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Tänzerin / Franz von  Stuck

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AktuellAktuell:Museumsausstellung

Der britische Malerstar Peter Doig wird jetzt in der Frankfurter Schirn mit einer großen Retrospektive geehrt. Auf Bildern und Zeichnungen der letzten 20 Jahre entführt der malende Nomade den Betrachter in eine imaginäre Welt voller Rätsel und Geheimnisse

Reservate der Einsamkeit


Das Paradies ist nicht immer gleich um die Ecke. Der Londoner Maler Peter Doig verlegte im Herbst 2002 seinen Wohnsitz von der britischen Metropole auf die viereinhalbtausend Meilen entfernte Karibik-Insel Trinidad vor der Küste Venezuelas. Hier, in der multikulturell-brodeligen Hafenstadt Port of Spain, lebt und arbeitet er nun fernab von den Partys und Ausschweifungen der eitlen Londoner Kunstszene. Doch da hat sich der Individualist Doig eigentlich nie so richtig zugehörig gefühlt. 1959 im schottischen Edinburgh geboren, verbrachte er bereits einen Teil seiner Kindheit in Trinidad und später in Kanada, bevor er in London Kunst studierte. ...mehr

Nah, näher, am nächsten: Die Ausstellung „Pigozzi and the Paparazzi“ in der Berliner Helmut Newton Stiftung untersucht das Phänomen der Promijäger mit dem Teleobjektiv

Prinzip Aufdringlichkeit


Der 31. August 1997 kurz vor Mitternacht: Mit stark überhöhter Geschwindigkeit rast ein schwarzer Mercedes 280S in den Pont de l’Alma-Tunnel im Pariser Stadtzentrum. Die rasante Fahrt endet jäh an einem Stützpfeiler. Die Insassen des Fahrzeugs, Prinzessin Diana, ihr Partner Dodi Fayed und der Chauffeur Henri Paul, werden bei dem Unfall getötet, ein Leibwächter überlebt schwer verletzt. Über die genaue Unfallursache wird zwar bis heute gerätselt, fest steht aber, dass das Quartett versucht hatte, eine ganz besonders aufdringliche Spezies von Pressefotografen abzuhängen: Sie hatten Diana bereits wenige Tage zuvor während eines Sommerurlaubs auf Sardinien das Leben zur Hölle gemacht. Und auch nach ihrer Ankunft im Pariser Hotel Ritz hatte die nervige Meute sofort wieder Witterung aufgenommen. ...mehr

Tilo Schulz in der Wiener Secession

Stage Diver


Betreten erbeten! Tilo Schulz bittet um Ihre Aufmerksamkeit und Teilnahme an seinen Projekten. Aktuell in Wien, wo er für die Secession eine begehbare Rauminstallation entworfen hat. Seit Beginn der 1990er Jahre bemüht sich der 1972 in Leipzig geborene Künstler auf verschiedenste Art um die Einbeziehung seines Publikums, fordert dessen Einbildungskraft, gibt spielerische Anweisungen, legt Hindernisse in den Weg oder choreographiert entdeckendes Durchschreiten durch eine Abfolge von Räumen. ...mehr

Andy Warhol, Joseph Beuys und Dekonstruktionen des Künstlermythos im Museum Hamburger Bahnhof in Berlin

Ach ja – Andy, Joseph und die anderen


„Kult des Künstlers“, so nennt sich eine Ausstellungsreihe im Berliner Kunstherbst 2008, die auf Anregung des scheidenden Generaldirektors der Staatlichen Museen zu Berlin, Peter-Klaus Schuster, in zehn Einzelausstellungen die mythische Figur des Künstlers im Wandel der Jahrhunderte untersucht. Einen Komplex mit gleich drei Ausstellungen zum Künstlerbild unserer Zeit zeigt jetzt der Hamburger Bahnhof – Museum der Gegenwart. Zwei große Einzelausstellungen sind dort zu sehen: Die eine mit dem Titel „Die Revolution sind wir“ widmet sich dem Werk des charismatischen Schamanen, Fluxus- und Aktionskünstlers Joseph Beuys. Die Schau „Celebrities. Andy Warhol und die Stars“ beschäftigt sich mit dem Promi-Kult bei Andy Warhol. Und die Gruppenausstellung „Ich kann mir nicht jeden Tag ein Ohr abschneiden“ untersucht die Dekonstruktionen des Künstlermythos und die freiwillige Selbstdemontage des Künstlers in der Gegenwartskunst. ...mehr

Bamberg stellt Graphikzyklen des unbekannten Karl Georg Hemmerich zu E.T.A. Hoffmann aus

Fantastisches in irritierender Intensität


Die Blätter sind so gut wie unbekannt, doch nach Einschätzung von Fachleuten gehören sie zu den herausragenden druckgrafischen Zyklen der ersten Hälfte des 20sten Jahrhunderts: Im Bamberger E.T.A. Hoffmann-Haus werden bis zum 1. November knapp neunzig Drucke und Zeichnungen von Karl Georg Hemmerich gezeigt. Die Illustrationen zu Hoffmanns „Fantasiestücken“, „Kreisleriana“, „Prinzessin Brambilla“ und „Die Elixiere des Teufels“ waren bisher nur einmal in einer Bamberger Ausstellung 1967 zu sehen. Jetzt stellt sie die E.T.A. Hoffmann-Gesellschaft aus Anlass des Gedenkens an die Ankunft des Künstlers in Bamberg vor 200 Jahren wieder aus. ...mehr

Blicke durchs Schlüsselloch: Das Hamburger Museum der Arbeit zeigt eine Fotografieausstellung zum Thema „Privat“

Hinter verschlossenen Türen


Ein junger Mann steht vor einem Gebäude und schaut auf sein Handy. Im nächsten Moment wird er eine Nummer wählen und ein Gespräch führen, vielleicht ein geschäftliches, vielleicht auch ein privates. Er telefoniert in der Öffentlichkeit, so wie viele Handybesitzer es tun: im Zug, in der U-Bahn, im Café, auf der Straße. Privates und Öffentliches vermischen sich heutzutage immer mehr zu einer schwammigen Grauzone. Beliebte Internetcommunities wie YouTube, Facebook oder MySpace sind gängige Foren für das Ausbreiten beruflicher, privater und sogar intimer Details. ...mehr

Umweltthemen elegant und poetisch verpackt: Der junge dänische Shooting-Star Tue Greenfort im Braunschweiger Kunstverein

Schöne Bilder für die Katastrophe


Was machen Rippenquallen aus der Kieler Bucht im Braunschweiger Kunstverein? Der junge dänische Künstler Tue Greenfort, Jahrgang 1973, präsentiert sie anlässlich seiner ersten großen institutionellen Einzelausstellung „Linear Deflection“ in der Eingangshalle des Kunstvereins in einem Hightech-Aquarium aus dickwandigem Acrylglas mit Strömungsanlage. Seine Assistenten haben sie frisch aus der Kieler Bucht gefischt. Eigentlich ein wunderschönes Bild: Die fast durchsichtigen, bisweilen poetisch leuchtenden Schwabbelwesen lassen sich elegant in der Strömung treiben. Im Begleittext zu der Schau wird der Besucher aufgeklärt: Rippenquallen waren ursprünglich in Nord- und Südamerika heimisch und sind mit Containerschiffen nach Europa eingeschleppt worden. Vor fünf Jahren tauchte die Mnemiopsis leidyi plötzlich in der Kieler Bucht auf, wo sie sich seitdem extrem vermehrt und Sprotte und Hering die Kleinkrebse wegschnappt. Jetzt soll sich der gefräßige Schädling in Greenforts Superaquarium bei allmählich steigenden Wassertemperaturen weiter fortplanzen, beleuchtet von einer stromsparenden RGB-Lampe, die den primitiven Meerestieren einen irisierenden Schimmer verleiht. Eine Art Brutkasten für schöne Parasiten. Betörend schön und beängstigend zugleich. ...mehr

Jazz-Fotografien von Siegfried „Siggi“ Loch im Hamburger Haus der Photographie

Das Ende der Dorfmusik


Manchmal muss man eben Grenzen überwinden. Als 15jähriger stieg Siegfried „Siggi“ Loch, Jahrgang 1940, mit ein paar Kumpels durch das Kellerfenster der Niedersachsenhalle in Hannover. Geld für die Eintrittskarte hatten sie damals nicht, aber als sogenannte „Gatecrasher“ schafften sie es, vor die Bühne zu gelangen. Dort spielte damals der kreolische Sopransaxophonist Sidney Bechet. Siggi Loch erlebte zum ersten Mal ein Jazzkonzert und war fasziniert. „Dieser kleine weißhaarige Mann auf der Bühne hatte innerhalb einer Stunde mein Leben verändert“, schwärmt Loch noch heute. Er kaufte seine erste Platte, eine EP vom legendären Label Blue Note. Einen Plattenspieler hatte er damals noch nicht. Das kam alles später. Siggi Loch hatte mit dem Jazz etwas gefunden, was er als „Love of My Life“ bezeichnet. Eine Liebesbeziehung, die bis heute anhält. ...mehr

Zumutung oder genialer Coup? Im Frankfurter Museum für Moderne Kunst vermixt der japanische Superstar Takashi Murakami Kunst, Kommerz und Copyright

Alles so schön bunt hier


Bereits in New York war der Kai Kai Kiki-Shop die eigentliche Attraktion der Ausstellung. Als der japanische Starkünstler Takashi Murakami, 46, im Frühjahr im Brooklyn Museum einen Souvenirshop in seine Ausstellung integrierte, war dieser nach nur einer Stunde ausverkauft. Vom Ansteckbutton bis zum signierten Editionsdruck wurden Merchandiseartikel aller Art verkauft: Plüschtiere und Postkarten, Tassen und Schmuck, bunte T-Shirts und sündhaft teure Louis Vuitton-Handtaschen. Ist er nun Künstler oder Kaufmann? „Japaner“, sagt Murakami rechtfertigend, „lieben meine Kunst. Aber die meisten können sie sich nicht leisten. Deshalb biete ich auch Merchandiseprodukte an. 200 oder 300 Dollar sind doch für jeden okay.“ ...mehr

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