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Ohne Titel - Chromatische Konstellation, 2015 / Heinz Mack

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Ausstellungen

Berlin feiert den 100. Geburtstag seines Baumeisters Werner Düttmann

Gesicht und Struktur einer Stadt


Werner Düttmann, Hansabücherei, 1957

Werner Düttmann war ein äußerst umtriebiger Berliner Vollblutarchitekt und Künstler. In den Nachkriegsjahrzehnten zählte er zu den zentralen Akteuren in der Bau- und Kulturszene im Westen der geteilten Metropole. Bis heute nachhaltig durch sein effektvolles spartenübergreifendes Bauschaffen im Stadtbild präsent, feiert die Hauptstadt ihn nun ...mehr

08.04.2021

In der Ausstellungen „Fragile Schöpfung“ behandelt das Dom Museum Wien das Verhältnis von Natur und Mensch und geht dem vielgestaltigen Beziehungsgeflecht durch die Jahrhunderte nach

Die Erde halten


Lois Weinberger, Die Erde halten, 2010

Das Wiener Dom Museum hat sich in den letzten Jahren zu einer bemerkenswerten Kunstinstitution entwickelt. Aus dem wenig bekannten Erzbischöflichen Dom- und Diözesanmuseum erstand im Oktober 2017 nach mehrjährigem Umbau durch den Architekten Boris Podrecca das neue Dom Museum, das zwei vollkommen unterschiedliche Sammlungen beherbergt: den alten Domschatz, der seit der Gründung des Museums im Jahr 1933 hier versammelt worden war und die Otto Mauer-Sammlung österreichischer Nachkriegsavantgarde, die erst nach dem Tod von Monsignore Mauer durch einen Schenkungsvertrag an das Museum kam, aber lange Zeit weitgehend unsichtbar blieb. Sakrale und profane Kunst, historische Werke sowie neuzeitliche und aktuelle Arbeiten werden sowohl in der Dauerausstellung als auch in jährlich wechselnden Präsentationen, wie zuletzt „Zeig mir deine Wunde“ oder „Family Matters“, kontextualisiert. Gesellschaftlich Relevantes behandelnd, begreift sich das Haus, das vergangenes Jahr den Österreichischen Museumspreis erhielt, als Ort aktueller Diskurse. ...mehr

01.04.2021

Auch Österreich feiert den 100. Geburtstag von Joseph Beuys, und das Belvedere 21 in Wien müht sich an dem universellen Kunstbegriff des Totalkünstlers ab

Ohne Kraft und Zauber


in der Ausstellung „Joseph Beuys. Denken. Handeln. Vermitteln.“

Rund um den Globus widmen sich in diesem Jahr Kunst- und Kultureinrichtungen dem Lebenswerk von Joseph Beuys. Ausstellungen, Aktionen und Performances, Theater-, Musik- und Lehrveranstaltungen erkunden anlässlich des 100. Geburtstags die faszinierenden, provozierenden und umstrittenen Ideen eines der weltweit einflussreichsten bildenden Künstler nach 1945 und laden dazu ein, seine Bedeutung für die internationale Kunst wie für die Gesellschaft zu ergründen. 1921 wurde der Künstler in Krefeld geboren. Zwei Dutzend Ausstellungen und zahlreiche begleitende Veranstaltungen drehen sich allein in Deutschland in den kommenden Monaten um sein Schaffen. Noch bevor ab Ende März eine große Beuys-Ausstellung in der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf anläuft, hat das Wiener Belvedere 21 nun eine umfangreiche Werkschau eröffnet, die mit rund 60 Arbeiten sowie zahlreichen Multiples, Dokumentationen und Filmen einen Einblick in Beuys’ Lebenswerk gibt. Die Schau nimmt vor allem seine Beziehung zu Wien in den Blick, fragt nach der Aktualität seines Werks und stellt sich einmal mehr der schwierigen Aufgabe: Wie zeigt man Beuys ohne Beuys? ...mehr

29.03.2021

In Bonn verschmelzen der 250. Geburtstag Ludwig van Beethovens und der 100. Todestag Max Klingers in einer grandios inszenierten Ausstellung

Musikalisch-künstlerische Einheit


Max Klinger, Beethoven, 1902

„Die Idee kam mir eines schönen Abends in Paris am Klavier, und so farbig bestimmt und deutlich, wie nur ganz wenige Sachen: die Haltung, die Faust, das rote Gewand, der Adler, der Sessel, die Falten - sogar die Goldlehnen“, berichtete der leidenschaftliche Klavierspieler Max Klinger rückblickend über die Inspiration für seine berühmteste Skulptur. Nach der ersten Idee im Jahr 1884 fertigte er zunächst die farbig gefasste, heute im Besitz des Bonner Beethovenhauses befindliche Gipsversion des im eigenen Auftrag kreierten Beethoven-Denkmals. Doch noch 17 Jahre sollten vergehen, bis er sein Opus Magnum in mühevoller Arbeit mit hohem logistischem Aufwand sowie Materialkosten von 150.000 Mark 1902 vollenden konnte. ...mehr

24.03.2021

Das Berliner Georg-Kolbe-Museum widmet sich dem eigenen Haus und stellt den Bildhauer als Ideengeber für seinen Rückzugsort vor

My home is my castle


Georg Kolbes „Sensburg“ im Berliner Westend, 1928

Die Lage des Hauses scheint geradezu ideal. Zwischen der Berliner Messe und dem Olympiastadion bietet der ruhige Ort an der Sensburger Allee im Westend der deutschen Hauptstadt Anlass, fernab aufreibenden sportlichen Treibens oder nervigen Kunstbetriebs in besinnliche Sphären abzutauchen. Doch es war die Nähe zum Grab seiner im Februar 1927 verstorbenen Frau Benjamine, die den Bildhauer Georg Kolbe veranlasste, hier sein letztes Domizil zu errichten. Nahe dem Waldfriedhof und dem Bahnhof Heerstraße erwarb er am 21. Mai 1928 das nötige Grundstück. Im Jahr 1904 aus Sachsen nach Berlin übergesiedelt, um Anschluss an die internationale Kunstwelt zu finden, nahm Georg Kolbe zunächst in Schöneberg und später im Bezirk Tiergarten Quartier. Der Umzug trug Früchte: In Berlin stieg der Bilderhauer zum Gipfelpunkt seines Schaffens auf, konnte sich in Künstler- und Architektenkreisen bestens vernetzen, und seine Galeristen Alfred Flechtheim und Paul Cassirer vertrieben sein Werke weltweit. ...mehr

20.03.2021

Auch in Wien mussten Museen und Kunstvereine auf Grund der Corona-Pandemie zum zweiten Mal ihre Pforten schließen. Die Galerien allerdings sind weiterhin geöffnet und trotzen der schwierigen Situation mit einem anspruchsvollen und ambitionierten Programm. Ein Rundgang durch aktuelle Ausstellungen

Von der Geschichte über Erinnerung und Mythologien bis zur Natur


Ungeachtet des immer größeren finanziellen Drucks, abgesagter Messen und fehlender Besucher gibt es sogar Zuwachs in der österreichischen Galerieszene. Victoria Dejaco und Michael Wonnerth-Magnusson eröffneten den jüngsten Neuzugang mit einer Schau des Künstlers Georg Petermichl im vergangenen September. Nachdem die beiden Kunsthistoriker jahrelang für Galerien, ...mehr

Die Münchner Galerien starten nach einem schwierigen Pandemie-Halbjahr an diesem Wochenende ihre Herbstsaison. Die altbewährte „Open Art“ und das frische Format „Various Others“ ziehen dabei an einem Strang und wollen München als Galerienstadt zu mehr Ausstrahlung verhelfen

Besuch aus Berlin


Nach Düsseldorf, Köln und Frankfurt öffnen am Wochenende auch Münchens Galerien ihr Tore ganz weit, um die neue Saison einzuläuten. Vor zwei Jahren hat „Various Others“ erstmals frischen Wind in das populäre, aber auch zur Erstarrung neigende Galerienwochenende gebracht. Und nicht nur das. Das junge und offene Format gab der Kunstszene der Stadt neue Energie und neuen Input. Dabei forcierten die „Various Others“-Macher um den Galeristen Johannes Sperling, den Jahn und Jahn-Mitarbeiter Tim Geißler und Sarah Haugeneder vom Espace Louis Vuitton nur eine kunsthändlerische Idee, die in den 1920er Jahren schon genauso üblich war, wie in den 1970ern: den kooperativen Austausch unter den Galeristen. ...mehr

Anselm Kiefer präsentiert seinen neuen Werkzyklus über Walther von der Vogelweide derzeit in der Salzburger Galerie Thaddaeus Ropac

Gedrückte Halme und flirrende Luft


in der Ausstellung „Anselm Kiefer – Für Walther von der Vogelweide“

Während die Veranstalter der Salzburger Festspiele in diesem Jahr durch die globale Corona-Pandemie gezwungen waren, sowohl ihr Angebot, als auch die Anzahl der Tickets zu reduzieren, kommen Kunstliebhaber in der Stadt an der Salzach immer noch auf ihre Kosten. Beeindruckend ist die Soloschau mit neuen Arbeiten von Anselm Kiefer, die in der Villa Kast, der Galerie von Thaddaeus Ropac, zu sehen ist. Die Ausstellung umfasst achtzehn großformatige Arbeiten, mehrere Gemälde und eine Installation von 2019/20, die im südfranzösischen Barjac entstanden sind, einem Ort, der bereits Anfang der 1990er Jahre zu einem der Lebens- und Arbeitsmittelpunkte des 1945 in Donaueschingen geborenen Künstlers wurde. ...mehr

Die Hamburger Galerie Hans präsentiert eine Ausstellung und einen umfangreichen Katalog zu Johann Wolfgang von Goethe und seiner Zeit

Der Bauch ist zu dick!


Christian Daniel Rauch, Goethe im Hausrock, 1828/29

Im Alter, als Johann Wolfgang von Goethe längst eine internationale Berühmtheit war, häuften sich die Besuche bildender Künstler im Haus des Dichters, Schriftstellers, Staatsmanns und Naturforschers am Weimarer Frauenplan. Der eine Generation jüngere Christian Daniel Rauch beispielsweise besuchte Goethe – schon zum wiederholten Mal – im September 1828 auf der Rückfahrt von einer Rheinreise und notierte anschließend in sein Tagebuch: „22. Sept. bis Weimar und bei Goethe verweilt, dessen ganze Gestalt im kleinen modellirt im Hausrock, die Längen und Breite gemessen, am 25ten mittags Weimar verlassen.“ Herausgekommen ist bei seinen Studien eine Statuette von 34 Zentimetern Höhe, die Goethe in typischer Haltung, stehend beim Reden und Nachdenken, mit auf dem Rücken verschränkten Armen zeigt. Doch der Dargestellte war, als er das Gipsmodell zu Gesicht bekam, gar nicht einverstanden. Der Gesichtsausdruck gefiel ihm nicht, er fand sich zu dick und monierte den zu großen Bauchumfang. Rauch musste im darauffolgenden Sommer, nach einer neuerlichen Anwesenheit beim Dichter, nacharbeiten, „modellierte vorn und nahm ab“, wie sich Bildhauerkollege Ernst Rietschel später erinnerte. Der „Goethe im Hausrock“, der dann in der von Rauch initiierten Berliner Gießereischule als Bronzefigur vervielfältigt wurde und erstmals 1830 in der Akademie-Ausstellung öffentlich präsentiert wurde, erfreute sich schon bald großer Beliebtheit und kam vielfach in Umlauf. ...mehr

Wen die Keramik der Moderne interessiert, der muss noch schnell nach Wien. Nicht ganz 150 Exponate von Künstlern der Wiener Werkstätte aus der Zeit von 1900 bis 1930 präsentiert die Galerie bei der Albertina – Zetter in ihrer derzeitigen Verkaufsausstellung. Ein Top-Stück folgt dem anderen

Best Off der Wiener Keramik


Gudrun Baudisch, Doppelkopf, 1929

Die Rolle der Wiener Werkstätte in der Aufbruchszeit des frühen 20. Jahrhunderts ist unumstößlich: Sie war der Motor eines neuen, modernen Stils mit unverwechselbarem k.u.k. Einschlag. In Museen und auf dem Kunstmarkt werden nicht nur Arbeiten von Protagonisten wie Josef Hoffmann oder Koloman Moser gefeiert und hoch gehandelt. Doch was kein Museum bislang geschafft hat, hat nun die Wiener Galerie bei der Albertina von Katharina Zetter-Karner realisiert. Noch bis Ende November zeigt sie in ihrer Überblicksschau „Ceramics. Vienna 1900-1930“ einen mehr als repräsentativen Querschnitt von fast 150 Arbeiten der wichtigsten Keramik-Künstler, mit denen die Wiener Werkstätte zusammengearbeitet hat. ...mehr







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