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Blumenstrauß mit Plastik vor Fenster, 1925 / Ernst Ludwig Kirchner

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Leda mit dem Schwan / Eduard Veith

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Ohne Titel, 2013 / Heinz Mack

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AktuellAktuell:Museumsausstellung

Alicja Kwade in der Kunsthalle Nürnberg

Elementar


Unter den verhältnismäßig jungen Künstlerinnen ist die 1979 im polnischen Katowice geborene Alicja Kwade derzeit eine der meistgefragten. Nach ihrem Studium an der Berliner Akademie der Künste zwischen 1999 und 2005 wurde sie bald zu einer Reihe renommierter Gruppenausstellungen eingeladen, darunter im Museum für Moderne Kunst Frankfurt 2011, im Kunstverein Hannover 2012, im Neuen Berliner Kunstverein 2013 oder in der Frankfurter Schirn 2014. Parallel fanden bereits Einzelausstellungen in bedeutenden Institutionen statt wie im Museum für moderne und zeitgenössische Kunst in Bozen 2010, in der Kunsthalle Bremerhaven 2011 oder 2013/14 im Haus Esters in Krefeld. Jüngst gewann Kwade den mit 10.000 Euro dotierten Hector-Kunstpreis der Kunsthalle Mannheim, der alle drei Jahre im Bereich Bildhauerei, Objektkunst und Rauminstallation vergeben wird. ...mehr

Sturtevant in der Wiener Albertina

Rebellin der Wiederholung


Für einen Laien sind die Gemälde, Zeichnungen, Mischtechniken von Elaine Sturtevant nicht zu unterscheiden von den Vorlagen, mit denen sich die 1924 geborene US-amerikanische Künstlerin seit den frühen 1960er Jahren beschäftigte. Sturtevant wiederholte Kunstwerke von Freunden und Künstlerkollegen wie etwa Roy Lichtenstein, Jasper Johns, Andy Warhol, Frank Stella oder Joseph Beuys ganz bewusst, mit großem Gespür für die künstlerischen Novitäten ihrer Zeit und zeitnah zur Entstehung dieser Werke. Das Ergebnis sind Wiederholungen, duplizierte Originale, wobei Sturtevant ihre Adaption nur selten hinsichtlich des Formats, der Motivdetails, der Technik oder der Präsentation modifizierte. ...mehr

Das Tel Aviv Museum of Art gehört zu den großen Museen der Welt. Aus Anlass des 50jährigen Jubiläums der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Israel und der Bundesrepublik präsentiert es jetzt seine wertvollsten Schätze im Martin-Gropius-Bau in Berlin. Als Kontrastprogramm: junge israelische Videokunst

Zwischen Kontemplation und Unruhe


Fragt man nach den führenden Museen der Welt für die Kunst der Moderne und Gegenwart, dann fallen rasch Namen wie das Museum of Modern Art in New York, das Centre Pompidou in Paris oder die Tate Gallery in London. Dass das bereits 1932 in Tel Aviv gegründete Tel Aviv Museum of Art in dieser Aufzählung, was Umfang und Qualität seiner Sammlung betrifft, mühelos mithalten kann, ist eigentlich nur denjenigen bekannt, die bereits selbst vor Ort waren. Noch nie ist diese hochkarätige Sammlung in Hülle und Fülle außerhalb des Landes vorgestellt worden. Aus Anlass des 50jährigen Jubiläums der Aufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen dem Staat Israel und der Bundesrepublik Deutschland präsentiert jetzt der Berliner Martin-Gropius-Bau die Ausstellung „Jahrhundertzeichen“ mit 72 Highlights aus allen großen Abteilungen des Museums. ...mehr

Näher, aktueller, emotionaler: Die Geschichte der Olympischen Spiele ist auch eine Geschichte der medialen Übertragungstechniken. Das Olympische Museum in Lausanne zeigt jetzt die Entwicklung von den ersten Radioreportagen bis hin zu Ausblicken auf die digitale Berichterstattung der Zukunft

Olympia im Spiegel der Medien


Olympische Winterspiele in Vancouver 2010

Als die Bilder laufen lernten: Am 22. März 1895 führten die Brüder Auguste und Louis Lumière vor einer geschlossenen Gesellschaft in Lyon erstmals ihren Film „Arbeiter verlassen die Lumière-Werke“ und damit den ersten Film überhaupt vor. Mit selbstgedrehten Kurzfilmen sorgten sie in rascher Folge auch für Aufmerksamkeit beim Pariser und Brüsseler Publikum. Die Kultur des bewegten Bildes war geboren. Nur rund ein Jahr später fanden in Athen die ersten Olympischen Spiele der Neuzeit statt. Mit nur 241 Athleten aus 14 Ländern eine im Vergleich zu den Megaevents von heute eher überschaubare Veranstaltung. Doch bis erstmals Filmberichterstatter die olympischen Wettkämpfe aufnehmen sollten, dauerte es noch ein paar Jahre. ...mehr

Das Kunstforum der Bank Austria in Wien verhandelt die aktuelle Landschaftsfotografie

Landschaft als metaphorischer Ort


„Die wahre Landschaft ist im Kopf.“ Mit dieser pointierten Formulierung bringt der schwedische Kulturwissenschaftler Orvar Löfgren in einem Aufsatz über die identitätstiftende Funktion von Landschaften zum Ausdruck, dass die Landschaft weniger in der „Welt da draußen“ liegt, als vielmehr im „Auge des Betrachters“. Landschaft sei demnach nicht einfach die Welt, die wir sehen, sie wird vielmehr durch die Art und Weise, wie wir die Welt betrachten, konstruiert. „Landscape in my Mind“, eine Ausstellung mit zeitgenössischen Landschaftsfotografien, die derzeit im Wiener Bank Austria Kunstforum zu sehen ist, verfolgt die verschiedenen Bedeutungsebenen von Landschaft und nimmt schon im Titel Bezug auf eine Haltung, in der sich die künstlerische Wiedergabe von Landschaft als Ideenkonzept erfüllt. ...mehr

An ihm kam so gut wie keiner vorbei: Die Ausstellung „Picasso in der Kunst der Gegenwart“ in den frisch renovierten Hamburger Deichtorhallen versammelt 200 Arbeiten von rund 90 Künstlern, die den Jahrhundertmaler Picasso bewundert, kopiert, ironisiert oder auch gehasst haben

Sichtweisen auf Picasso


Nicht überall, wo Picasso draufsteht, ist auch Picasso drin. Zumindest wer nach Originalen des spanischen Malgenies sucht, wird in der Ausstellung „Picasso in der Kunst der Gegenwart“, mit der die Hamburger Deichtorhallen jetzt nach rund anderthalbjähriger Bauzeit ihre frisch renovierte Nordhalle wiedereröffnen, nicht fündig werden. Über 200 Werke von rund 90 internationalen Künstlern versammelt die facettenreiche Schau, in der Pablo Picasso bejubelt, verehrt, kopiert, ironisiert, seziert und zur Strecke gebracht wird. „Es ist die komplexeste Ausstellung in der 25jährigen Geschichte der Deichtorhallen“, schwärmt Intendant Dirk Luckow. ...mehr

Das Wiener Belvedere zeigt ein bisher unbekanntes Fragment eines spätgotischen Fastentuchs

Ausschnitt aus der Heilsgeschichte


Thomas Artula von Villach, Fastentuch-Fragment, um 1470/80

Die Ausstellung passt genau zur Fastenzeit: Das Untere Belvedere in Wien zeigt im Schaudepot des Schatzhauses Mittelalter im Prunkstall das Fragment eines bisher unbekannten Fastentuchs aus dem späten Mittelalter. Es ist identifiziert als ein Werk des Kärntner Malers Thomas Artula von Villach, von dem bisher keine Textilarbeiten bekannt waren. Die frisch restaurierte Textilie wurde 2009 vom Belvedere in alarmierend schlechtem Zustand erworben und dank der Hilfe der Abegg-Stiftung aus Riggisberg bei Bern restauriert. Bis Ende Mai ist das Tuch in der Ausstellungsreihe „Aktuell restauriert“ im Unteren Belvedere zu sehen. ...mehr

Kunst zwischen Traum und Wirklichkeit: Das ARoS Kunstmuseum im dänischen Aarhus präsentiert eine grandiose Schau mit Multimedia-Installationen des kanadischen Künstlerduos Janet Cardiff und George Bures Miller

Hereinspaziert in Zeit und Raum


Wer auf der letzten Documenta war, wird sich sicherlich erinnern. Im Kasseler Hauptbahnhof konnte man einen iPod und Kopfhörer ausleihen. Derart ausgestattet, nahm einen das kanadische Künstlerduo Janet Cardiff, 57, und George Bures Miller, 54, mit auf einen Spaziergang über das Bahngelände. Während man auf den kleinen Monitor schaute, sah man bewegte Bilder von genau den Orten, an denen man sich gerade befand. Angeleitet von Cardiffs Stimme, durchstreifte man den Bahnhof, und es verschränkten sich die Realitäten. Welchen Bildern sollte man mehr trauen? Der eigenen Wahrnehmung im Hier und Jetzt oder der inszenierten Wirklichkeit auf dem kleinen Bildschirm? Cardiff und Bures Miller sind bekannt für ihre „Walks“ oder „Video Walks“; den neuesten haben sie für die gerade eröffnete Fondation Louis Vuitton in Paris entwickelt. ...mehr

Die Belanglosigkeit der Existenz oder Formveränderungen im Märchenwald: In einer ebenso kurzweiligen wie hintergründigen Präsentation zeigt das Kunstmuseum Wolfsburg 45 Arbeiten des österreichischen Bildhauers Erwin Wurm

Das Leben ist ein Würstelstand


Currywurst und Pommes gelten nicht gerade als Schlankmacher. Freilich wo sie angeboten werden, stehen die Hungrigen Schlange. So wohl auch noch bis Mitte September vor dem Kunstmuseum Wolfsburg. Doch in diesem Falle liegt das Phänomen der Schlange vielleicht weniger an der Qualität der Speisen sondern am ungewöhnlichen Design der Verkaufsstelle. Der knallgelbe „Curry Bus“, den der österreichische Bildhauer Erwin Wurm, Jahrgang 1954, da aufgestellt hat, diente fast 40 Jahre lang einem griechischen Gewerbebetrieb als Firmenfahrzeug. Da war er noch weiß und einigermaßen kastenförmig. Ein typischer VW-Bulli aus den 1970er Jahren eben. In monatelanger Kleinarbeit hat ein ganzes Team von VW-Mitarbeitern das reimportierte Nutzfahrzeug mit Hilfe von Styropor, Bauschaum und Lack in einen „fetten Würstelstand“, so Erwin Wurm, voller adipöser Ausstülpungen verwandelt. Als ambivalenter Hybrid zwischen kalorienreicher Verheißung und menetekelhafter Androhung macht es jetzt Werbung für Wurms Ausstellung mit dem Titel „Fichte“, die mehr als 45 Werke, darunter Skulpturen, Objekte, Installationen, Fotografien und Videoarbeiten des international erfolgreichen Künstlers versammelt. 20 davon sind speziell für Wolfsburg entstanden. ...mehr

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