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Töchterchen Marion mit Katze, 1898 / Franz von Lenbach

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Römerin mit Lorbeerkranz / Franz von  Stuck

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AktuellAktuell:Museumsausstellung

Die Langen Foundation präsentiert erlesene Stücke aus ihrem Fundus

Auf anspruchsvollen Pfaden der Weltkunst


Schamane, Kultur der Tairona (900-1600), Kolumbien

Am Anfang der Sammeltätigkeit von Viktor und Marianne Langen standen die grafischen Künste. 1949 kaufte das Unternehmerpaar aus Meerbusch dann mit einem Bild von Adolf Hölzel sein erstes Gemälde, gefolgt von einem Frauenbildnis Alexej von Jawlenskys. Auf Geschäftsreisen, die Viktor Langen in den 1960er Jahren nach Japan führten, entwickelte sich seine Leidenschaft für außereuropäische Kunst. Allein rund 500 Stücke aus Japan, darunter an die 200 Rollenbilder, umfasst heute der Fundus. So ist die Sammlung Langen auch das Resultat vieler Fernreisen rund um die Welt und präsentiert sich heute als individuelle Zusammenstellung qualitätvoller Artefakte aus unterschiedlichen Kulturkreisen und Epochen. ...mehr

Duisburg untersucht zum einhundertsten Geburtstag von Lehmbrucks bahnbrechender Plastik seine Inspirationen und den Zeitgeist in Paris um 1910

Vor wem kniet die Kniende?


Wilhelm Lehmbruck, Kniende, 1911

Genau erfasst der Betrachter Wilhelm Lehmbrucks Plastik „Kniende“ am ehesten, wenn er selbst in die Knie geht. Trotz ihrer Allansichtigkeit scheint sie viele dazu zu animieren. Die kühne Figur mit der sonderbar anmutigen Haltung und einzigartigen Gestik nötigt bei einer erschöpfenden Erfassung aber auch zum Umschreiten. Keineswegs strebt das Kunstwerk nach Gleichgewicht und Vollkommenheit der Form, wie es antike Statuen kultivieren. Gefühlszustände, Denken und Fühlen formuliert Lehmbruck über expressive Streckungen. Kniend lebensgroß, aber überlebensgroß, würde sie aufstehen, wird die Figur bald als „Vorwort zum Expressionismus der Skulptur“ tituliert. Doch in Paris dominierte damals noch der Symbolismus. Wie kam Wilhelm Lehmbruck dazu, in Paris dieses Meisterwerk moderner Plastik zu schaffen? ...mehr

Ästhetischer Nachhilfeunterricht für eingefleischte Anhänger beigefarbener No-Name-Computer: Eine Ausstellung im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe verortet die Produktgestaltung des Computerriesen Apple im Kontext historischer Designikonen

Mister Apple im Designolymp


Ausstellung „Stylectrical – Von Elektrodesign, das Geschichte schreibt“

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. Dass sich diese altbekannte deutsche Redensart durchaus auch auf die Produkte des kalifornischen Computergiganten Apple anwenden lässt, beweist eine groß angelegte Design-Schau im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe (MKG): „Stylectrical – Von Elektrodesign, das Geschichte schreibt“. So lautet der etwas umständliche Titel einer Ausstellung, die erstmals weltweit nach den designhistorischen Wurzeln der vielfach für ihre gute Form ausgezeichneten High-Tech-Produkte aus dem kalifornischen Cupertino fragt. ...mehr

Die Zeit und wie sie uns entgleitet: Das Kunstmuseum Wolfsburg zeigt eine große Ausstellung zur Dialektik von Beschleunigung und Stillstand in über 200 Jahren Kunstgeschichte. 160 Arbeiten von 85 Künstlern sind zu sehen

Düsen im Sauseschritt


Der sanfteste Autounfall der Welt findet zur Zeit in der Autometropole Wolfsburg statt. Der kalifornische Künstler Jonathan Schipper, Jahrgang 1973, hat vor dem Kunstmuseum ein Podest aufgebaut, auf dem sich zwei protzige amerikanische „Muscle Cars“ der 1980er Jahre gegenüberstehen. Die PS-starken Boliden werden von einer im Podest versteckten Mechanik unweigerlich aufeinander geschoben. Ihre Geschwindigkeit beträgt jedoch nur einen Millimeter pro Stunde. Der Moment des Aufpralls, die Entladung von Energie und die Verformung von Materie, auf der Straße eine Sache von Sekundenbruchteilen, wird hier ins Unendliche gedehnt. Dass am Ende zwei ineinander verkeilte Schrottfahrzeuge übrig bleiben, steht jedoch fest. Schippers Arbeit, die ein wenig an eine Hightech-Version der einbetonierten Straßenkreuzer des Fluxus-Künstlers Wolf Vostell erinnert, ist der Eye Catcher einer Ausstellung im Kunstmuseum Wolfsburg, die das paradoxe Verhältnis von Stillstand und Beschleunigung untersucht. ...mehr

Das Frankfurter Städel leitet mit einem Blick auf das Schaffen von Max Beckmann in den USA den Veranstaltungsreigen zur Neueröffnung ein

Ein europäischer Maler auf amerikanischem Boden


Hinter ihm liegt eine schwere Zeit. Man schreibt das Jahr 1940, und schon drei Jahre weilt Max Beckmann im an Entbehrungen reichen Amsterdamer Exil. Die Einladung, am Art Institute in Chicago einen Sommerkurs zu unterrichten, muss er ausschlagen. Der amerikanische Konsul in Den Haag verweigert ihm das Visum mit der Begründung, dass er nach Abschluss des Kurses der öffentlichen Wohlfahrt zur Last fallen werde. Doch dabei ist Beckmann bereits ein etablierter und renommierter Maler, dessen Bilder sich in Amerika gut verkaufen. Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten bleibt für ihn aber weiter das Land der uneingeschränkten ästhetischen Spielräume. Erst 1947 kann er nach New York einschiffen. Am 8. September passiert sein Schiff die Freiheitsstatue, und vom Ankunftstag an wird er als berühmter Malerstar behandelt. Nach einer bürokratisch bedingten Interimsrückkehr nach Amsterdam im Folgejahr erhält er im Herbst 1948 das Einwanderervisum und kehrt bis zu seinem Tod nie mehr nach Europa zurück. ...mehr

Auf Buddhas Spuren – das Kunstmuseum Bochum zeigt zeitgenössische Kunst aus Asien

Buddhistische Philosophie und gegenwärtige Kunstpraxis


Die vor wenigen Wochen beendete Ruhrtriennale stand dieses Jahr ganz im Zeichen des Buddhismus – nach Judentum und Islam die letzte Station einer dreijährigen Wanderung durch Weltreligionen und Weltkulturen. In Kooperation mit Intendant Willy Decker hat das Bochumer Kunstmuseum eine Schau entwickelt, die Zusammenhänge zwischen zeitgenössischer asiatischer Kunst und über 2.000 Jahren buddhistischer Denk- und Kunsttradition exemplarisch beleuchtet. Nicht die These einer modernen buddhistischen Kunst sollte dabei formuliert werden. Vielmehr lädt die Ausstellung – ihr Titel „Buddhas Spur“ verheißt es bereits – zu einer komplexen Spurensuche ein, bei der buddhistische Philosophie, religiöse und bildkünstlerische Praktiken in einen assoziativen Zusammenhang mit aktueller Kunstproduktion gesetzt werden. Zu einem breiten Spektrum historischer, aus asiatischen Sammlungen zusammengetragenen Büsten, Skulpturen, Münzen und Wandbildern gruppieren sich facettenreich zeitgenössische Arbeiten von Montien Boonma aus Thailand, Long-Bin Chen aus Taiwan oder Gonkar Gyatso aus Tibet, von den Chinesen Zhang Huan und Shen Chen, den Koreanern Atta Kim, Kimsooja und Nam June Paik sowie Kamin Lertchaiprasert aus Thailand, Takakazu Takeuchi aus Japan und Charwei Tsai aus Taiwan. ...mehr

Das Clemens-Sels-Museum in Neuss illustriert die tiefe Freundschaft zwischen Aristide Maillol und Maurice Denis

Künstlerbande


Stattliche Publikumsausstellungen mit populären Postkartenmotiven drängen oft konzentrierte, teils anspruchsvollere Präsentation kleinerer Museen zu Unrecht in den Schatten. An wissenschaftlichem Ertrag, fundierter Darbietung und solider Forschung erweisen sich jene vermeintlich „kleinen Ausstellungen“ oft als nachhaltiger als so manche aufwendig vermarktete Blockbuster-Schau, ganz abgesehen von einem effektiveren sinnlichen Erlebnis. Ein Beispiel dafür lässt sich derzeit in Neuss besichtigen. Ausgehend vom eigenen Fundus und anlässlich des 150sten Geburtstages von Aristide Maillol am 8. Dezember wird im Clemens-Sels-Museum erstmals analysiert, wie sich wechselnde Einflüsse und freundschaftlicher Austausch zwischen den eng befreundeten Franzosen Maillol und Maurice Denis im Kunstschaffen beider auswirken. Hier begegnen sich 65 Exponate, darunter Skulpturen, Gemälde, Handzeichnungen, Druckgrafiken, Malerbücher und Fotografien, beider Künstler und offenbaren ein gegenseitiges aufeinander Eingehen. ...mehr

Das Ernst Barlach Haus in Hamburg präsentiert Seestücke, Stadt- und Landschaftsbilder der jüdischen Malerin Alma del Banco

Starke Frau in schwierigen Zeiten


Alma del Banco, Blick von der Süllbergterrasse in Blankenese auf die Elbe, 1918

Frauen, die um 1900 ein Kunststudium anstrebten, hatten es denkbar schwer. Der Zugang zu den staatlichen Akademien war ihnen weitgehend verwehrt. So blieb in der Regel nur die autodidaktische Ausbildung, der Weg ins Ausland oder der Besuch einer privaten Kunstschule. Die Hamburgerin Alma del Banco (1862-1943), eine Tochter aus einer wohlhabenden jüdischen Kaufmannsfamilie, entschied sich für letzteres. Allerdings war sie da schon jenseits der 30. Del Banco besuchte die private Damenmalschule Valeska Röver. Die galt als vergleichsweise fortschrittlich und vermittelte mehr als das üblicherweise den Damen vorbehaltene Repertoire der dekorativen Pflanzenmalerei. Unterrichtet wurde sie dort von Lehrern, die sogar noch einige Jahre jünger waren als sie selbst: Arthur Illies und Ernst Eitner. Beide standen zu dieser Zeit dem Impressionismus nahe und vermittelten Alma del Banco ein avantgardistisches Rüstzeug, das ihr Frühwerk ausgezeichnet und ihre spätere Bedeutung innerhalb der Hamburger Künstlerschaft begründet hat. ...mehr

Morgan Fisher lässt sich in Mönchengladbach von Blinky Palermo inspirieren

Neue Möglichkeiten der Malerei


Wahrlich viel herumvagabundiert in der Weltgeschichte ist Blinky Palermo. Weniger bekannt ist, dass er drei Jahre in Mönchengladbach ein Atelier unterhielt und zwei Jahre dort auch wohnte. Einer der maßgeblichen Kunstförderer der Stadt war damals Rolf Hoffmann, Inhaber der Textilfabrik Van Laack. Sein Engagement mündete in eine bemerkenswerte Kunstsammlung. Nach dem Verkauf der Firma zog es ihn über Köln nach Berlin, wo er seine Kollektion in den 1990er Jahren in den Sophienhöfen unterbrachte. Hier ist sie heute noch zu besichtigen. 1970 beauftragte Hoffmann den Künstler Blinky Palermo, eine Wand in seinem Firmenbüro zu gestalten. ...mehr

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