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Am 29.05.2017 Auktion 65: Alte Meister - Moderne

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Tänzerin / Franz von  Stuck

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Ruinen des Parthenon, 1877 / Carl Friedrich Heinrich Werner

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Zwei Figuren vorm Meer / Erich Heckel

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AktuellAktuell:Museumsausstellung

Das Franz Marc Museum in Kochel antwortet mit einer sehenswerten, aber unaufgeregten Schau auf Florian Illies’ Erfolgsbuch „1913. Der Sommer des Jahrhunderts“. Unter dem Motto „Bilder vor der Apokalypse“ reflektiert man das künstlerische Spektrum der Moderne am Vorabend des Ersten Weltkrieges

Das Gleichzeitige des Ungleichzeitigen


August Macke, Vor dem Hutladen, 1913

Die Welt ist verführerisch beschaulich in den Bildern von August Macke und Franz Marc. Mackes 1913 entstandenes Gemälde „Vor dem Hutladen“ mit seinen warmtonigen, flächigen Bildelementen ist eine städtische Nachmittagsidylle. Aber er hat sie mit seinen fast konstruktiven, stilisierten Formen, die immer etwas Unscharfes suggerieren, ohne die übliche pittoreske Detailverliebtheit mit kühner Reduktion in Szene gesetzt. Streng modern sind auch Marcs rote und lilafarbene Gazellen und die blauen Pferde. Beseelt von paradiesischer Unberührtheit, von einer Reinheit und Ausgewogenheit, wie sie die Zivilisation am Anfang des 20. Jahrhunderts schon gar nicht mehr kannte. Von einer Apokalypse oder besser von der Vorahnung eines gewaltigen Weltenbrandes ist in diesen Bildern und auch in Ernst Ludwig Kirchners expressionistischer Farbzeichnung „Zwei Frauen“ oder in Erich Heckels urwüchsigem Gemälde „Parksee“ nichts zu spüren. ...mehr

Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen erforscht Alexander Calders Werkschaffen im Strom der Avantgarde

Immer die Balance wahren


Der Reiz, selbst Hand anzulegen, kribbelt in jedem, der Plastiken von Alexander Calder sieht. Schon zarte Berührungen, leichte Luftbewegungen oder sanfte Erschütterungen lösen bei seinen Mobiles bewegte Bilder aus. Über Experimente zur Erforschung von Material und Bewegung mobilisiert der Künstler die Zuschauer als Mitspieler, die auf diese Weise zu Koproduzenten kreativer Prozesse aktiviert werden. Einhergehend mit dem faszinierenden Spiel von Farben und Formen, Licht- und Schatteneffekten ergeben sich ideale Anknüpfungspunkte, Jung und Alt für seine Kunst zu begeistern. Die Popularität Calders ist ungebrochen. Doch die hohe Zahl von 22.000 dokumentierten Werken in verschiedenen Genres verhält sich extrem gegensätzlich zur Anzahl seiner Ausstellungen. ...mehr

Unter dem Titel „Jesus Reloaded“ zeigt das Kunsthaus Stade Christusbilder des 20. Jahrhunderts

Künstler suchen einen Ort im Durcheinander der Welt


Rund 1500 Jahre gehört das Bild Christi zur Kunstgeschichte. Von den ersten expliziten Christusdarstellungen auf spätantiken Mosaiken und Ikonen bis zu den individuell und subjektiv geprägten Jesusbildern unserer Zeit ist ein weiter Weg. Dem Christusbild der Moderne – zwischen dem Ende des 19. Jahrhunderts und der Gegenwart – widmen die Museen Stade eine Ausstellung: „Jesus Reloaded – Das Christusbild im 20. Jahrhundert“ richtet den Blick auf Kontinuität und Wandel in der Darstellung Jesu, vor allem in der säkularen Kunst. ...mehr

Richard Artschwager wäre in diesen Tagen 90 Jahre alt geworden. Eine Ausstellung im Haus der Kunst München widmet sich in stark konzentrierter Form dem Gesamtwerk des Meisters

Blp!


Es ist eine Jubiläumsausstellung und eine Gedenkausstellung zugleich geworden: Richard Artschwager wäre am 26. Dezember 2013 neunzig Jahre alt geworden. Doch Anfang des Jahres, am 9. Februar, ist er in Albany im Bundesstaat New York an den Folgen eines Schlaganfalls gestorben. Da war die erste große Retrospektive auf sein Werk seit 1988 im Whitney Museum in New York gerade wenige Tage zuvor zu Ende gegangen. Bis kurz vor seinem Tod erfreute er sich einer Gesundheit, die es ihm erlaubte, seinen Schaffensdrang in immer neue künstlerische Schöpfungen zu kanalisieren. Die Ausstellung des Whitney Museum hat das Haus der Kunst in München übernommen, und sie stellt einen Künstler vor, der im deutschsprachigen Raum nach wie vor zu den weniger bekannten Großen der amerikanischen Kunstszene des 20. Jahrhunderts gehört. ...mehr

Das Museum für bildende Künste Leipzig verbindet Richard Müller, Mel Ramos und Wolfgang Joop in einer Ausstellung: „Die Schöne und das Biest“

Frauen in laszivem Öl – Affen in goldenem Brokat


Eine Sonderausstellung des Museums für bildende Künste in Leipzig versucht, Werke des lange vergessenen Zeichners und Malers Richard Müller, des Pop Art-Künstlers Mel Ramos und des Modedesigners Wolfgang Joop mit dem Titel „ Die Schöne und das Biest“ in einem Ausstellungskonzept zu vereinen. Die leitende Idee dabei ist, Müllers und Ramos’ gemeinsames Interesse am weiblichen Körper zu thematisieren, Gemeinsamkeiten, aber auch provozierende Unterschiede zu entdecken. Wolfgang Joop als Gastkurator stellt Werke von Richard Müller aus seiner Sammlung sowie eine konzentrierte Auswahl eigener Arbeiten aus. ...mehr

Antwerpen beheimatet eine renommierte Kunstakademie, die 2013 ihren 350sten Geburtstag mit einer großen Ausstellung im MAS feiert

Von der gestelzten Ordnung zum multimedialen Chaos


in der Ausstellung „Happy Birthday Dear Academie. 350 Jahre Königliche Akademie für Schöne Künste Antwerpen“

Ist Kunst eine Wissenschaft? Muss Kunst schön sein? Was heißt Schönheit? Und letztendlich: Was überhaupt macht Kunst aus? Anlass, diesen Fragen einmal so weit wie möglich konkret auf den Grund zu gehen, bot nun der 350ste Geburtstag der Antwerpener Kunstakademie. Das Jubiläum betreibt sie mit einer Reihe von Aktionen, die die gesamte Metropole an der Schelde einbeziehen. Kunstwerke auf Straßen und Plätzen, Stadtwanderungen oder zahlreiche Veranstaltungen laden zum Mitfeiern ein. Gleichzeitig begeht die bekannte Modeakademie, ein Fachbereich der Kunstakademie, ihr 50jähriges Bestehen. Eine Ausstellung im Modemuseum widmet sich dem Modestudium an der Akademie und seiner weltweiten Geltung. ...mehr

Das Arp Museum in Rolandseck zeigt eine umfassende Retrospektive des Zeichners und Bildhauers Lajos Barta

Voller Kraft und Menschlichkeit


Lajos Barta, Liebeskraft, 1973

Tragen und getragen werden – Lajos Bartas Skulptur „Liebeskraft“ von 1973 bietet eine empfindsame Interpretation dieser menschlichen und zugleich bildhauerischen Grundkonstante. Der wegweisende und tragende Part ähnelt einem stilisierten Torso in Schrittstellung. Das lastende Element umschlingt den Torso und wirkt wie Gliedmaßen vergleichsweise lebendig. Trotzdem strahlt das Werk eine statische Ruhe aus. Quer zum Rhein gerichtet, spielt es auf die benachbarte Remagener Brücke an, einen sensiblen Platz, einen Ort der Befreiung, ein Symbol des Friedens. Tiefgründig versinnbildlicht Barta zugleich menschliche Beziehungen auf abstrakte Weise. Eigenständigkeit und Gemeinsamkeit, Aktivität und Passivität zweier Partner lassen sich mühelos assoziieren. Nur wenige Monate vor dem Tod des Künstlers wurde das Werk an einem verschneiten Novembertag 1985 eingeweiht. ...mehr

In zwei Designausstellungen im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe stehen Nachhaltigkeit und Gesellschaftskritik gleichermaßen im Fokus

Junges Design zwischen Öko- und Protestkultur


Enzo Mittelberger

Ein umfunktionierter Müllcontainer hat jetzt den mit 4.000 Euro dotierten HFBK-Designpreis der Leinemann-Stiftung für Bildung und Kunst gewonnen. Designstudent Enzo Mittelberger von der Hochschule für Bildende Künste Hamburg (HFBK) hat den antrazithfarbenen Container von der Stadtreinigung erworben und mit Säge und Heißluftfön kreativ bearbeitet. Herausgekommen ist ein bequemer Zweisitzer, der sowohl im Indoor- als auch im Ourdoorbereich platziert werden kann. Die Jury überzeugte auch die formale Ästhetik, die an den legendären Sessel von Stiletto-Design aus dem Jahr 1983 erinnert, der damals aus einem Supermarkteinkaufswagen geformt war. Stand in den 1980er Jahren noch die Konsumkritik im Vordergrund, geht es Enzo Mittelberger jetzt um die Idee des Recycling in unserer industriell geprägten Wegwerfgesellschaft. ...mehr

Der Siegeszug des Steindruckverfahrens: Die Hamburger Kunsthalle beleuchtet in einer abwechslungsreichen Überblicksschau die Blütezeit der Lithographie im Frankreich des 19. Jahrhunderts

Ganz nah am Zeitgeschehen


Eugène Delacroix, Wildes Pferd, von einem Tiger niedergestreckt, 1828

„Wir sehen hier eine Perlenschnur von Meisterwerken, eine Tour d’Horizon der französischen Lithographie“, beschreibt Kunsthallendirektor Hubertus Gaßner schwärmerisch die Ausstellung „Auf Stein gezeichnet. Lithographien von Bresdin bis Vuillard“ in der Hamburger Kunsthalle. Gezeigt wird eine spannende Überblicksschau der Lithographie im Frankreich des 19. Jahrhunderts aus den Beständen des Kupferstichkabinetts und der Privatsammlung Hegewisch. Kurator Jonas Beyer hat rund 90 Blätter von 15 Künstlern, darunter Eugène Delacroix und Honoré Daumier, Henri de Toulouse-Lautrec und Pierre Bonnard, zusammengetragen. ...mehr

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