene, archaische Marmorbank auf diesem Meeresterrassensujet war fester Bestandteil seines Ateliers. ...mehr

Das Wuppertaler Von der Heydt-Museum stellt die Kollektion des französischen Malers Jean-François Gigoux vor

Der unsterbliche Nimbus eines gefügigen Nutznießers


Jean-François Gigoux, Die letzten Augenblicke im Leben von Leonardo da Vinci, 1835

Imperial sind allein die Ausmaße des Gemäldes. Auf fast dreieinhalb mal fünf Metern sind „Die letzten Augenblicke im Leben von Leonardo da Vinci“ beeindruckend wiedergegeben. Der vollbärtige, bleiche Leonardo sinkt vor seiner Bettstatt leicht nach rechts versetzt auf einem Kissen nieder, gestützt vom hoheitsvoll inszenierten König Franz I. und einem Diener. Links vor einer sich öffnenden Galerie steht der Altar. Von hier aus nähert sich ein Priester, flankiert von zwei Kerzen tragenden Ministranten, um dem Heimgehenden das Sterbesakrament zu reichen. Über der Szene hängt die Felsgrottenmadonna Leonardos. Ganz am linken Bildrand nimmt der Maler des Monumentalbildes selbst an dem 300 Jahre vor seiner Zeit zugetragenen, der Legendenbildung Nahrung gebenden Ereignis teil: Jean-François Gigoux. Gleichberechtigt stellt er sich damit in die Reihe großer und anerkannter Historienmaler seiner Zeit. ...mehr

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