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Leda mit dem Schwan / Eduard Veith

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Sitzende Bäuerin mit Kind, 1925 / Ernst Ludwig Kirchner

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AktuellAktuell:Museumsausstellung

Die Ausstellung „sehr gut | very good“ im Hamburger Bahnhof in Berlin widmet sich dem vielseitigen Werk von Martin Kippenberger, der heuer seinen 60. Geburtstag gefeiert hätte

Die seltenen Wahrheiten des Martin K.


„Martin, ab in die Ecke und schäm dich“, lautet der Titel einer selbstironischen Arbeit von Martin Kippenberger aus dem Jahr 1989. Die Arbeit besteht aus einer männlichen Figur, die, wie der Titel es andeutet, betreten mit dem Rücken zum Raum in einer Ecke steht und in Anspielung auf eine frühe Soundarbeit von Joseph Beuys in monotonem Tonfall „Ja, Ja, Ja, Ja, Ja – Nee, Nee, Nee, Nee, Nee“ vor sich hin brabbelt. Ein verkanntes Genie? Udo Kittelmann, Direktor der Nationalgalerie in Berlin, stellt den 1997 früh verstorbenen Martin Kippenberger denn auch in eine Reihe mit Jahrhundertkünstlern wie Pablo Picasso und Beuys. Unter dem Titel „sehr gut | very good” werden aktuell im Hamburger Bahnhof auf 3.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche über 300 Werke gezeigt. ...mehr

Das Vitra Design Museum in Weil am Rhein zeigt nach 20 Jahren erstmals wieder eine Retrospektive des großen Baumeisters Louis Kahn

Eine Suche nach den Ursprüngen


„Ich liebe Anfänge. Ich staune über Anfänge. Anfänge versprechen Fortbestand….“ So verlieh der Architekt Louis Kahn 1955 in einem Essay seinem Glauben an eine Art mystischer Schöpferkraft Ausdruck, die für ihn immer Teil der Formgebung war. Er wollte Bauwerke schaffen, die zeitlos wirken, ein Gefühl von Ewigkeit vermitteln, die menschliche Erfahrung bereichern und das Miteinader fördern. Kahns bekannteste Gebäude beruhen auf einem ausdrucksstarken formalen Gepräge: Dreiecke, Quadrate, Kreise sind etwa aus Wandflächen herausgeschnitten, und Doppelwandigkeiten legen mehrdeutige Zwischenräume frei. Ein geheimnisvolles Spiel von Licht und Schatten auf Oberflächen und in Leerräumen regt den Betrachter dazu an, aus den wechselnden optischen Reizen ein sinnhaftes Ganzes zu konstruieren. ...mehr

Eifrige Briefeschreiber waren die deutschen Expressionisten nicht. Sie bevorzugten die Postkarte: In der sommerlichen Gemeinschaftsausstellung „Kleine Werke, große Kunst“ präsentieren das Hamburger Ernst Barlach Haus und das nahe gelegene Jenisch Haus jetzt die individuell gestalteten Künstlerpostkarten der Brücke

Lauter kleine Meisterwerke


Heute ist alles ganz einfach: Eine Aufnahme mit dem Smartphone, einige hastig getippte Zeilen, ein paar weitere Klicks ins Adressbuch und innerhalb kürzester Zeit sind Freunde in aller Welt mit mehr oder weniger interessanten Bildern und Texten versorgt. Von einer derart schnellen Kommunikation in Echtzeit konnten die wichtigsten Vertreter des deutschen Expressionismus vor rund 100 Jahren noch nichts ahnen. Fritz Bleyl, Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner, Hermann Max Pechstein und Karl Schmidt-Rottluff, die Mitglieder der Künstlervereinigung „Brücke“, bedienten sich eines anderen Mediums: Sie gestalteten Postkarten, die sie, versehen mit oft knappen Grüßen und Mitteilungen, innerhalb der Gruppe, aber auch an Galeristen, Sammler und andere Künstlerfreunde verschickten. ...mehr

Der Mensch und seine Pillen: Das Centre d’art Le LAIT im südfranzösischen Albi zeigt Arbeiten der Pariser Künstlerin Jeanne Susplugas in einer beeindruckenden Soloschau. Die meisten Werke sind für die Ausstellung neu produziert worden

Das gedopte Ich


Sie heißen Prozac, Xanax oder Lexotanil. Lifestyle-Medikamente haben zur Zeit Hochkonjunktur. Angstlösende Pillen gehören zum Alltag all der Menschen, die ihren Stress im Arbeitsleben, in der Familie und in der Hektik der Großstadt bewältigen müssen. Besonders in Frankreich und dort vor allem in Paris hat der Konsum von Psychopharmaka, aber auch von anderen Drogen in den letzten Jahren stark zugenommen. Aktuelle Statistiken belegen, dass Frankreich in Europa den traurigen Spitzenplatz einnimmt, was den Drogenkonsum und Medikamentenmissbrauch unter Jugendlichen angeht. ...mehr

Das Kunstmuseum Basel vereint alle in der Schweizer Dreiländereck-Metropole vorhandenen Werke des spanischen Meisters Pablo Picasso

Ein folgenreicher Flugzeugabsturz


Das Schicksal schlug am 20. April 1967 zu. Nahe Nikosia zerschellte eine Maschine der Baseler Charterfluggesellschaft „Globe Air“ beim Landeanflug an einem Hügel. Nur vier von 130 Insassen überlebten. Schon im Oktober 1967 musste „Globe Air“ Konkurs anmelden, Forderungen in zweistelliger Millionenhöhe galt es zu bedienen. Hauptaktionär Peter Staechelin musste ans Eingemachte gehen. Er war der Sohn des Baseler Chemieindustriellen Rudolf Staechelin, der seit 1917 eine exquisite Kunstsammlung aus rund 200 Bildern von Impressionismus und Moderne angehäuft hatte, die er 1931 in die Familienstiftung einbrachte. Schlüsselwerke daraus hängen bis heute als Leihgaben im Kunstmuseum Basel. In einer Blitzaktion veräußerte damals Peter Staechelin aus dem Bestand Vincent van Goghs bekanntes Gemälde „Die Amme“ für 3,25 Millionen Schweizer Franken nach Paris, von wo es kurz darauf für 4,25 Millionen Dollar in die Sammlung Pulitzer nach St. Louis gelangte. ...mehr

Im entscheidenden Augenblick nah dran: Im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe sind rund 120 farbintensive Aufnahmen des preisgekrönten amerikanischen Magnum-Fotografen Steve McCurry zu sehen

Das Zerbrechliche, das Schöne und das Erhabene


Ein tibetanischer Mönch im Teesalon unter einer Coca-Cola-Reklame. Vier Stelzenangler in Sri Lanka, die auf ins Meer gerammten Holzstangen ausharren. Ein winselnder Hund vor einer roten Fassade während des Monsun-Regens im indischen Porbandar. Drei Kamele, die während des Kuwait-Krieges 1991 vor brennenden Ölfeldern die Flucht antreten. Die überaus farbintensiven Fotografien des US-Amerikaners Steve McCurry ziehen den Betrachter unmittelbar ins Geschehen hinein. Er erzählt Geschichten aus Asien und anderen Weltgegenden: vom Kriegsalltag in Afghanistan, von religiösen Ritualen in Tibet, von Volksfesten in Indien, von Menschen in Armut und trotzdem voller Würde. Weltberühmt geworden ist der 1950 in Philadelphia geborene Steve McCurry mit seinem Porträt des afghanischen Mädchens Sharbat Gula, das er in einem Flüchtlingslager in Pakistan aufnahm. Im Juni 1985 wurde dieses eindrucksvolle Porträt als Coverfoto für die Zeitschrift „National Geographic“ ausgewählt: eine junge Frau in einem roten Gewand, die madonnenhaft und unerschrocken mit ihren auffallend grünen Augen in die Kamera blickt. ...mehr

Das Museum Kurhaus Kleve hat erstmals das gesamte druckgrafische Œuvre des Land Art-Pioniers Richard Long vereint

Vergängliche Spuren


Egal ob sich der Betrachter auf die angenehm warmen hell- oder dunkelbraunen Bogenlinien konzentriert oder sie als Gänge gedanklich abschreitet: Zumindest die Augen schwingen den weit ausholenden Bewegungen nach, mit denen Richard Long seine neueste Wandarbeit „Rhine Mud Labyrinth“ im alten Klever Kurhaus installiert hat. Ganz gleich, welchen Pfad man verfolgt, immer endet er als Sackgasse. Das labyrinthisch strukturierte Piktogramm trug Long mit Schlamm aus dem nahen Bett des Rheins auf. Schlammiges Wasser samt Steinen aus dem Flussbett des Avon hat den im britischen Bristol am 2. Juni 1945 geborenen Künstler von klein auf begeistert. „Alle meine Werke handeln vom Wasser“, merkte er 1985 in einem Interview an. Am stärksten assoziiert wird der Künstler allerdings mit archaisch wirkenden Skulpturen. Seine Linien, Kreise, Spiralen gestaltet er aus elementaren Materialien der Natur wie Steinen, Holz oder Erde. ...mehr

Meret Oppenheim mit einer Retrospektive im Wiener Kunstforum Bank Austria

Haarige Geschichten


„Die roten Füchslein, alle leben einsam, sie zehren am längsten, sie essen ihren Pelz.“ In ihrem Gedicht „Sansibar“ aus dem Jahr 1933 scheint Meret Oppenheim bereits jenes Objekt anzusprechen, mit dem sie drei Jahre später große Berühmtheit erlangen sollte. 1936 schuf die in Berlin geborene und zu jener Zeit in Paris lebende Künstlerin „Le déjeuner en fourrure“, das „Frühstück im Pelz“. Die Künstlerin selbst hat dem Objekt, bestehend aus einer großen französischen Kaffeetasse, einem tiefen Teller und einem Kaffeelöffel, allesamt bezogen mit dem beigebraunen Fell einer chinesischen Gazelle, keine besondere Bezeichnung gegeben. Der heute geläufige Titel stammte von ihrem Freund André Breton. Das kleine Werk der nur 23jährigen gilt als Ikone des Surrealismus und ist eines der meist zitierten Anschauungsobjekte dieser Zeit. ...mehr

Schonungslos und uneitel: Die Hamburger Deichtorhallen zeigen in einer umfassenden Schau das Werk der österreichischen Malerin Maria Lassnig

Untersuchungen des Selbst


Sie gilt als eine Spätentdeckte. Die österreichische Malerin Maria Lassnig, Jahrgang 1919, wurde in diesem Jahr im Alter von 93 Jahren auf der Biennale Venedig mit dem Goldenen Löwen für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Erst in den 1980er Jahren erfuhr ihr existenzielles malerisches Werk, das bis dahin nur Insider geschätzt hatten, eine breitere Aufmerksamkeit. 1980 bespielte sie zusammen mit Valie Export den Österreichischen Pavillon auf der Biennale Venedig, 1982 nahm sie an der 7. Documenta in Kassel teil. Jetzt ist in den Hamburger Deichtorhallen eine umfassende Ausstellung mit Werken aus allen Schaffensperioden zu sehen. ...mehr

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