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Am 26.10.2019 Kunstauktion 99 bei Winterberg|Kunst in Heidelberg

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spring swing, 2012 / Heinz Mack

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Im Park von Schloss Mainberg bei Schweinfurt, 1874  / Hans Thoma

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Amazone, nach 1906 / Franz von  Stuck

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Ausstellungen

Das Städel Museum in Frankfurt ist den Legenden um Vincent van Gogh auf der Spur und zeigt die Auswirkungen des Malers auf die deutsche Kunstlandschaft

Malerei im Rohzustand


Vincent van Gogh, Selbsporträt, 1887

„Um keinen anderen Künstler der letzten gut 130 Jahre ranken sich wohl mehr Mythen als um Vincent van Gogh. Der von ihm vermeintlich verkörperte Typus des verkannten Künstlergenies dient bis heute als Vorlage für zahlreiche Filme, Bücher und Ausstellungen“, so Philipp Demandt, der Direktor des ...mehr

22.10.2019

Der Melancholiker Pierre Bonnard macht sich im Wiener Bank Austria Kunstforum mit seinen poetischen Bildern vom Alltäglichen Gedanken über das Vergehen der Zeit

Malen aus der Erinnerung


Pierre Bonnard, Die Wanne (Das Bad), 1925

Es ist ein Motiv das jeder kennt: Eine Frau liegt nackt in der Badewanne. Lang ausgestreckt hat sie ihren jugendlichen Körper in der halbvoll mit Wasser gefüllten Wanne, den Kopf leicht erhoben, berühren ihre dunklen Locken den rechten Rand. Versonnen und vollkommen unbeeindruckt vom Blick des Betrachtenden scheint sie die wohlige Berührung des Wassers zu genießen. 1925 malt Pierre Bonnard dieses Bild von seiner Partnerin Marthe de Méligny. Als 26jähriger hatte er die zwei Jahre jüngere Veilchenverkäuferin in Paris kennengelernt. Seit mehr als 30 Jahren sind die beiden ein Paar, und unzählige Male saß Marthe ihrem Mann in der Zwischenzeit Modell. ...mehr

15.10.2019

Das Museum Kunst Palast in Düsseldorf will eine Übersicht über die Malereigeschichte der DDR geben. Neues bringt die Schau aber nicht hervor

Ein differenzierter Blick


Wolfgang Mattheuer, Die Flucht des Sisyphos, 1972

Homogene Entwicklungen sind in der Kunst fremd. Nirgendwo gab es sie zu irgendeinem Zeitpunkt. Trotz Vorgaben geistlicher, weltlicher oder gesellschaftlicher Systeme existierte immer mehr oder minder offen, latent im Verborgenen oder ganz im Schatten großer Strömungen eine Schar abweichender Positionen. Der allgemeinen Wahrnehmung blieb die Entfaltung der Künste in all ihren Facetten jedoch zumeist verborgen. Politischen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen Gegebenheiten geschuldet, konzentrierte sich der Blick auf aktuelle Sichtweisen oder bekannte Namen. Eine Ausstellung im Düsseldorfer Museum Kunst Palast unternimmt nun den Versuch, die Breite künstlerischer Ausdrucksformen in der ehemaligen DDR offenzulegen. Dafür fährt der hausinterne Kurator Steffen Krautzig rund 160 Werke auf, darunter überwiegend Gemälde, aber auch Grafiken und Plastiken. ...mehr

07.10.2019

Das Leopold Museum in Wien hat eine Auseinandersetzung mit dem Maler Richard Gerstl initiiert und zeigt sein Nachwirken bis in die Gegenwart

Schräge Formen statt klassischer Kompositionen


Richard Gerstl, Selbstbildnis als Halbakt, 1902/04

Fast schon indiskret beäugt kommt sich der Betrachter vor, wenn er am Bildnis der Schwestern Karoline und Pauline Fey vorbeischlendert. Aus dem dunklen, leeren Raum stechen schwarze Knopfaugen hervor. Eindringlich fixieren sie das Publikum. Ihre Gesichter erscheinen fleckig verwischt, und der unklare Duktus verunsichert den Besucher noch weiter. Grobe Pinselzüge illustrieren die körperlosen, gleißend hell gewandeten Frauen vor einer flackernden Verfinsterung. Keine feierliche Ornamentpracht, kein floraler Linienschwung, stattdessen irritiert ein trennender schwarzer Pinselstrich zwischen den Gestalten noch weiter. Das frühe, um 1905 entstandene Meisterwerk von Richard Gerstl fällt vollkommen aus seiner Zeit. In seinen expressiven Gebärden zwischen Verdichtung und Auflösung gilt das Doppelporträt als exemplarisch für den Maler. Statt den zeitadäquaten Schönheits- und Harmoniebestrebungen der Secessionisten und der Klimt-Gruppe zu entsprechen, reizte Gerstl mit einer schonungslosen, ungewöhnlich freien Formensprache voller unheimlicher Düsternis. Mit energiegeladenen Linienaufschlägen und flirrenden Lichterscheinungen initiierte er eine Ausdruckskunst, mit der er eine Reaktion beim Betrachter erzielen wollte. Gerstl stellte nicht nur etwas dar, sondern war imstande, einen Inhalt zu transportieren. ...mehr

02.10.2019

Das Museum der Moderne in Salzburg bereitet Sigalit Landau und ihrer eindringlich poetischen Kunst einen großen Auftritt

Die Jahre des Salzes


Sigalit Landau, DeadSee, 2005

Das Tote Meer nennt Sigalit Landau ihr Atelier. Für die israelische Künstlerin ist der 400 Meter unter dem Meeresspiegel liegende und von Jordanien, Israel und dem Westjordanland begrenzte See ein „magischer Ort“, der gleichermaßen Inspirationsquelle und Labor für ihre Videoarbeiten, fotografischen Serien und Salzskulpturen ist. Er dient ihr sowohl als Metapher für die Abgründe der Geschichte, als auch für eine ästhetische Utopie. Aktuell ermöglicht eine Ausstellung im Salzburger Museum der Moderne eine intensive Begegnung mit dem Werk der Tochter jüdischer Immigranten mit österreichischen Wurzeln. Mit ihren ortsspezifischen Arbeiten nimmt sie seit mehr als zwanzig Jahren Bezug auf Geschichte und Erinnerung, privates und kollektives Gedächtnis, archaische und utopische Mythen ebenso wie auf aktuelle Fragen zur menschlichen Verfasstheit. ...mehr

24.09.2019

Die österreichische Hauptstadt im Herbst: Albrecht Dürer in der Albertina, die Kunstmesse Viennacontemporary und das Galerienfestival „curated by“ – Wien bietet in diesen Wochen ein vielfältiges Programm, das auch zahlreiche internationale Kunstinteressierte in die Donaumetropole lockt

Wien dreht auf


auf der Viennacontemporary 2019

Die Wiener Ringstraßenbahn rattert wie immer zuverlässig und in dichtem Takt durch die innere Stadt. Vorbei an Wahlplakaten und Würstelständen, nächster Halt: Staatsoper. Von hier aus sind es nur wenige Schritte bis zur Albertina, wo in diesen Tagen eine Jahrhundertschau zu sehen ist. Meisterwerke Albrecht ...mehr

08.10.2019

Vom Fotojournalisten zum Bilderjäger im Großstadtdschungel: Die Hamburger Deichtorhallen zeigen zum ersten Mal in Deutschland eine große Werkschau des in Hongkong lebenden deutschen Fotografen Michael Wolf

Chronist der Megastädte


Laut einer Studie der UNO werden im Jahr 2050 zwei Drittel der Weltbevölkerung in Millionenstädten leben. Einer, der dieses Phänomen seit Jahrzehnten mit der Kamera untersucht, ist der 1954 in München geborene Fotograf Michael Wolf. Seit dem Jahr 1994 lebt der ausgebildete Bildjournalist und Dokumentarfotograf in der Metropole Hongkong. Bis 2003 schoss er seine Fotos und Bildgeschichten noch vor allem im Auftrag des Magazins „Stern“. 2004 erfolgte dann nach einigen Unstimmigkeiten mit seinem Arbeitgeber eine radikale Neuorientierung: Michael Wolf entschied sich im Alter von 50 Jahren, sein Glück als freischaffender, autonomer Fotokünstler zu versuchen und statt wie bisher mit Verlagen nur noch mit Galerien zusammenzuarbeiten. ...mehr

Die Galerie Schüller in München bringt zwei Meisterwerke Karl Schmidt-Rottluffs erstmals auf den Kunstmarkt, und das Buchheim Museum widmet dem Expressionisten eine umfangreiche Retrospektive. Doch der Markt für den Mitbegründer der Künstlergruppe „Brücke“ ist differenziert

Die knappen Momente der Avantgarde


Es liegt nicht an fehlendem Interesse, sondern an den fehlenden Spitzenwerken, dass es um die expressionistischen Maler auf dem Kunstmarkt etwas ruhiger geworden ist. Das ist der Tenor vieler Galeristen und Auktionshäuser. Etwa 30 Millionen Euro zahlte Ronald S. Lauder vor gut zehn Jahren für Ernst Ludwig Kirchners unvergleichliche und damals etwas fahrlässig restituierte „Berliner Straßenszene“, die heute in der Neuen Galerie, Lauders Privatmuseum in New York, zu sehen ist. Das Auktionshaus Ketterer erzielte 2011 für Hermann Max Pechstein den Künstlerrekord von 3,5 Millionen Euro inklusive Aufgeld mit seinem Gemälde „Weib mit Inder auf Teppich“, und auch Karl Schmidt-Rottluffs Auktionsrekord von 3,5 Millionen Euro für seine „Akte im Freien“ bei Christie’s liegt schon ein Dezennium zurück. Die großen Momente der deutschen Avantgarde sind knapp geworden. ...mehr

Die ehemalige Ankerbrot-Fabrik im 10. Wiener Gemeindebezirk ist eines der vielfältigsten Kulturzentren der Stadt. Bis zur Jahrtausendwende wurde hier noch Brot gebacken. Seit 2009 steht die zeitgenössische Kunst im Mittelpunkt des Fabrikareals in Wien-Favoriten

Kultur statt Brot


Kulturareal „Brotfabrik Wien“

Errichtet wurde das Gebäude mit der typischen Grundstruktur der Jahrhundertwende aus Backsteinen und Mittelmauern 1891 von Friedrich Schön und Jacob Zeidlinger. Innerhalb eines einzigen Jahrzehnts wuchs die Wiener Brotfabrik zur größten Bäckerei Europas: Mehr als 250 Pferdegespanne lieferten bereits 1920 täglich rund 150 Tonnen Brot und Gebäck an 100 Filialen. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Vorzeigemodell österreichischer Lebensmittelindustrie arisiert. Die Gründerfamilie Mendl musste flüchten, und die Fabrik wurde schwer beschädigt. Nach Rückkehr der Mendls ging die Firma wieder in den Besitz der Familie über und wurde 2003 nach mehrmaligem Besitzerwechsel und wirtschaftlichen Schwierigkeiten verkauft. Der Architekt Michael Wagner entwickelte gegen den drohenden Abriss einen Masterplan für die kulturelle und soziale Nutzung der leerstehenden historischen Gebäude. In unmittelbarer Nachbarschaft zur noch bestehenden Produktion der Ankerbrot AG wurden 2009 rund 17.000 der insgesamt 68.000 Quadratmeter in das neue Kulturareal „Brotfabrik Wien“ umgewandelt. Heute ist es ein Beispiel gelungener Umnutzung ehemaliger Industriestruktur. ...mehr

Die Open Art, Münchens Galerienevent zur Eröffnung der Herbstsaison, feiert ihr 30. Jubiläum und hat durch die Initiative „Various Others“ einen Energieschub in puncto Attraktivität bekommen. Das Galerienangebot ist vielversprechend: von Avantgardekunst aus Afrika bis zum konkreten Maler Günter Fruhtrunk, vom Pop Art-Künstler Jim Dine bis zur experimentellen Fotografie Inge Dicks

Horizonterweiterung


Über die kommerziellen Erfolge der Open Art ist nie etwas durchgesickert. Aber als Marketingaktion, zumindest in München den Blick auf die Galerienszene zu lenken, funktioniert der gemeinsame Saisonauftakt bis heute. Wenn an diesem Wochenende die 30. Open Art stattfindet, werden wieder Tausende unterwegs sein. Aber was Berlin mit seinem Gallery Weekend schafft, ist München mit der Open Art bislang nicht so recht gelungen: eine internationale Sammlerschaft anzulocken. Wie das gehen könnte, zeigt in diesem Jahr die Galerie Sabine Knust in ihrer Show „0.10 reloaded/Avantgarde 2018“ mit afrikanischer Kunst. Mit grafischen Werken von El Anatsui, der mit seinen Gebilden aus Kronkorken der Abstraktion eine neue Facette zugeführt hat, und mit einer morbid-poetischen Textile von Ibrahim Mahama, der auf der Documenta 14 mit der Juteverkleidung der Kasseler Torwache aus dem 18. Jahrhundert in Erinnerung blieb, stößt die Galeristin eine Diskussion an. Ist die afrikanische Kunst die neue humanistische Avantgarde, wie der Titel der von Eva Karcher kuratierten Ausstellung andeutet? ...mehr







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