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Tänzerin / Franz von  Stuck

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Ruinen des Parthenon, 1877 / Carl Friedrich Heinrich Werner

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Zwei Figuren vorm Meer / Erich Heckel

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AktuellAktuell:Museumsausstellung

Der Belgier Arne Quinze bespielt im Rahmen von Beaufort04 die Strandpromenade von Oostende und präsentiert seine Modellentwürfe in den Venetiaanse Gaanderijen

Quinze sieht Rot


Arne Quinze, Rock Strangers, 2012

Arne Quinze ist ein vielschichtiger Künstler, so vielschichtig wie seine gewagten Konstruktionen aus feinen Hölzern, die scheinbar wahllos zu Ungetümen zusammengesetzt sind, wobei behütendes Flechtwerk zugleich zu Wandelgängen gefügt ist. Manchmal sind diese Gebilde im Naturton des Holzes belassen, oft jedoch mit fluoreszierender Farbe in einem satten Orangerot eingefärbt. Diese Farbe, die er scheinbar wahllos zusammenschüttet, findet sich auch immer wieder in seinen Gemälden oder Holzbildern. Doch hinter Quinzes Arbeit steckt ein Prinzip, in jedem Werk eine Struktur und in der Bewegung, die sowohl seine Skulpturen als auch seine Bilder durchzieht, eine mitreißende Dynamik. Sah man Arbeiten von Arne Quinze in den letzten zwei Jahren immer häufiger auf den europäischen Kunstmärkten, war vielen Kunstbetrachtern nicht bewusst, mit welchen unkonventionellen Werken Arne Quinzes schon publikumswirksam in der ganzen Welt unterwegs war. ...mehr

Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen widmet sich dem Motiv des Fensters

In eine Welt ohne Ausblick


Was für ein Panorama. Eine Kunstsammlung mit Aussicht! Die große Fensterfront der Grabbehalle in Düsseldorf gibt den Blick über den abfallenden Vorplatz samt „Schmalenbach“ auf den brutalistischen Betonkubus der Kunsthalle samt „Habakuk“ von Max Ernst wieder frei. Fensterbilder haben die Architekten der noblen Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, die Dänen Dissing + Weitling, bewusst einkalkuliert, um die Besucher aus der Trance der Bilder zurück in die Realität zu leiten. Vor dem besagten Fenster stehend, bietet sich dem Schauenden ein gerahmter Blick auf das Treiben vor dem Museum. Kontakte beschränken sich auf den Akt des Sehens. Vorbeischreitende können umgekehrt auf die Kunst ins Innere der Kunstsammlung schauen. ...mehr

Wie aus Knipsern Profis wurden: Die Schau „New York Photography“ im Bucerius Kunst Forum in Hamburg zeigt, wie das Medium Fotografie in New York in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu einer anerkannten Kunstform avancierte

Manhattan Transfer


Enge Straßenschluchten, atemberaubend in den Himmel ragende Wolkenkratzer, opulent dekorierte Schaufenster, in denen sich der dichte Großstadtverkehr spiegelt. Wohl kaum eine andere Stadt der Welt ist so häufig von Fotografen in Szene gesetzt worden wie New York City. Das Bucerius Kunst Forum in Hamburg demonstriert jetzt in der Ausstellung „New York Photography 1890-1950. Von Stieglitz bis Man Ray“, wie dem einst profanen Knipsermedium die höheren Weihen der Kunst zugestanden wurden. Es ist die erste Ausstellung in der zehnjährigen Geschichte des Bucerius Kunst Forums, die sich ausschließlich der Fotografie widmet. 180 Aufnahmen von mehr als 40 Fotokünstlern sind zu sehen. ...mehr

Catherine David kuratiert in der Wiener Secession die Ausstellung „Mutatis Mutandis“ und verwebt Geschichte mit Gegenwart, Reales mit Fiktionalem

Feine Modulationen


Wenn eine einstige Documenta-Leiterin eine Gruppenausstellung kuratiert, wird ihr eine neugierige Aufmerksamkeit gewiss sein. Wenn diese Leiterin Catherine David heißt, setzt selbst eine Kulturinstitution wie die Wiener Secession auf den renommierten Namen und nennt ihn vor den der beteiligten Kunstschaffenden. „Mutatis Mutandis“ – „Das zu Ändernde geändert“ – heißt die von der Documenta X-Chefin verantwortete Schau. Für die aus dem Juristenjargon bekannte Phrase entschied sich bereits 1992 der amerikanische Musiker Bill Laswell bei der Betitelung seines ersten Albums. „Mutatis mutandis“, so lautet auch der Titel eines gleichnamigen Computerspiels ist. Eine multimediale Kunstinstallation an der Universität in Kansas, die 2011 Musik und Bilder mit Daten und Fakten des Klimawandels verknüpfte, trägt ebenfalls diesen Namen. ...mehr

Im Düsseldorfer Museum Kunst Palast stellt eine informative Schau den spanischen Maler El Greco und dessen Nachwirkung vor

Ein bizarrer Vorbote der Moderne


El Greco, Entkleidung Christi (El Espolio), 1580-1595

Christus steht im Zentrum der Komposition, gewandet in bonbonfarbenem Rot, umgeben von Soldaten und Schergen. Einer ist bereits dabei, ihm das Gewand vom Leib zu reißen. Es spiegelt sich in der blank polierten Rüstung des linken Nachbarn. Männerköpfe überragen im Hintergrund das Haupt Christi, links vorne beobachten Frauen die Szene. Auffallend gelängt zeigen sich die Proportionen der Figuren. Rote, gelbe, grüne Gewänder sowie Muskeln in hellem Inkarnat leuchten kalt vor schwarzblauen Zonen und mystischem Hintergrund, was den Hell-Dunkel-Kontrast steigert. Bereits die Motivwahl findet sich selten und scheint extravagant. All diese Aspekte werden von den Auftraggebern ebenso kritisiert wie der Duktus insgesamt. In der Bildenden Kunst wurde die „Entkleidung Christi“ recht selten thematisiert. Zwischen 1577 und 1579 malt El Greco im Auftrag des Domkapitels der Kathedrale von Toledo speziell diese Szene. Sie war für das „Vestuario“ vorgesehen, den Raum, in dem sich Priester vor der Messe umkleiden. ...mehr

Virtuose der Selbstinszenierung: Die Ausstellung „Ichundichundich“ im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe zeigt 250mal Picasso im Fotoporträt

Ein Mann in tausend Posen


„Klein, schwarz, untersetzt, unruhig, mit dunklen stechenden Augen, ausladende Gesten, kleine Füße und kleine Hände“. So beginnt das Gedicht „Picasso“, in dem Max Jacob, der Künstlerfreund und zeitweilige Zimmergenosse Pablo Picassos, 1935 nicht nur das Aussehen sondern auch das Naturell Picassos ausführlich beschreibt. Ein Mann zwischen Anmut und Misstrauen, Trauer, Schmerz und Großherzigkeit. Kurzum, ein Mann voller ausgelebter Emotionen und Widersprüche. Dass so einer, zumal wenn er von Jahr zu Jahr berühmter wird, die Fotografen geradezu herausfordert, ihn in den unterschiedlichsten Situationen und Posen zu porträtieren, liegt auf der Hand. Auch wenn er im klassischen Sinne keine Schönheit war: Picasso fesselte durch seinen überwachen, durchdringenden Blick und sein unverwechselbares Charisma. ...mehr

Der US-amerikanische Künstler und politische Aktivist Jimmie Durham könnte zum Geheimtipp dieses Kunstsommers werden. Eine umfassende Retrospektive im M HKA in Antwerpen präsentiert den Teilnehmer der Documenta 13 jetzt als sensiblen und kritischen künstlerischen Kommentator einer zunehmend globalisierten Welt

Der mit den Steinen schmeißt


Könnten Steine reden, könnten vom Menschen geschaffene Objekte sprechen, was würden sie uns dann erzählen? Fragen wie diese treiben bekanntermaßen die künstlerische Leiterin der Documenta 13, Carolyn Christov-Bakargiev, um. Einer der von ihr sehr geschätzten und immer wieder ausgestellten Künstler ist der US-Amerikaner Jimmie Durham, Jahrgang 1940. Auf der Documenta 13 bespielt er zur Zeit ein Gewächshaus in der Karlsaue. In den nahezu leeren Zweckbau hat er eine Vitrine gestellt, in der sich genau zwei Exponate befinden: ein prähistorisches Steinwerkzeug und eine durch Säurefraß unbrauchbar und somit ungefährlich gewordene Gewehrkugel aus dem Zweiten Weltkrieg. In einer zweiten Vitrine liegt ein Text, der die beiden Fundstücke aus der europäischen Kulturgeschichte erläutert und gleichzeitig ketzerische Fragen zur europäischen Identität stellt beziehungsweise diese als bloßes Konstrukt christlicher und später auch kommunistischer Territorialherrscher entlarvt. Europa, das sei doch nur eine aufgedunsene Vorwölbung des eurasischen Kontinents, erstmals vor 40.000 Jahren von Afrikanern besiedelt, verkündet Durham. ...mehr

Das Kunstmuseum Basel präsentiert in einer umfassenden Schau erstmals das Frühwerk Pierre-Auguste Renoirs

Ein Künstler zwischen Boheme und Bourgeoisie


Pierre-Auguste Renoir, En été, 1868

Vor einem Blättermeer aus unterschiedlichen Grüntönen sitzt eine in einen weiten gestreiften Rock gekleidete junge Frau. Die weiße Bluse ist über ihre Schulter gerutscht und gibt einen tiefen Einblick in ihr Dekolleté frei. Das lange schwarze Haar, mit einem roten Band am Kopf zurückgebunden, fällt in sanften Wellen über ihre Schultern. Die Hände hat sie in den Schoß gelegt, und in ihrer Rechten hält sie eine kleine gelbe Blume. Das Gemälde strahlt durch seinen Kontrast zwischen der naturgetreuen Wiedergabe der jungen Frau und dem nur schemenhaft angedeuteten Blattwerk eine faszinierende einnehmende Wirkung aus. Die Dargestellte auf dem Gemälde „En été„ von 1868 ist Lise Tréhot, Pierre-Auguste Renoirs Geliebte, die ihm für zahlreiche seiner Frühwerke als Modell diente. ...mehr

Eine gelungene Ausstellung in Halle an der Saale lässt die Besucher in die Lebenswelt der römischen Stadt Pompeji eintauchen

Schatz unter Staub


Pompeji und der Vesuv, fotografiert zwischen 1890 und 1905

Kaum eine Stadt und das mit ihr verbundene Schicksal sind so bekannt wie Pompeji. Immer wieder wird das Gebiet um den Vesuv in Italien von Katastrophen wie Erdbeben, Überschwemmungen und Vulkanausbrüchen heimgesucht. Doch die Menschen lassen sich nicht davon abbringen, diese Gegend weiterhin zu bewohnen. Heute leben rund vier Millionen Menschen in der gefährdeten Region um Neapel. Durch den Ausbruch des Vesuv im Jahr 79 n.Chr. wurden die römischen Städte Pompeji, Herculaneum und Nola vernichtet, aber im Moment ihres Untergang auch verewigt. Diesem großen Ausgrabungsfeld der antiken Archäologie widmet das Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle derzeit eine aufwendige Ausstellung. ...mehr

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