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Leda mit dem Schwan / Eduard Veith

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Sitzende Bäuerin mit Kind, 1925 / Ernst Ludwig Kirchner

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AktuellAktuell:Museumsausstellung

Das Museum Mu.ZEE im belgischen Oostende beleuchtet den Aufstieg des Surrealismus in Brüssel, Paris und London und rückt E.L.T. Mesens, einen der wichtigsten Inspiratoren und Förderer der Bewegung, in den Fokus

Die Spinne im surrealen Netz


Was ist nicht alles schon über Aspekte des Dada und des Surrealismus analysiert und geschrieben worden. Da mag es schwer fallen, weitere spannende Themen herauszuarbeiten. Wie so etwas dennoch fundiert und anregend gelingen kann, beweist zur Zeit der 1969 in Brüssel geborene Kurator und Museumsdirektor Phillip Van den Bossche im belgischen Seebad Oostende. Sein innovatives Konzept: Neugierde wecken, indem als Kulminationspunkt die außerhalb Belgiens weitgehend unbekannte, aber umtriebige Person E.L.T. Mesens in den Mittelpunkt einer von prominenten Surrealisten bestückten Schau gerückt wird. Die dazu passende improvisierte und atelieraffine Atmosphäre der Schau resultiert aus dem Charme, den das 1986 in einem alten Kaufhaus aus den 1950er Jahren in Oostendes Innenstadt eröffnete Mu.ZEE ausstrahlt. ...mehr

Das Prinzip Wiederholung: Der Hamburger Kunstverein zeigt neue Arbeiten von Natalie Czech und Nathan Hylden. Ebenfalls zu Gast: Das Modelabel Herr von Eden

Mach’s noch einmal, Sam


Mode, Gedichte, Fotografie und serielle Malerei. Im Hamburger Kunstverein sind zur Zeit zwei Einzelausstellungen zu sehen, die sich formal mit dem Stilmittel der Wiederholung auseinandersetzen. Die Berlinerin Natalie Czech, Jahrgang 1976, zeigt konzeptuelle Fotografie an der Schnittstelle zur konkreten Poesie, und unter dem Titel „Meanwhile“ ist die erste institutionelle Einzelausstellung des 1978 geborenen Malers Nathan Hylden aus Los Angeles zu sehen. Im Foyer des Kunstvereins erhalten die Besucher zudem einen Einblick in die Kollektionen und Werbekampagnen des kultigen, zuletzt aber wegen Insolvenz in die Schlagzeilen geratenen Hamburger Modelabels Herr von Eden. ...mehr

Zum zehnjährigen Bestehen des Lentos in Linz bespielt Olafur Eliasson 800 Quadratmeter mit einer einzigen Installation

An den Grenzen sinnlichen Erkennens


Das Spiel mit Raum und Licht gehört zu den Grundlagen seines Repertoires: Die groß angelegten Installationen von Olafur Eliasson beanspruchen Weite, gehen oft aus definierten Räumen hinaus ins Freie. Und das Licht dominiert spätestens seit seinem „Weather Project“ 2003 in London die Wahrnehmung Eliassons als einem der „Großkünstler“ unserer Epoche. Im Kunst-Ranking des Manager Magazins hält sich Eliasson seit 2006 unter den Top Ten der internationalen Kunstszene. ...mehr

Ausstellungen erinnern an den 175sten Geburtstag des legendären Grafen Zeppelin. Bis heute regt er das künstlerische Geschehen nicht nur am Bodensee an

Ohne Netz und doppelten Boden


Bei der letzten Biennale in Venedig vor zwei Jahren nahmen Zeppeline die Lagunenstadt in Besitz. Allerorten wurde der Besucher von den Flugkörpern überrascht, die wie ein imaginärer Schwarm einer unheimlichen Macht teils frohlockend, teils bedrohlich einfielen. Der 1974 geborene mexikanische Künstler Héctor Zamora ließ Modelle aufsteigen, Poster warben für eine nie veranstaltete Zeppelin-Messe, sogar Straßenmaler griffen das Motiv auf. Ein Ballon verfing sich zwischen zwei Hallen des Arsenale. Zwischen Realität und Fiktion zeigt die Arbeit „Sciame di dirigibili / Zeppelin-Schwärme“, wie der Zeppelin-Mythos bis heute Auslöser zahlreicher Assoziationen ist und die Fantasie beflügelt. ...mehr

Die Diaspora als Lebensform: Die Hamburger Kunsthalle zeigt eine große Retrospektive zum Werk des amerikanischen Künstlers R.B. Kitaj

Ein Leben zwischen allen Stühlen


„The Sailor“ ist eines der Gemälde gleich im Auftaktraum der großen, alle Schaffensperioden umfassenden Retrospektive zum Werk des amerikanischen Künstlers R.B. Kitaj in der Hamburger Kunsthalle betitelt. Es zeigt einen gut aussehenden, farbigen jungen Matrosen im dunkelgrünen, ärmellosen Hemd mit hellblauer Ballonmütze und rotem Halstuch, der selbstbewusst und mit offenem Blick auf die See hinausschaut und bis zur Hüfte im Wasser steht. Wenn auch kein unmittelbares Selbstporträt, so kann dieses 1979 entstandene Bild dennoch programmatisch für das Leben und die künstlerische Entwicklung seines Urhebers angesehen werden. Häufige Ortswechsel, die Erforschung der eigenen Identität, aber auch die vergebliche Suche nach dem, was die moderne, fragmentierte Welt in ihrem Innersten zusammenhalten könnte, gehörten zu den Antriebskräften dieses erst allmählich vom Ausstellungsbetrieb wiederentdeckten Malers. ...mehr

Selten zu sehen: Das vielfältige und formal elegante druckgrafische Werk des britischen Konzept- und Land Art-Künstlers Richard Long wird jetzt erstmals komplett in der Hamburger Kunsthalle gezeigt

Weit mehr als Steinhaufen und Trampelpfade


Zu Fuß unterwegs war er fast überall auf der Welt. In der Antarktis, den Weiten Argentiniens oder der Mongolei, in Neuseeland, Australien oder Südafrika, und immer wieder in den oft kargen Landschaften seiner britischen Heimat. Der Künstler Richard Long erwandert Landschaften, die sich durch ihre ursprüngliche Unberührtheit und das Fehlen von Straßen, Wegen und sonstigen Spuren der Zivilisation auszeichnen. In oft tage- und wochenlangen Fußmärschen begibt er sich ganz unmittelbar in die Natur. Mal bereitet er sich akribisch anhand von detailliertem Kartenmaterial vor. In anderen Fällen überlässt er die Route den Launen der Natur, etwa indem er versucht, dem Lauf einer Wolke zu folgen. Konzeptuelle Strenge trifft in seinem Werk auf Intuition und Naturverbundenheit. ...mehr

An den „halleschen Kunstkampf“ vor 100 Jahren erinnert eine Nolde-Ausstellung in der Moritzburg in Halle

Der Skandal und die Farbe


Vor 100 Jahren, Anfang 1913, gab es eine Aufsehen erregende Ausstellung in Halle an der Saale: Im Kunstverein stellte Max Sauerlandt, Direktor des Museums in der Moritzburg, Bilder von Emil Nolde aus. Der Zulauf war beträchtlich, die kunstinteressierten Bürgerkreise Halles debattierten in einer Weise über die Werke, die heute undenkbar scheint: Kunst war – zumindest in den bürgerlichen Kreisen der Gesellschaft – ein öffentliches, polarisierendes Thema. Als Sauerlandt nach der Ausstellung zwei Bilder für das Städtische Museum für Kunst und Kunstgewerbe kaufte, war der Skandal perfekt: So etwas wie Noldes „Abendmahl“ hatte man noch nicht gesehen. ...mehr

Vor 250 Jahren wurde die Lackfabrik Stobwasser gegründet. Das Roentgen-Museum Neuwied zeigt aus diesem Anlass zahlreiche noch nie ausgestellte Werke des Erfolgsunternehmens im Dialog mit Arbeiten der berühmten deutschen Möbelhersteller Abraham und David Roentgen

Luxus made in Germany


Tablett mit Ansicht der Küstenstadt Split, Manufaktur Stobwasser, um 1820

Die Bildersucht ist kein Phänomen des Computerzeitalters, möchte man angesichts der diversen Porträts, Landschaften und amourösen Szenen auf Tabakdosen, Möbeln und Tabletts aus der berühmten Lackfabrik Stobwasser sagen. Momentan zu sehen in der Ausstellung „Reinheit, Feuer & Glanz“, die mit Stobwasser-Produkten und Roentgen-Möbeln „Kunsthandwerk von Weltrang“ zusammenfügt, wie der Untertitel verspricht. In der 1763 gegründeten Manufaktur mit Dependancen in Braunschweig und Berlin wusste man, womit man seine Kundschaft begeistern kann. François Bouchers arkadisch-erotisierte Rokoko-Interpretation des Sujets „Entführung der Europa“ als Bemalung auf einer kühn türkisfarben lackierten Tischplatte, Tabletts mit Ansichten von Park und Schloss Wilhelmshöhe sowie Szenen nach Gemälden Angelika Kauffmanns – das war feinste, gehobene Ausstattung und Gesprächsstoff zugleich. Für den Adel ebenso wie für das aufstrebende Bürgertum um 1800. ...mehr

Wider das Dogma der oberflächlichen Perfektion: Der Fotograf Jochen Lempert präsentiert in der Hamburger Kunsthalle Aufnahmen von Tieren, Pflanzen, Menschen und Orten

Schwarz-Weiße Betrachtungen


Eine Straßenszene irgendwo in Asien: Eine nicht besonders auffällige Frau tritt hinaus auf den Bürgersteig. Dazu die weltweit übliche Stadtmöblierung: Kanaldeckel, Ampeln, Absperrgitter, ein Zebrastreifen. Und dann ist da noch eine schwarze Krähe, die es sich ganz oben auf einer Laterne bequem gemacht hat. Um genau diese Krähe, einen überaus anpassungsfähigen Kulturfolger in einer sich permanent verändernden städtischen Umgebung, geht es hier auch. Die eher unspektakuläre Aufnahme trägt den Titel „Corvus macrohynchos“, zu Deutsch „Dickschnabelkrähe“. Sie gehört zu einem Konvolut von über 100 Fotografien, die jetzt in der Hamburger Kunsthalle zu sehen sind. Der Hamburger Künstler Jochen Lempert zeigt in neun, teils vom Tageslicht hell erleuchteten Räumen Bilder von Tieren, Pflanzen, Menschen, dem Himmel und den Ozeanen. Einige Aufnahmen hat er auch zivilisatorischen Errungenschaften wie Flugzeugen oder Teilen von Gebäuden vorbehalten. ...mehr

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