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Blumenstrauß mit Plastik vor Fenster, 1925 / Ernst Ludwig Kirchner

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Leda mit dem Schwan / Eduard Veith

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Ohne Titel, 2013 / Heinz Mack

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AktuellAktuell:Galerien

Ich schminke mich, also bin ich: Die New Yorker Malerin Gina Beavers zeigt in der Berliner Gnyp Gallery neue Gemälde, die sich mit Make-up-Tutorials aus dem Internet beschäftigen

Dreidimensionale Lippenbekenntnisse


„make up tutorial“. Gibt man diese drei Wörter bei Google ein, so erhält man auf Anhieb 43.500.000 Fundstellen. Auch demjenigen, der sich zuvor mit dieser Materie nicht beschäftigt hat, ist auf Anhieb klar, dass es hier um ein Thema geht, das ganz offensichtlich für Millionen Menschen – überwiegend dürften es Frauen sein – von großer Bedeutung ist. Make-up-Tutorials, zu Deutsch etwa „Schminkanleitungen“, zeigen Schritt für Schritt, wie man mit Lidschatten, Eyelinern, Lippenstift, falschen Wimpern, Mascara und unzähligen anderen Kosmetikprodukten und Werkzeugen Mund und Augen in kleine Kunstwerke verwandelt – mit begrenzter Haltbarkeit jedoch, denn auch das perfekteste Make-up hält höchstens ein paar Stunden. ...mehr

Der Förderverein „Neue Kunst in Hamburg“ unterstützt junge Künstler mit einem Reisestipendium. Die Ergebnisse sind nun in Hamburger Galerien zu sehen

Reisemitbringsel in Hamburg


André Mulzer in der Produzentengalerie

Eine Reise in fremde Weltgegenden kann sehr inspirierend sein. Seit Jahrhunderten begeben sich Forschungsreisende, Schriftsteller und Künstler auf große Tour, um mit vielen Anregungen im Gepäck zu Hause zur Höchstform aufzulaufen. Ob Paul Gauguins Aufenthalte in der Südsee, Johann Wolfgang von Goethes Italienische Reise oder Alexander von Humboldts Expeditionen nach Südamerika – für derart aufwendige Reisen braucht es allerdings immer eine gewisse finanzielle Förderung, um der Kreativität auf die Sprünge zu helfen. ...mehr

Ein Streifzug durch Münchens Galerien untermauert das Image der Szene: kein Hang zum Experimentellen, aber sicheres Gespür für Qualität. Zum Beispiel Karin Kneffel in der Galerie Schöttle, Olaf Otto Becker bei f5,6, Nachkriegspositionen in der Galerie 20/21 und Lienhard von Monkiewitsch bei Gudrun Spielvogel

Von der Magie der Unschärfe


Momentan wird Karin Kneffel als eine der erfolgreichsten Malerinnen Deutschlands gefeiert. Mit ihren prallen, fast fotorealistisch gemalten Kirschen hat sie vor ein paar Jahren eine Schar von Sammlern verführt. Ihr Spiel mit der Realität aber hat Kneffel, die in Düsseldorf und München arbeitet, immer wieder verfeinert, wie auch die erst 2016 entstandenen Gemälde in der aktuellen Ausstellung der Münchner Galerie Rüdiger Schöttle zeigen. Flirrender, unergründlicher, irritierender sind sie geworden. Ihre Neuinterpretationen des legendären Kerzenbildes und die Integration des 1988 entstandenen Richter-Gemäldes der sich abwendenden „Betty“ in verschiedenen figurativen Gruppenbildern lassen ahnen, dass sie einmal Meisterschülerin Gerhard Richters war. ...mehr

Die Münchner American Contemporary Art Gallery hat in Europa den exklusiven Zugang zu Nachlässen von Künstlern wie Sam Francis oder Adolph Gottlieb. Sie arbeitet leise und bestimmt. Und begeht gerade mit Werken von Richard Pousette-Dart ihr 30jähriges Bestehen

Dem Abstrakten Expressionismus verschrieben


Lang ist die Liste der Künstler, die die American Contemporary Art Gallery vertritt, nicht. Aber von einigem Gewicht. Lediglich sechs US-amerikanische Abstrakte der Nachkriegszeit gehören zu ihrem Portfolio. Aber sie alle haben jene Phase der Kunstgeschichte kräftig mitgestaltet, als sich die Szene der Vereinigten Staaten gerade von Europa emanzipierte und in New York eine neue Malerei ausgerufen wurde: der Abstrakte Expressionismus. Adolph Gottlieb, der mit seinen Piktografien und „Imaginären Landschaften“ mit den sonnenähnlichen, strahlenden runden Formen einen neuen Ton in die amerikanische Nachkriegskunst brachte, ist einer von ihnen. Oder auch Jack Tworkov, dessen wilde expressive Phase als Action Painter in den 1960er Jahren dann in eine geometrischen Malerei mündete, sowie der impulsive, farbintensive und vom Tachismus beeinflusste Sam Francis. „Etwas mehr als einen Handvoll Künstler – das reicht“, sagt der Galerist Otto Hübner. Recht hat er, wenn man wie er nicht nur schnell einen Hype erzeugen, sondern ein paar wirklich bedeutende Künstler langfristig in wichtigen Sammlungen und Museen platzieren will. ...mehr

Die Open Art in München ist die Mutter aller Galeriewochenenden. Am Freitag startet die 28. Ausgabe. Von Nord-Schwabing bis zum Gärtnerplatzviertel haben 55 Galerien ihre Türen weit geöffnet

Neuer Sport: Galerie-Hopping


Der Eventcharakter zieht. Nie haben die Münchner Galerien mehr Besucher als zur Open Art, die am kommenden Wochenende wieder ein Heer von Sammlern und Neugierigen zum zwanglosen Flanieren animiert. Ein neues Wort für den speziellen Reiz dieser Wochenenden macht die Runde: Galerie-Hopping. Münchens Galeristen haben aus der Open Art nie ein Spektakel gemacht. Und es bleibt dabei. Die Szene in München ist eher leise, aber in der Ruhe liegt ihre Kraft. ...mehr

Galerienrundgang Düsseldorf: Die Düsseldorfer Galerienszene zeichnet sich durch ein entspanntes Miteinander ebenso aus wie durch ihre Nähe zu den rheinischen Sammlern

Gutes Potenzial am Rhein


Ein lauer Freitagabend in Düsseldorf. Es ist Vernissage in einigen Galerien in Flingern und in der Innenstadt. Außerdem Eröffnung im Kunstverein. Die Wege sind kurz: Das Publikum ist überwiegend zu Fuß, mit dem Rad oder der Straßenbahn unterwegs. Nur keine Zeit verlieren. Man trifft sich gleich mehrmals an diesem Abend – spätestens an der nächsten Station. Und die Stimmung? „Die Stimmung ist trotz vieler kulturpolitischer Widrigkeiten in NRW gut in Düsseldorf“, sagt Daniela Steinfeld, Inhaberin der Galerie Van Horn. Der Umgang unter den Galeristen sei „sportlich-freundlich“. „Wenn man hier mit einer guten Idee kommt, ist man sofort dabei. Ich habe das Gefühl, dass in Düsseldorf gerade eine positive Entwicklung stattfindet“, so Steinfeld. ...mehr

Münchner Galerien auf hohem Niveau und in Entdeckerlaune: Joseph Beuys und Nam June Paik in der Galerie Thomas, Fotografien von Albrecht Tübke bei Galerie Jordanow und bei Barbara Gross exklusiv in Deutschland das Werk der Konzept- und Performancekünstlerin Jana Sterbak. Die Galerie Rieder schaut auf 35 Jahre Engagement in Sachen Kunst zurück

Ein Urklavier im Holzkasten


Wer derzeit die Galerie Barbara Gross betritt, erinnert sich sofort an die große Retrospektive der tschechisch-kanadischen Konzept- und Performancekünstlerin Jana Sterbak im Jahr 2002 im Haus der Kunst, auch an das hauchzarte, transparente Hemdchen mit dem Brusthaarflor auf Dekolletehöhe, das die üblicherweise erotische Ausstrahlung der durchschimmernden Frauenbrüste in ihr Gegenteil verwandelt. Und an das Foto „Absorption“, auf dem sie ihre Verwandlung in eine Motte darstellt, die – wie nebenstehender Text erklärt – es sich zur Aufgabe gemacht hat, die 100 Filzanzüge von Joseph Beuys nach und nach dem Zerfall preis zu geben. Beide Arbeiten sind in der Ausstellung „Identity“ bei Barbara Gross in München zu sehen, mit der die Galeristin in Erinnerung ruft, dass Sterbaks irritierendes, poetisch-bildhaft und mitunter subtil-komplexes Werk zu den prägnantesten künstlerischen Äußerungen der Gegenwart gehört. Erinnert sei nur an das Kleid aus Fleisch von 1987, das Lady Gaga 2010 zum MTV Video Music Award neu auf- und angelegt hatte. Das Kleid ist in München als Foto gegenwärtig. ...mehr

In Wiener Galerien: Clegg & Guttmann bei Georg Kargl Fine Arts, Anna Jermolaewa bei Kerstin Engholm

Portraits der Macht


Das Duo Michael Clegg und Martin Guttmann gehört zu jenen Künstlern, die sich in ihren Arbeiten mit gesellschaftlichen Strukturen, Machtverhältnissen und deren historischen Hintergründen auseinandersetzen. Damit sind die beiden Künstler irischer beziehungsweise israelischer Herkunft, die seit ihrer Studienzeit an der New Yorker School of Visual Arts bei Joseph Kosuth zusammenarbeiten, typische Exponenten jener Kunstrichtung, die seit den 1990er Jahren unter dem Oberbegriff „Kontext-Kunst“ oder „Institutionelle Kritik“ firmiert. Bekannt wurden die beiden unter anderem für ihre projektorientierten Arbeiten, wie beispielsweise die seit den 1990er Jahren für den öffentlichen Raum konzipierte Serie der „Offenen Bibliothek“, mit der die beiden den städtischen Raum bespielten. ...mehr

Bereits im elften Jahr lockt das Gallery Weekend Berlin jetzt Sammler aus aller Welt in die deutsche Hauptstadt. Zu entdecken gibt es zeitgenössische Kunst vom Feinsten und neue, teils spektakuläre Ausstellungsorte in Kirchen oder alten Kraftwerken

Kathedralen für die Kunst


Katharina Grosse bei König Galerie St. Agnes

„Das Gefühl ist super. Ich bin total glücklich. Die Mühen waren es wert“, sagt Galerist Johann König. Pünktlich zum Gallery Weekend Berlin ist die jahrelange Umwandlung der ehemaligen katholischen Kirche St. Agnes in eine Galerie jetzt fertig geworden. Der Architekt Arno Brandlhuber hat Werner Düttmanns denkmalgeschützte Betonkirche von 1967 in Kreuzberg mit einigen pointierten Eingriffen in Berlins wohl spektakulärste Galerie umgebaut. In das 800 Quadratmeter große Kirchenschiff wurde eine zweite Ebene aus hellem Sichtbeton eingezogen. Entstanden ist so im ersten Stock ein grandioser Ausstellungsraum, der in Berlin seinesgleichen sucht. Zur Premiere zeigt St. Agnes jetzt eine Einzelausstellung der für ihre großformatigen, abstrakten Sprühbilder bekannten Berliner Malerin Katharina Grosse. ...mehr

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