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Tänzerin / Franz von  Stuck

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Ruinen des Parthenon, 1877 / Carl Friedrich Heinrich Werner

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AktuellAktuell:Museumsausstellung

Die Wiener Albertina zeigt derzeit das rege Schaffen der Kammermaler des Erzherzogs Johann von Österreich, der sich nicht nur aufgrund seines Adelstitels und seiner Tätigkeit als Feldmarschall einen Namen machte. Die Förderung von Kunst, Kultur und Industrie lag ihm ebenfalls am Herzen

Träumen ist menschlich


Matthäus Loder, Wasserfälle im Tischlerkar bei Gastein, 1827

Erzherzog Johann von Österreich liebte die Berge, die Menschen, die Tiere und das Landleben. Nicht umsonst unterhielt das 1781 in Florenz geborene Mitglied des Hauses Habsburg zeit seines Lebens insgesamt fünf renommierte Akademie-Maler, die ihm – treu ergeben und stets an seiner Seite – eine Flut an alpinen Darstellungen lieferten, sei es zu Forschungs-, Dokumentations- und Expeditionszwecken oder sei es als Wohltat für die Augen und für die Seele, wenn sich sein Herz in turbulenten Zeiten nach Harmonie und Einklang mit faszinierenden Naturformationen sehnte. Die Albertina führt den Besucher der Ausstellung „Von der Schönheit der Natur – Die Kammermaler Erzherzog Johanns“ in sieben Räumen chronologisch durch das Leben des Erzherzogs und präsentiert ihn als Freund und Förderer von Kunst, Industrie, Landwirtschaft und Eisenbahnwesen sowie von Kultur und Bildung. So ergänzen Schaukästen mit Modellen landwirtschaftlicher Geräte, die Johann realisieren lassen wollte, die rund 150 aufgehängten Gemälde, Aquarelle und Zeichnungen. Eines wird dabei offenbar: will man den Erzherzog kennenlernen, kommt man an seinen Malern und deren bildnerischen Zeugnissen nicht vorbei. ...mehr

Das mediale Spektakel ersetzt die Wahrhaftigkeit des Kunstwerks: Als zweite Station nach dem Wiels in Brüssel zeigt jetzt das Musée régional d’art contemporain Languedoc-Roussillon in Sérignan das ebenso humorvolle wie analytisch reflektierte „Musée des erreurs“ von Pierre Leguillon

Im Museum der Täuschungen


Der amerikanische Zirkusunternehmer Phineas Taylor Barnum (1810-1891) war eine schillernde, aber durchaus auch umstrittene Figur. Ebenso berühmt wie berüchtigt waren seine durch die Vereinigten Staaten ziehenden Tier- und Freakshows, in denen er neben wilden Tieren ohne irgendwelche moralische Bedenken auch Kleinwüchsige und Riesen, Amputierte, Albinos, Siamesische Zwillinge oder andere menschliche Exoten zur Schau stellte. Mit derlei Spektakeln wurde Barnum zeitweise steinreich. Genauso schnell aber verlor er sein Geld wieder mit spekulativen Geschäften. Barnum, der sich selbstironisch „König Humbug“ nannte, steht für eine Praxis des profitgierigen, ganz auf Entertainmenteffekte ausgerichteten Ausstellens ohne Skrupel und frei von jeglichem wissenschaftlichen Anspruch. Gleichzeitig, und das macht die Ambivalenz dieser Persönlichkeit aus, betätigte er sich als Philanthrop und spendete nicht unerhebliche Summen für den Kampf gegen die Sklaverei und für die Emanzipation der Schwarzen. ...mehr

Leichtigkeit und Vehemenz im deutsch-französischen Ländervergleich: Die Ausstellung „Impressionismus – Expressionismus. Kunstwende“, kurz „ImEx“, in der Alten Nationalgalerie Berlin stellt zentrale Werke des Impressionismus und des Expressionismus erstmals unmittelbar einander gegenüber. Sie zeigt frappante Unterschiede, aber auch erstaunliche Gemeinsamkeiten zwischen den Stilen

Die Flüchtigen und die Ausdrucksstarken


Motiv zur Ausstellung „Impressionismus – Expressionismus. Kunstwende“

Großstadtszenen bei Nacht, Tänzerinnen, Badende in freier Natur: Gemälde des Impressionismus und des Expressionismus zählen zu den Publikumslieblingen in großen Museen der Welt. In der Alten Nationalgalerie in Berlin versammelt jetzt die Ausstellung „Impressionismus – Expressionismus. Kunstwende“ rund 160 Meisterwerke von französischen und deutschen Impressionisten wie Claude Monet, Camille Pissarro oder Max Liebermann und Expressionisten wie Ernst Ludwig Kirchner, Franz Marc oder Erich Heckel. Hochkarätig besetzte Salonabende mit Schriftstellern, Kunsthistorikern, Architekten und Sängern begleiten die sehenswerte große Sommer-Ausstellung der Staatlichen Museen zu Berlin. ...mehr

Von Man Rays gelehriger Schülerin zur unerschrockenen Kriegsberichterstatterin: Das ungemein vielfältige fotografische Œuvre der Amerikanerin Lee Miller ist jetzt in der Wiener Albertina zu entdecken

Ein Leben zwischen Eleganz und Grauen


Das hätte auch schief gehen können. Als Lee Miller 19 Jahre alt war, besuchte sie Manhattan. Wie viele Touristen in New York war wohl auch sie von der Monumentalität der Wolkenkratzer abgelenkt und lief, ohne nach rechts und links zu schauen, schnurstracks auf die Fahrbahn. Hätte ein Passant sie nicht im letzten Moment zurückgezogen, so wäre sie Sekunden später von einem herannahenden Auto überfahren worden. Der Zufall wollte es, dass es sich bei dem geistesgegenwärtigen Fremden um den Verleger Condé Nast handelte, der mit Zeitschriften wie Vogue und Vanity Fair berühmt geworden war. Nast fand sofort Gefallen an der gut aussehenden jungen Frau und engagierte sie als Model. Fotolegenden wie Edward Steichen und Horst P. Horst verewigten ihr Gesicht und ihren Körper auf den Covern von Modemagazinen und auf Werbeanzeigen. ...mehr

Raus aus dem Atelier und hinein ins Leben: Heinz Mack, Otto Piene und Günther Uecker, die Gründer der Düsseldorfer Künstlergruppe ZERO, hatten Ende der 1950er Jahre genug von der artistischen Mutlosigkeit der Nachkriegszeit. Mit der Ästhetik des Raumfahrtzeitalters huldigten sie dem technischen Fortschritt und knüpften ein weltweites Netzwerk – jetzt zu besichtigen im Berliner Martin-Gropius-Bau

Wanderzirkus ZERO


ZERO in der Düsseldorfer Wohnung von Alfred Schmela, um 1965

„Fünf – vier – drei – zwei – eins - zero: Rakete flitzt hoch“, zitierte der Kritiker der Zeitung „Die Welt“ am 25. Juli 1961 aus der Zeitschrift „Zero“, die am Abend zuvor in der Düsseldorfer Avantgarde-Galerie Schmela einem illustren Publikum vorgestellt worden war. Mit Beiträgen von und über Otto Piene, Heinz Mack, Günther Uecker, Arman, Yves Klein, Jean Tinguely oder Piero Manzoni zog die gleichnamige, international vernetzte Künstlergruppe erstmals Zwischenbilanz. Geboren wurde die neue, optimistische und fortschrittsgläubige Bewegung einige Jahre zuvor in einem zerbombten Atelierhaus in Düsseldorf-Unterbilk. Und das ist allein deshalb schon bemerkenswert, weil der künstlerische Diskurs im Nachkriegsdeutschland lange Zeit vom Informel geprägt war. Einer zwar auch international beachteten, abstrakten Kunst des Gestischen, Formlosen und Expressiven, die aber aus der Sicht der Jungen an ihrer weltabgewandten Innerlichkeit krankte. ...mehr

Kunst aus der Seltene-Erden-Zeit bei Thyssen-Bornemisza Art Contemporary in Wien

Giftige Handtücher


Eine der frühesten, mit der Geburt des Museums assoziierten Periodisierungen entwickelte der dänische Altertumsforscher Christian Jürgensen Thomsen im beginnenden 19. Jahrhundert. Was unterscheidet, so fragte er sich, einen Abschnitt menschlichen Handelns von einem anderen? Welche Gegenstände könnten untersucht werden, um Aufschlüsse und Erkenntnisse über den Zeitgeist einer Epoche zu erhalten? In einer Ausstellung zur Urgeschichte gliederte Thomsen die Epochen menschlichen Handelns anhand der jeweils charakteristischen Materialien zur Werkzeug- und Waffenherstellung. Seine Analyse ergab die Klassifizierung in „Steinzeit“, „Bronzezeit“ und „Eisenzeit“, und sein innovativer Ansatz ermöglichte wesentliche Erkenntnisse über Rituale, Produktionen und soziale Beziehungen jener Kulturepochen. ...mehr

Genie und Bürgerschreck: Anlässlich des bevorstehenden 70. Geburtstags des Filmemachers Rainer Werner Fassbinder zeigt der Berliner Martin-Gropius-Bau die Ausstellung „Fassbinder – Jetzt“. Neben Filmausschnitten und Fassbinder-Memorabilia vom Drehbuch bis zur Lederjacke sind auch Werke zeitgenössischer Künstler zu sehen, deren Ästhetik von Fassbinder beeinflusst wurde

Filme statt Bomben


Auch 33 Jahre nach seinem Tod 1982 ist Rainer Werner Fassbinder immer noch aktuell. Die Faszination und Strahlkraft von Person und Werk haben bis heute nicht nachgelassen. So einer wie er, der frei nach dem Motto „Ich werfe keine Bomben, ich mache Filme“ den Finger in die offenen Wunden der deutschen Geschichte und Gegenwart legt, der sein Publikum verstört, ja quält, um es gleich im nächsten Moment wieder grandios zu unterhalten, der fehlt in der heutigen, bloß noch auf Konsens, Quote und Marktgängigkeit ausgerichteten deutschen Kino- und Fernsehlandschaft. ...mehr

Private Schätze zum Vorschein gebracht: Das Hamburger Ernst Barlach Haus präsentiert eine anonyme Hamburger Privatsammlung von musealer Qualität. Werke des Realismus, Impressionismus und Expressionismus zwischen landschaftlicher Schönheit, purer Lebenslust, Melancholie und schonungsloser Sozialstudie

Zustände des Lebens


Max Liebermann, Schafhirtin, 1887

Diskretion gehört zu den festen Säulen im Wertefundament eines echten Hanseaten. Und vornehme Zurückhaltung wird auch dann ganz groß geschrieben, wenn es um die eigenen Besitztümer geht. Zumal, wenn jemand bereits in den 1960er Jahren angefangen hat, deutsche Kunst von Rang zu sammeln, die ebensogut in der Hamburger Kunsthalle hängen könnte wie in einem offenbar sehr geräumigen Privathaus. Namen wie Max Liebermann, Lovis Corinth oder Paula Modersohn-Becker stehen schließlich für höchste museale Würden. „Land und Leute“ ist jetzt eine rund 70 Werke umfassende Ausstellung im Hamburger Ernst Barlach Haus betitelt, die profunde Einblicke in diese Hamburger Privatsammlung vermittelt. Deren Besitzer möchte seine Schätze zumindest für vier Monate erstmals der Öffentlichkeit vorstellen. Er selbst zieht es aber vor, anonym zu bleiben. ...mehr

München macht „Bella Figura“: Bronzen zwischen Renaissance und Barock im Bayerischen Nationalmuseum

Eliten der Bronzekunst in bayerischen Landen


Hubert Gerhard, Merkur, Augsburg 1590/93

Von ihm geht Alles aus: Antonio Susini lernte bei ihm und Carlo di Cesare del Palagio und vor allem Adriaen de Vries, Hubert Gerhard bewegte sich in seinem Umfeld, und von ihm wiederum waren Hans Reichle und Hans Krumpper abhängig – Jean de Boulogne, um 1529 in Douai in der Grafschaft Flandern geboren, als junger Mann nach Italien ausgewandert, wo er noch den alten Michelangelo kennenlernte, sich Giambologna nannte und 1608 als hochangesehener Inhaber einer großen Werkstatt in Florenz gestorben, war eine künstlerische Persönlichkeit von epochalem Rang. Die höfischen Kreise ganz Europas begehrten seine Skulpturen, Künstler aus aller Herren Länder reisten zwecks stilistischer und technischer Weiterbildung zu ihm und kehrten als allseits begehrte Schüler in ihre Heimat zurück. Mit ihm verbindet sich der künstlich-künstlerische Begriff des Manierismus zwischen Renaissance und Barock, aber ein bloßer Übergang ist das nicht, im Gegenteil: Giambologna ist der ruhende Pol, von dem aus die Skulptur in ganz Europa eine neue Richtung einschlagen sollte. ...mehr

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