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Am 13.05.2017 Kunstauktion 94 bei Winterberg|Kunst in Heidelberg

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Tänzerin / Franz von  Stuck

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Ruinen des Parthenon, 1877 / Carl Friedrich Heinrich Werner

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Zwei Figuren vorm Meer / Erich Heckel

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AktuellAktuell:Museumsausstellung

Psychogeografie eines Weltreisenden: Der Kunstverein in Hamburg versammelt in der Ausstellung „Blind Man’s Faith“ rund 30 Gemälde sowie zahlreiche Skizzenbücher des Bremer Malers Norbert Schwontkowski

Reisender in Sachen Weltschmerz


„Nimm mich mit Kapitän auf die Reise“, so lautet der Refrain eines populären Seemannsliedes von Hans Albers. Mit auf die Reise in die ferne und weite Welt hinaus nimmt jetzt auch der Bremer Maler Norbert Schwontkowski, Jahrgang 1949, die Besucher seiner Einzelausstellung im Hamburger Kunstverein. Unter dem Titel „Blind Man’s Faith“ zeigt Schwontkowski rund 30 meist großformatige Gemälde aus der Zeit zwischen 1999 und 2013. Die meisten davon stammen aus Privatsammlungen zwischen Hamburg und der Schweiz, London und Amerika. Außerdem zu sehen ist ein anderer, keineswegs weniger interessanter Werkaspekt: In zwei großen Glasvitrinen präsentiert der vielgereiste Bremer mit Zweitwohnsitz in Berlin Skizzenblöcke aus der Zeit zwischen 1977 und 2013, in denen er die großen Leinwandarbeiten teilweise vorformuliert, aber auch zu einer ganz eigenen, teils humorvollen, teils melancholischen Bildsprache findet. Eingerichtet hat die konzentrierte Schau der Maler selbst. „Mir kam es darauf an, beim Hängen ein Zusammenspiel entstehen zu lassen, so dass die einzelnen Arbeiten miteinander korrespondieren können“, so Schwontkowski. Der Betrachter solle Freude und Gelassenheit erfahren, wenn er da durch flaniere. ...mehr

Das vor fünf Jahren eröffnete Arp Museum Bahnhof Rolandseck in Remagen widmet sich der Baukunst seines Architekten Richard Meier

Meister moderner Burgen


Richard Meier, Arp Museum Bahnhof Rolandseck, 2010

Architektur kann man bekanntlich nicht ausstellen, es sei denn, es handelt sich um Modelle. Gelegentlich fällt einem realisierten Bau daher die Funktion des größten Exponats zu. So geschieht es derzeit auch im Remagener Stadtteil Rolandseck, südlich von Bonn in Rheinland-Pfalz direkt am Rhein gelegen, nur wenige hundert Meter von der Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen entfernt. Hier beginnt der von vielen Burgen flankierte romantische Flussabschnitt, der sich stromaufwärts bis nach Bingen erstreckt. Das breit gelagerte klassizistische Bahnhofsgebäude mit den flussseitig ausladenden Terrassen aus gusseisernen Konstruktionen wird fast erdrückt durch ein hoch oben auf dem Berg thronendes, auffallendes Gehäuse, einer schneeweißen „modernen“ Burg. Vor dem Konstrukt aus flimmernd hellen Wänden und großen, hinter Sonnenschutzlamellen angeordneten Panoramascheiben schiebt sich ähnlich einem Bergfried der Erschließungsturm. Kein Wunder, dass viele neugierige Ausflügler dem Architekturensemble besonders an Wochenenden einen „großen Bahnhof“ bereiten. ...mehr

Mutig, mutig: Das Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe nähert sich in der Ausstellung „Als Kitsch noch Kunst war“ dem Farbendruck und damit dem Massengeschmack des 19. Jahrhunderts an

Die rosigen Seiten der Industriellen Revolution


Sunlight Soap, From the Painting by G.D. Leslie R.A. Exhibited in the Royal Academy London 1887

Pausbäckige Kinder mit Lockenkopf und adrettem Hausschürzchen werben für Zichorienkaffee, Zwieback, Seife oder „Chocoladen Cacao“. Ein fast zahnloser alter Herr mit Schneuztuch fungiert als kauziger Werbeträger für englischen Schnupftabak der Marke „Hignett’s Barrel Snuff“, und fünf kleine Schweinchen marschieren frohgemut in eine Art Dampfmaschine hinein, um am anderen Ende als Braunschweiger Wurst des Hoflieferanten Denecke & Himmel wieder ausgespuckt zu werden. Die Werbegrafiker des 19. Jahrhunderts setzten auf mitunter bizarre Motive und einen für heutige Verhältnisse ungewohnten Detailreichtum. Man könnte es auch Überfrachtung nennen oder ganz einfach Kitsch. Möglich gemacht hat den seit den 1840er Jahren boomenden Farbendruck die Erfindung eines Elsässers. 1837 meldete der aus Mulhouse stammende Drucker Godefroy Engelmann die so genannte „Chromolithographie“ bei der Pariser Académie Française zum Patent an. Plötzlich war es möglich geworden, die ganze Welt mit billig, weil industriell hergestellten Druckwaren zu überschwemmen. ...mehr

Kunst statt Fotojournalismus: Die Ausstellung „Michael Schmidt: Lebensmittel“ im Berliner Martin-Gropius-Bau nähert sich dem heißen Thema Lebensmittelindustrie mit unaufgeregt-künstlerischen Mitteln

Arme Würstchen


Der Berliner Fotograf Michael Schmidt, Jahrgang 1945, war in den Jahren 2006 bis 2010 unermüdlich unterwegs. Insgesamt 26 Recherchereisen führten ihn zu den Zentren der europäischen Lebensmittelindustrie zwischen Stavanger und Almeria: Fischfarmen in Norwegen, Apfelplantagen in Südtirol oder Gewächshäuser in Südspanien. Auf jeder dieser Reisen hat Schmidt 50 bis 70 lebensmittelverarbeitende Betriebe besucht und direkt vor Ort, hinter den Kulissen der Lebensmittelindustrie also, seine Beobachtungen mit der Kamera festgehalten. Am Ende des aufwändigen Projekts mit Zehntausenden von Bildern blieben 174 „gültige“ Aufnahmen übrig, von denen der Berliner Martin-Gropius-Bau jetzt in der Ausstellung „Michael Schmidt: Lebensmittel“ eine repräsentative Auswahl von 134 Fotografien zeigt. ...mehr

Eine prachtvolle Gemäldeschau zu Peter Paul Rubens im Wuppertaler Von der Heydt-Museum beleuchtet Verbindungen zu geschichtlichen Vorgängen

Verschmelzung von Kunst und Politik


Peter Paul Rubens, Abraham und Melchisedek, um 1615/18

Politische Wirren können Lebensläufe gewaltig in Unordnung bringen. So erging es auch dem großen flämischen Barockmaler Peter Paul Rubens. Wegen des protestantischen Glaubens musste sein Vater Jan Rubens, ein angesehener Antwerpener Jurist und Schöffe, seine Heimatstadt verlassen. Samt Familie floh er 1568 ins rheinische Köln. Familiären Umständen geschuldet war ein von 1573 bis 1578 andauernder Aufenthalt in der nassauischen Hauptstadt Siegen, wo am 28. Juni 1577 sein Sohn Peter Paul das Licht der Welt erblickte. Zurück in Köln, trat die Familie Rubens um 1582 der Zukunftssicherung wegen zum katholischen Glauben über. In Köln wuchs Peter Paul bis zu seinem elften Lebensjahr auf und zog dann nach dem Tod des Vaters im Frühjahr 1589 mit Mutter und Geschwistern wieder nach Antwerpen. Es ist die Zeitspanne der unheilvollen Glaubensspaltung, die den Maler zeitlebens prägen sollte. ...mehr

Entkleidet bis auf die Knochen: Gleich zwei Hamburger Museen beschäftigen sich jetzt in großen Ausstellungen mit dem Werk des legendären Schweizer Bildhauers Alberto Giacometti

Erkundungen im Feld der Nichtreduzierbarkeit


Er gilt als einer der bedeutendsten Bildhauer des 20. Jahrhunderts: Alberto Giacometti (1901-1966). Nahe der italienischen Grenze im schweizerischen Bergell geboren, verbrachte er den größten Teil seines Lebens in Paris im Kreis der Surrealisten und Existenzialisten. Hier arbeitete und lebte er in einem gerade mal 18 Quadratmeter großen Atelier, das er nie wechselte. Hier schuf er Porträts, Zeichnungen und Skulpturen. Vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden hier die charakteristischen überlängten Figuren, die zu seinem Markenzeichen wurden. Spätestens als 2010 die Figur „Schreitender Mann II“ von 1959/1960 einen Auktionsrekord von über 74 Millionen Euro erzielte und damit zum damals teuersten Kunstwerk der Welt wurde, erregte der Name Alberto Giacometti auch allgemeine Aufmerksamkeit. ...mehr

Das „Haus der Photographie“ in den Hamburger Deichtorhallen präsentiert in der Schau „Gute Aussichten“ die besten Nachwuchsfotografen aus deutschen Hochschulen

Jung, frisch und unverbraucht


Alle Jahre wieder findet das Nachwuchsförderprojekt „Gute Aussichten“ statt. Eine sechsköpfige Jury, in diesem Jahr mit Thomas Struth als prominentem Gast, wählte aus den Einsendungen von 108 Absolventen von 40 deutschen Hochschulen mit dem Fachbereich Fotografie sieben Preisträger aus. Deren Arbeiten sind jetzt im „Haus der Photographie“ der Hamburger Deichtorhallen zu sehen. Kurator Ingo Taubhorn: „Die Schau gibt dem Besucher die Möglichkeit, ganz frisch den Zugang zu den Absolventen deutscher Hochschulen zu bekommen.“ Josefine Raab, die Gründerin der privaten Initiative, betont den vielfältigen Charakter des Mediums Fotografie. Auch wenn man immer wieder versucht sei, Tendenzen festzumachen, seien es gerade die Offenheit und die grenzüberschreitenden Ansätze, die den Wettbewerb interessant machen. ...mehr

Das Belvedere in Wien fährt in einer Überfülle Kunstwerke zum Thema Nacht auf und untersucht damit den Nährboden für die Fantasie und die Kreativität des Menschen

Die Nacht im Zwielicht


Carl Gustav Carus, Winterlandschaft mit verfallenem Tor, 1816/18

„Es ist die Nacht, die noch am Tage lockt“, lautet der poetische Titel, mit dem Gerhard Altenbourg einen seiner frühen Farbholzschnitte aus den 1950er Jahren benannte. Der große Zeichner und Grafiker aus der DDR empfand sich „Klar dem Nächtlichen verschwistert“. Die blaue Stunde, die kurze Zeit der Dämmerung, das Zwielicht, die Dunkelheit der Nacht und die mit ihr verbundene Uneindeutigkeit haben Künstler und Wissenschaftler seit jeher fasziniert und waren schon etliche Male Thema diverser Ausstellungen. Seit Erika Billeters und Christoph Vitalis Schau „Die Nacht“ im Haus der Kunst in München von 1998/99 ist kaum ein Jahr vergangen, in dem nicht eine Publikation zu diesem Sujet erschien oder eine Themenschau stattfand. ...mehr

Immer ganz nah dran: Der Berliner Martin-Gropius-Bau präsentiert eine umfangreiche Werkschau der großen amerikanischen Fotografin Margaret Bourke-White

Das Auge ihrer Zeit


Drei Wochen vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs: Am 11. April 1945 befreit die 3. US-Armee das Konzentrationslager Buchenwald. Der Anblick, der sich den amerikanischen Soldaten bot, war an Inhumanität und Barbarei nicht zu überbieten. Neben Bergen von verwesenden Leichen stießen die Befreier auf verzweifelte Überlebende, die von Krankheit und Auszehrung gezeichnet waren. Zusammen mit den Soldaten kam auch eine Fotografin in das Lager: Margaret Bourke-White. Ihre Aufnahmen von Holocaust-Überlebenden, Leichenbergen und Bürgern der Stadt Weimar, die auf Anordnung der Amerikaner durch das Lager geführt wurden, gingen um die Welt. Sie wurden unter dem Titel „Deutschland, April 1945“ in Buchform veröffentlicht und dienten in den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen als Beweismaterial der Anklage. ...mehr

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