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Am 02.12.2017 110. Auktion: Moderne Kunst Teil I und II

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Töchterchen Marion mit Katze, 1898 / Franz von Lenbach

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Römerin mit Lorbeerkranz / Franz von  Stuck

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Blumenstrauß mit Plastik vor Fenster, 1925 / Ernst Ludwig Kirchner

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© Galerie Neher - Essen


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AktuellAktuell:Museumsausstellung

Rebellion aus dem Geist der Einsiedlerhütte. Im Kunstverein in Hamburg nähert sich der kalifornische Künstler und Filmemacher James Benning zwei sehr unterschiedlichen Vertretern der amerikanischen Zivilisationskritik: dem Philosophen Henry David Thoreau und dem als „Unabomber“ bekannten Mathematiker und Terroristen Theodore Kaczynski

Ein Zug wird kommen


Etwas Zeit und Geduld sollte man für den Besuch der Ausstellung „Decoding Fear“ des amerikanischen Experimentalfilmers und Künstlers James Benning, Jahrgang 1942, im Kunstverein in Hamburg schon mitbringen. Rund anderthalb Tage würde es laut Auskunft von Kunstvereinsdirektorin Bettina Steinbrügge dauern, sich alle hier gezeigten Filme in voller Länge anzusehen. Doch das ist gar nicht unbedingt nötig, geht es doch mehr um die ambivalenten Stimmungen, die diese vermitteln. ...mehr

Das Kunstmuseum Mu.ZEE im belgischen Ostende zeigt die letzte von Jan Hoet konzipierte Ausstellung zum Thema Meer. Nach seinem Tod im Februar 2014 ist sie zu einer Ehrerbietung an den Ausstellungsmacher geworden

Segle weiter


Kris Martin, Altar, 2014

Kunstschaffende ließen sich gerne von den permanent wechselnden Stimmungen, tröstlichen Schönheiten und bedrohlichen Unberechenbarkeiten des Meeres anstecken. Aufbegehrende Wellen aus dicken, teils mit dem Spachtel aufgebrachten Farbschichten führen in Gustave Courbets Gemälde „La vague“ die gewaltige Kraft des Wassers vor Augen. Anders arbeitete sich Tim Eitel am Meer ab. Zwischen zwei Pfeilern bewegt sich sein Kanu hinaus über eine Schwelle ins Nirgendwo. Arnold Böcklins Toteninsel kommt in den Sinn. Auch Alex Katz bleibt im Unbestimmten. Auf seinem großformatigen sand- wie sonnengelben Strandbild geistern nichtssagend Asiaten. Bernd Lohaus vereint aufgespültes Holz oder Taue, die er bei Spaziergängen am Ufer der Schelde fand, zu einem Ensemble. Eigentlich haben die Stücke das Leben bereits hinter sich. Jene Elemente, angereichert durch Algen, Seetang und Muscheln stellt Henri Matisse in seinem „Océanie: la mer“ um 1946 scherenschnittartig zusammen. ...mehr

Herumstochern im Nebel der medialen Unschärfe: Die Foto-Institution C/O Berlin zeigt Michelangelo Antonionis Filmklassiker „Blow-Up“ im Kontext der Film-, Fotografie- und Kunstgeschichte

Konfusion in der Dunkelkammer


Fragt man bildende Künstler, insbesondere Fotografen, nach ihrem Lieblingsfilm, so wird überdurchschnittlich oft „Blow-Up“ genannt. Michelangelo Antonionis 1966 gedrehter Film über den hippen Londoner Modefotografen Thomas enthält mehr Erkenntnisse über den Wahrheitsgehalt der Fotografie als manch ein medientheoretischer Essay. Das amerikanische Life-Magazin charakterisierte den Film, der 1967 den Hauptpreis in Cannes gewann, als einen „hypnotischen Blick auf eine wilde Welt“. Darstellerinnen wie Vanessa Redgrave, Jane Birkin oder das Model Veruschka von Lehndorff repräsentieren auch heute noch den Zeitgeist des „Swinging London“. ...mehr

Inspiriert von einem Foto Lucian Freud variiert Jasper Johns das Motiv in unterschiedlichen Medien. Das Ergebnis ist nun im Wiener Belvedere zu sehen

Freud, Deakin, Goya und Bacon


Als Intervention im barocken Kontext zeigt das Obere Belvedere aktuell eine kleine Werkschau von Jasper Johns. Nach Stationen im New Yorker Museum of Modern Art und in der Londoner Courtauld Gallery ist die Ausstellung mit dem Titel „Regrets“ im Wiener Belvedere angekommen. „Regrets“ ist eine der jüngsten Serien des 1930 geborenen US-amerikanischen Künstlers, der Mitte der 1950er Jahre mit seinen Flaggen, Zielscheiben, Zahlen und Landkarten als Wegbereiter der Pop Art Kunstgeschichte schrieb. Angeregt durch ein Fundstück, ein Portraitfoto seines Freundes, des 2011 verstorbenen Malers Lucian Freud, das Jasper Johns im Sommer 2012 in einem Auktionskatalog von Christie’s entdeckte, variierte er das Motiv in verschiedenen Techniken. Bei der Vorlage handelt sich um eine von mehreren Portraitaufnahmen, die der Fotograf John Deakin von Lucian Freud angefertigt hatte. Die Fotos entstanden 1964 im Auftrag von Francis Bacon. ...mehr

Vier Jahre Public-Private-Partnership zwischen den Hamburger Deichtorhallen und der Privatsammlung Falckenberg: Die Ausstellung „Selbstjustiz durch Fehleinkäufe“ zieht jetzt Zwischenbilanz und räumt mit alten Vorurteilen auf

Ideen statt Lärm


Eine schwerbepackte Frau auf dem Heimweg vom Einkaufen. Bis auf eine rote Schärpe ist sie nackt und schaut etwas unzufrieden und melancholisch drein. „Selbstjustiz durch Fehleinkäufe“ lautet der ironische Titel dieses 1984 entstandenen Gemäldes von Martin Kippenberger. Bei der Dargestellten handelt es sich wohl um die Künstlerkollegin Rosemarie Trockel, mit der „Kippy“ damals kurzzeitig liiert war. Doch deren Vorliebe für Discounter-Ware und sein Faible für Kaviar und andere Köstlichkeiten passten wohl nicht so recht zusammen. Man trennte sich wieder, und der Maler verarbeitete die Affäre auf seine Weise. Der Titel darf natürlich auch als kleiner Seitenhieb auf die Fehlgriffe von Kunstsammlern gedeutet werden. ...mehr

Die Kunstschule, an der die russische Avantgarde entstand: Der Martin-Gropius-Bau in Berlin stellt WChUTEMAS vor, das fast vergessene russische Gegenstück zum Bauhaus

Bauhaus auf Russisch


Wladimir Fjodorowitsch Krinski, Experimentell-methodische Studienarbeit zum Thema „Farbe und räumliche Komposition“, 1921

Gegründet wurde sie schon kurz nach der Oktoberrevolution: die Moskauer Kunstschule WChUTEMAS, neben dem Bauhaus die international wohl wichtigste Avantgarde-Schmiede der Moderne. Die „Höheren künstlerisch-technischen Werkstätten“ erfreuten sich von Anfang an großer Beliebtheit. Gleich im ersten Jahr wurden 2.000 Studierende aufgenommen. Voller Tatkraft und Optimismus, vielleicht auch Naivität, machte man sich in der jungen Sowjetunion daran, eine modernere, bessere Gesellschaft aufzubauen. El Lissitzky, Naum Gabo, Wassily Kandinsky, Alexander Rodtschenko, Warwara Stepanowa und Wladimir Tatlin sind lediglich die bekanntesten unter den zahlreichen Künstlern und Architekten, die an insgesamt acht Fakultäten unterrichteten. ...mehr

Christian Höhn hat Bahnhöfe auf fünf Kontinenten fotografiert. Seine Ergebnisse sind nun im Nürnberger DB Museum zu sehen

Bühnen der Ästhetik


Bahnhofsbauten prägen seit Mitte des 19. Jahrhunderts das Erscheinungsbild großer Städte. Mit dem gleichfalls neuen Typ des Warenhauses stiegen sie zu Dominanten der Stadtsilhouetten auf, was bis dahin den Kirchen und Rathäusern vorbehalten war. Bahnhöfen wohnt die Funktion öffentlicher Bühnen inne. Diese optischen Szenerien mit viel Lärm, Wasserdampf und flirrenden Lichtern inspirierten seit den Impressionisten, allen voran Claude Monet, viele bildende Künstler. Bahnhöfe sind Durchgangstationen des Lebens, aufwendig gestaltet mit imperialen Triumphbögen vergleichbaren Portalen, vor denen sich dramatische oder emotionale, meist aber alltägliche Momente abspielen. ...mehr

Das Frankfurter Liebieghaus widmet eine großartige Ausstellung dem Thema „Verismus in der Skulptur“

Verwirrspiel der Kunst


Guido Mazzoni, Kopf eines Franziskaners, um 1500

Manchmal gewinnt man nach beim Besuch einer Ausstellung den Eindruck, ein bestimmter Abschnitt der Kunstgeschichte müsste eigentlich neu geschrieben werden. Der Eindruck relativiert sich zwar oft recht rasch wieder, doch bei der Ausstellung, die das Frankfurter Liebieghaus noch bis zum Sonntag präsentiert, fällt es nicht leicht, sich von den neuen Eindrücken und Erkenntnissen so ohne weiteres zu lösen. Zu umfassend ist der Blick, der hier von einem völlig ungewohnten Standpunkt aus auf eine ganze künstlerische Gattung geworfen wird, zu groß die Fülle an Anregungen, die man aus den Museumsräumen mit nach draußen trägt. Diese Schau hat wirklich das Zeug zu einer veränderten Sicht auf die Kunstgeschichte. – Worum geht es? ...mehr

Mobilität auf zwei Rädern: Das Hamburger Museum der Arbeit untersucht in einer großen kulturgeschichtlichen Ausstellung, wie das Fahrrad den Stadtraum erobert hat

Vorfahrt für Pedalritter


Breakin LA, Maltman

Hochrad, Bonanza-Rad, Tandem, Mountain-Bike, Rennrad, BMX-Rad: In Deutschland gibt es 71 Millionen Fahrräder und 45 Millionen Autos. Die Kulturgeschichte des ökologisch korrekten Fortbewegungsmittels, seine technischen Finessen und viele weitere Aspekte zum Thema pedalbetriebener Mobilität in urbanen Metropolen beleuchtet die Ausstellung „Das Fahrrad. Kultur, Technik, Mobilität“ im Hamburger Museum der Arbeit. „Es war unser Anliegen, das Auf und Ab des Fahrrads zu erzählen“, erläutert Kurator Mario Bäumer. ...mehr

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