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Tänzerin / Franz von  Stuck

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Ruinen des Parthenon, 1877 / Carl Friedrich Heinrich Werner

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Zwei Figuren vorm Meer / Erich Heckel

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AktuellAktuell:Museumsausstellung

Im Rahmen des 250jährigen Gründungsjubiläums der Kunsthochschulen in Leipzig und Dresden zeigen die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden Arbeiten des Fotografen und Professors Timm Rautert im Wechselspiel mit seinen Meisterschülern der letzten zwei Dekaden

In jedem Schüler steckt ein neuer Rautert


Gerade in künstlerischen Bereichen ist das Verhältnis von Lehrer und Schüler nicht immer spannungsfrei. Zwar muss der Mentor seine Studenten führen, ihnen eine Richtung geben, darf sie aber nicht zu einer Kopie seiner selbst werden lassen. Freiraum für eine eigene künstlerische Entwicklung ist an den Kunsthochschulen genauso essentiell. Timm Rautert zählt zu den wichtigen Pädagogen und Impulsgebern für aktuelle Strömungen in der deutschen Fotografie. Von 1993 bis 2007 hat er als Professor an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig dazu beigetragen, die große Tradition des Mediums weiterzuentwickeln und an jüngere Fotografen zu vermitteln. Auf das gedeihliche Verhältnis zwischen dem Lehrer Rautert und seinen Schüler geht derzeit die Ausstellung „Eine Klasse für sich – Aktionsraum Fotografie“ der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden ein. In prägnanten Gegenüberstellungen beider Generationen zeigt sie zugleich wichtige Entwicklungsströme in der Fotografie. ...mehr

Das Mainzer Landesmuseum würdigt erstmals nach 1992 den deutschen Impressionisten Max Slevogt mit einer kompakten Retrospektive

Das beste Pferd in Cassirers Stall


Max Slevogt, Nina mit Kirschenhut, 1912

Die beiden Cousins Bruno und Paul Cassirer waren einst führend, wenn es um die Vermittlung französischer Impressionisten nach Deutschland ging. Doch dem nicht genug: Intensiv suchten sie unter ihren Landsleuten adäquate Künstler. Als um 1900 der von ihnen wesentlich geprägte Begriff „Deutscher Impressionismus“ Künstler nach Berlin lockte, gehörten sie zu den wichtigsten Vermittlern der modernen Kunst. Auch der Bayer Max Slevogt konnte sich dem Werben der Cassirers sowie Max Liebermanns und Walter Leistikows nicht entziehen und zog 1901 in die deutsche Hauptstadt. Doch im deutschen impressionistischen Dreigestirn aus Liebermann, Lovis Corinth und eben Slevogt war letzterer stets der nachstehende, vor allem, wenn es um Verkaufspreise ging. Der aus einer Unternehmerfamilie stammende Liebermann war aufgrund seines gesellschaftlich-politischen Engagements bestens vernetzt und verstand es, seine Gemälde gut in Museen zu platzieren. Slevogt hingegen kümmerte sich nicht um Marketingstrategien und überließ alles seinem Kunsthändler Paul Cassirer und seinem Verleger Bruno Cassirer. Bruno, im Nebenberuf Gestütsbesitzer und Leiter eines Trabrennstalls, einte mit Slevogt die Leidenschaft fürs Reiten, was ihn zur selbstironischen Titulierung „als bestes Pferd in Cassirers Stall“ animierte. ...mehr

Noch zu entdecken: Das Ernst Barlach Haus in Hamburg präsentiert Skulpturen und Zeichnungen des in Deutschland geborenen schweizerischen Bildhauers Hans Josephsohn

Verletzliche Kolosse


Seine wuchtigen Bronze- und Messingskulpturen gehörten für viele zu den wahren Entdeckungen auf der letzten Biennale Venedig: Der schweizerische Bildhauer Hans Josephsohn (1920-2012) hat lange Zeit eher im Verborgenen gearbeitet. Eine erste große museale Würdigung erfuhr der im ostpreußischen Königsberg als Sohn einer deutsch-jüdischen Kaufmannsfamilie geborene Künstler erst im Alter von 82 Jahren im Amsterdamer Stedelijk Museum. Dabei hat der seit den 1940er Jahren im Schweizer Exil lebende Josephsohn rund um die menschliche Figur ein umfangreiches bildhauerisches Werk geschaffen, das mittlerweile in einem Atemzug mit dem wohl wichtigsten und teuersten Schweizer Bildhauer der Moderne, Alberto Giacometti, genannt wird. ...mehr

Kunst und Erster Weltkrieg: Das Von der Heydt-Museum in Wuppertal erinnert in einer materialreichen Ausstellung an die erste Großkatastrophe des 20. Jahrhunderts

Verschleppt ins Menschenschlachthaus


Georges-Edouard Darcy, Ein Friedhof bei Verdun, 14. Mai 1917

Welche Auswirkungen hatte der Erste Weltkrieg auf das künstlerische Schaffen? Wie verarbeiteten Maler die Katastrophen und die erschütternden Geschehnisse? Eine Reihe von Ausstellungsprojekten widmet sich zur Zeit diesen Fragestellungen, genau einhundert Jahre nach Beginn dieses ersten weltweiten Infernos, das auf stetig weniger Beachtung stößt. Unter dem Titel „Menschenschlachthaus“ versammelt eine groß angelegte Ausstellung im Wuppertaler Von der Heydt-Museum rund 350 Exponate von 122 Künstlern. Im Fokus stehen die bildenden Künste. Sie finden Ergänzung von dokumentarischen Filmausschnitten, Fotografien und weiteren Belegen dieses menschenverachtenden Kriegs. ...mehr

Vor 350 Jahren starb Francisco de Zurbarán. Das Bozar in Brüssel widmet dem zu unrecht weniger bekannten spanischen Barockmaler eine Ausstellung

Lichtgestalten aus der Finsternis


Francisco de Zurbarán, Agnus Dei, um 1635/40

Wie von einem Spotlight bestrahlt steht der heilige Gregor der Große vor tiefschwarzen Wänden, die durch einen leichten Schattenwurf angedeutet sind. Monströs von der Tiara bekrönt, beugt er den Kopf leicht zur aufgeschlagenen Heiligen Schrift, die er in roten Handschuhen hält. Aber auch die füllige Pontifikalkleidung scheint den Kirchenfürsten zum leichten Bücken zu zwingen. Die vor der Brust zusammengehaltene Kasel imponiert durch über und über mit Goldfäden durchsetzten sowie Perlen bestückten Stickereien. Teils überdeckt von der purpurroten Stola entfaltet das hellweiße Untergewand ein dominantes Eigenleben. Vertieft sich der Betrachter in den Furchen von Fransen und Falten, verliert er sich rasch in eine Vielfalt von Abstufungen zwischen kaltem Kreideweiß bis geblichen Strohweiß. Dieser Kniff durchzielt mal mehr, mal weniger offensiv das Werkschaffen von Francisco de Zurbarán. Die aktuelle Ausstellung im Brüsseler Palais des Beaux-Arts unterstützt diese Imagination durch gezielte Spots in stark abgedunkelten Sälen bis zur bitteren Neige. ...mehr

Gleich und doch verschieden: Die Hamburger Kunsthalle zeigt in der Galerie der Gegenwart die Schau „Serial Attitudes – Wiederholung als Methode seit den 1960ern“

Das Gesetz der Serie


Die 1960er Jahre in Amerika waren geprägt vom Aufkommen anonymer Vorstadtsiedlungen mit stereotypen Einfamilienhäusern. Der Triumphzug der Fertighausindustrie und der Baumärkte machte es möglich. Gleichzeitig begann der Siegeszug von Fast Food- oder Tiefkühlmenüs. Alles glich plötzlich irgendwie einander, baute aufeinander auf oder kam als kleine Variante des Immergleichen daher. Die Fließbandnormierung nahezu aller Lebensbereiche hatte sich durchgesetzt. Kein Wunder, dass dieses formalästhetische Alltagsumfeld sich irgendwann auch auf die Kunstproduktion dieser Zeit auswirken würde. „Serial Attitudes – Wiederholung als Methode seit den 1960ern“ lautet der Titel einer Ausstellung in der Hamburger Kunsthalle, die diesem Phänomen nachspürt. ...mehr

Die Kunsthalle Krems widmet sich aktuell der Zeichnung und hat sich dafür die Sammlung von Verena und Bernd Klüser vorgenommen. „Zurück in die Zukunft“, so der Titel der Schau, spielt mit der Gegenläufigkeit der Kollektion

Tatsächlich infinito


Giovanni Battista Tiepolo, Kopf eines Mannes mit geschlossenen Augen, um 1750

Privatsammlungen als geschlossene Ausstellung zu präsentieren, ist grundsätzlich keine Initiative, wofür man einem Museum im voraus Beifall spenden würde. In einigen Ländern ist es sogar unüblich, private Sammlungen geschlossen als solche auszustellen. Man präsentiert lieber einzelne Leihgaben in kontextuellen Bezügen. In österreichischen Kulturinstitutionen ist die Präsentation von privat Gesammelten dagegen Usus. Nicht nur in der Albertina werden konsequent Dauerleihgaben aus Privatbesitz gezeigt, auch im Wiener Museum Moderner Kunst spielt die Präsentation privater Kunstsammlungen, wie zum Beispiel die aktuelle Schau mit Arbeiten aus der Sammlung der belgischen Herbert Foundation, seit Jahren eine wichtige Rolle im Ausstellungsbetrieb. Zwischen Liebhaberei, Mäzenatentum und Professionalität gibt es vielfältige Spielräume für Vorlieben und Leidenschaften. ...mehr

Menschen und Landschaften in Ost und West: Die Hamburger Deichtorhallen präsentieren die erste gemeinsame Werkschau des ostdeutschen Fotografenpaars Ute und Werner Mahler

Monalisen der Vorstädte


Ein frisch verheiratetes Paar in seinem Schlafzimmer. Die Wände sind nahezu komplett mit Markenlogos aus dem kapitalistischen Ausland bedeckt: Verpackungen von Nylonstrümpfen, Waschmitteln und Süßigkeiten gängiger Westmarken. Wir befinden uns in der DDR im Jahr 1974. Die Aufnahme von den geheimen Sehnsüchten eines jungen Ostpaares stammt von der 1949 geborenen Fotografin Ute Mahler. Die Fotografie ist Teil ihrer zwischen 1972 und 1988 entstandenen Schwarz-Weiß-Serie „Zusammenleben“. In dieser Werkgruppe porträtiert Ute Mahler Menschen, die eine besondere persönliche oder familiäre Bindung haben wie Paare oder Geschwister. ...mehr

Objekte der Begierde: Die in Deutschland geborene New Yorker Konzeptkünstlerin Josephine Meckseper wird im Neuen Aachener Kunstverein mit einer Einzelausstellung präsentiert

Die bittersüßen Verlockungen der Warenwelt


„Do you want total war?“ Das Obergeschoss des Neuen Aachener Kunstvereins wird zur Zeit vom durchdringenden Sound des US-amerikanischen Elektro-Musikers Boyd Rice beschallt. Die in Deutschland geborene New Yorker Konzeptkünstlerin Josephine Meckseper benutzt die ohrenbetäubende Musik mit dem einhämmernden, ins Englische übersetzten Zitat aus der Sportpalast-Rede von Joseph Goebbels als Sound-Untermalung ihrer 2008 entstandenen Videoarbeit „0% Down“. Zu sehen sind stakkatohaft geschnittene Sequenzen aus US-amerikanischen Autowerbespots, in denen ganz normale PKWs zusammen mit Kampfjets inszeniert werden. Suggeriert wird der wohlfeile Abglanz des Militärischen für Jedermann – und das ganz ohne Anzahlung. ...mehr

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