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Römerin mit Lorbeerkranz / Franz von  Stuck

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Blumenstrauß mit Plastik vor Fenster, 1925 / Ernst Ludwig Kirchner

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AktuellAktuell:Museumsausstellung

Das Kunstforum der Bank Austria in Wien verhandelt die aktuelle Landschaftsfotografie

Landschaft als metaphorischer Ort


„Die wahre Landschaft ist im Kopf.“ Mit dieser pointierten Formulierung bringt der schwedische Kulturwissenschaftler Orvar Löfgren in einem Aufsatz über die identitätstiftende Funktion von Landschaften zum Ausdruck, dass die Landschaft weniger in der „Welt da draußen“ liegt, als vielmehr im „Auge des Betrachters“. Landschaft sei demnach nicht einfach die Welt, die wir sehen, sie wird vielmehr durch die Art und Weise, wie wir die Welt betrachten, konstruiert. „Landscape in my Mind“, eine Ausstellung mit zeitgenössischen Landschaftsfotografien, die derzeit im Wiener Bank Austria Kunstforum zu sehen ist, verfolgt die verschiedenen Bedeutungsebenen von Landschaft und nimmt schon im Titel Bezug auf eine Haltung, in der sich die künstlerische Wiedergabe von Landschaft als Ideenkonzept erfüllt. ...mehr

An ihm kam so gut wie keiner vorbei: Die Ausstellung „Picasso in der Kunst der Gegenwart“ in den frisch renovierten Hamburger Deichtorhallen versammelt 200 Arbeiten von rund 90 Künstlern, die den Jahrhundertmaler Picasso bewundert, kopiert, ironisiert oder auch gehasst haben

Sichtweisen auf Picasso


Nicht überall, wo Picasso draufsteht, ist auch Picasso drin. Zumindest wer nach Originalen des spanischen Malgenies sucht, wird in der Ausstellung „Picasso in der Kunst der Gegenwart“, mit der die Hamburger Deichtorhallen jetzt nach rund anderthalbjähriger Bauzeit ihre frisch renovierte Nordhalle wiedereröffnen, nicht fündig werden. Über 200 Werke von rund 90 internationalen Künstlern versammelt die facettenreiche Schau, in der Pablo Picasso bejubelt, verehrt, kopiert, ironisiert, seziert und zur Strecke gebracht wird. „Es ist die komplexeste Ausstellung in der 25jährigen Geschichte der Deichtorhallen“, schwärmt Intendant Dirk Luckow. ...mehr

Das Wiener Belvedere zeigt ein bisher unbekanntes Fragment eines spätgotischen Fastentuchs

Ausschnitt aus der Heilsgeschichte


Thomas Artula von Villach, Fastentuch-Fragment, um 1470/80

Die Ausstellung passt genau zur Fastenzeit: Das Untere Belvedere in Wien zeigt im Schaudepot des Schatzhauses Mittelalter im Prunkstall das Fragment eines bisher unbekannten Fastentuchs aus dem späten Mittelalter. Es ist identifiziert als ein Werk des Kärntner Malers Thomas Artula von Villach, von dem bisher keine Textilarbeiten bekannt waren. Die frisch restaurierte Textilie wurde 2009 vom Belvedere in alarmierend schlechtem Zustand erworben und dank der Hilfe der Abegg-Stiftung aus Riggisberg bei Bern restauriert. Bis Ende Mai ist das Tuch in der Ausstellungsreihe „Aktuell restauriert“ im Unteren Belvedere zu sehen. ...mehr

Kunst zwischen Traum und Wirklichkeit: Das ARoS Kunstmuseum im dänischen Aarhus präsentiert eine grandiose Schau mit Multimedia-Installationen des kanadischen Künstlerduos Janet Cardiff und George Bures Miller

Hereinspaziert in Zeit und Raum


Wer auf der letzten Documenta war, wird sich sicherlich erinnern. Im Kasseler Hauptbahnhof konnte man einen iPod und Kopfhörer ausleihen. Derart ausgestattet, nahm einen das kanadische Künstlerduo Janet Cardiff, 57, und George Bures Miller, 54, mit auf einen Spaziergang über das Bahngelände. Während man auf den kleinen Monitor schaute, sah man bewegte Bilder von genau den Orten, an denen man sich gerade befand. Angeleitet von Cardiffs Stimme, durchstreifte man den Bahnhof, und es verschränkten sich die Realitäten. Welchen Bildern sollte man mehr trauen? Der eigenen Wahrnehmung im Hier und Jetzt oder der inszenierten Wirklichkeit auf dem kleinen Bildschirm? Cardiff und Bures Miller sind bekannt für ihre „Walks“ oder „Video Walks“; den neuesten haben sie für die gerade eröffnete Fondation Louis Vuitton in Paris entwickelt. ...mehr

Die Belanglosigkeit der Existenz oder Formveränderungen im Märchenwald: In einer ebenso kurzweiligen wie hintergründigen Präsentation zeigt das Kunstmuseum Wolfsburg 45 Arbeiten des österreichischen Bildhauers Erwin Wurm

Das Leben ist ein Würstelstand


Currywurst und Pommes gelten nicht gerade als Schlankmacher. Freilich wo sie angeboten werden, stehen die Hungrigen Schlange. So wohl auch noch bis Mitte September vor dem Kunstmuseum Wolfsburg. Doch in diesem Falle liegt das Phänomen der Schlange vielleicht weniger an der Qualität der Speisen sondern am ungewöhnlichen Design der Verkaufsstelle. Der knallgelbe „Curry Bus“, den der österreichische Bildhauer Erwin Wurm, Jahrgang 1954, da aufgestellt hat, diente fast 40 Jahre lang einem griechischen Gewerbebetrieb als Firmenfahrzeug. Da war er noch weiß und einigermaßen kastenförmig. Ein typischer VW-Bulli aus den 1970er Jahren eben. In monatelanger Kleinarbeit hat ein ganzes Team von VW-Mitarbeitern das reimportierte Nutzfahrzeug mit Hilfe von Styropor, Bauschaum und Lack in einen „fetten Würstelstand“, so Erwin Wurm, voller adipöser Ausstülpungen verwandelt. Als ambivalenter Hybrid zwischen kalorienreicher Verheißung und menetekelhafter Androhung macht es jetzt Werbung für Wurms Ausstellung mit dem Titel „Fichte“, die mehr als 45 Werke, darunter Skulpturen, Objekte, Installationen, Fotografien und Videoarbeiten des international erfolgreichen Künstlers versammelt. 20 davon sind speziell für Wolfsburg entstanden. ...mehr

Die Gemäldegalerie der Akademie der Künste in Wien nimmt in der Ausstellung „Lust am Schrecken“ Ausdrucksformen des Grauens in Malerei und Skulptur früherer Jahrhunderte in den Blick

Im Gruselkabinett der Kunst


Joos van Craesbeeck, Die Versuchung des heiligen Antonius, um 1650

Die Hände vor den Augen und den festen Vorsatz im Kopf, erst dann wieder hinzusehen, wenn das Schlimmste vorbei ist – eine typische Szene für Zuschauer von Horrorfilmen, die wenige Sekunden später gebannt wieder den Bildern folgen. Die anschaulichen Darstellungen von Unglücken und Misshandlungen, die via Film, Fernsehen und Internet bequem in die eigenen vier Wände übertragen werden, historisierende Spektakel wie „Game of Thrones“, Nachrichten über Verkehrsunfälle, Flugzeugabstürze und Explosionen oder abstoßende Berichte über menschliche Dramen, Überfälle und Foltermethoden faszinieren viele Menschen gerade durch die Mischung aus Entsetzen und Schauer. Tatsächlich stößt das Grauen nicht nur ab, sondern übt im Gegenteil auch eine starke Faszination auf den Menschen aus. ...mehr

Die Non-Profit-Kunstorganisation Triangle in Marseille feiert ihr 20jähriges Bestehen mit extravaganten Ausstellungen, Performances und Diskussionen. Über allem schwebt der Fragenkomplex: Wie verändert sich künstlerische Praxis in Zeiten multipler Autorenschaft, künstlerischer Wissensproduktion und experimenteller Cross-Over-Praktiken in populären Medienkulturen? Doch es gibt noch weitere interessante Ausstellungen in Marseille…

Ein Dreieck mit Strahlkraft


in der Ausstellung „Moucharabieh“

Ein einlullender Elektrosound durchdringt die Ausstellungshalle „Panorama“ im vierten Stock des Kulturzentrums „La Friche Belle de Mai“, einer ehemaligen Tabakfabrik in Marseille mit imposanter Dachterrasse. Hier feiert jetzt die Künstlerinitiative „Triangle France“ ihr 20jähriges Bestehen mit einer innovativen Gruppenausstellung, Performances, einem ungewöhnlichen Round-Table-Gespräch und anderen Veranstaltungen. Céline Kopp, seit September 2012 Direktorin von Triangle, hatte die Designerin Clémence Seilles gebeten, ein Setting für die Gruppenausstellung „Moucharabieh“ zu entwerfen. Die 1984 geborene Künstlerin, die bereits in den Studios von Atelier van Lieshout in Rotterdam und Jerszy Seymour in Berlin gearbeitet hat, bespielt einen Abschnitt des Raums mit einem flachen Swimmingpool, in dem sich Besucher die Füße kühlen können. Übermütige Künstler stürzten sich am Eröffnungsabend gleich ganz in den Pool. ...mehr

Einstürzende Produktionsgebäude, ausgebeutete Näherinnen, Umweltverschmutzung, Tierquälerei: Die Ausstellung „Fast Fashion“ im Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg beleuchtet jetzt die gerne verdrängten Schattenseiten der Mode. Sie zeigt aber auch ermutigende Alternativen auf

Dunkle Wolken überm Kleiderschrank


Tim Mitchell, Clothing Recycled, 2005

Fashion Victims, aufgepasst! Wer meint, alle paar Tage billige und vermeintlich trendige Klamotten einkaufen zu müssen, sollte sich diese Ausstellung etwas genauer anschauen: „Fast Fashion. Die Schattenseiten der Mode“ im Museum für Kunst und Gewerbe (MKG) in Hamburg beleuchtet jetzt die ökologischen und ökonomischen Rahmenbedingungen von Mode – von erbärmlichen bis tödlichen Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie in Bangladesch über die Qualen der Pelztiere bis zu den dubiosen Methoden der Altkleiderverwertung. Kuratorin Claudia Banz stellt klar: „Wir möchten nicht sagen, Mode ist etwas Schlechtes, doch letztendlich verbinden sich mit diesem Thema viele Probleme, und auf die wollen wir aufmerksam machen.“ ...mehr

Gefaltet, gestanzt, geschreddert oder zerschnitten: Das Museum Kunst der Westküste auf der Insel Föhr widmet sich zum Saisonauftakt in der Ausstellung „Papermania“ dem Medium Papier in der zeitgenössischen Kunst. Außerdem sind die beeindruckenden Sylt-Fotografien von Bleicke Bleicken zu sehen

Nicht von Pappe


Es duftet nach frischem Heu im Museum Kunst der Westküste in Alkersum auf der Nordseeinsel Föhr. Ein ordentlich aufgeschichteter Heuhaufen liegt mitten in der Gemäldegalerie mit Landschaftskunst von bekannten Malern wie Piet Mondrian, Max Liebermann oder Otto Heinrich Engel aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert. Doch halt – unterliegt der Besucher nicht vielleicht doch einer synästhetischen Täuschung? Der Heuhaufen des in Kiel und Berlin lebenden Künstlers Thomas Judisch mit dem Titel „Vom Wohnen und Wandern #2“ besteht nämlich aus millimeterfeinen, farbigen Papierstreifen aus Büttenpapier und ist in der Tat völlig geruchlos. Der Titel spielt übrigens auf die nomadische Existenz von Künstlern an, die als „Artist in Residence“ mal hier, mal dort anzutreffen sind. Vor Kurzem noch war Thomas Judisch Gastkünstler im Museum Kunst der Westküste. Mittlerweile aber hat er sich für die nächsten zwölf Monate im begehrten Gastatelier im Hamburger Goldbekhof eingerichtet. ...mehr

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