Die Kunst, online zu lesen.

Home


Künstler

Portraits


Biographien A-Z





Kunst kaufen
Werben

Translation EnglishFrench

Auktionsanzeige

Am 29.11.2018 Nachverkauf Auktion 69

© Galerie Auktionshaus Hassfurther

Anzeige

Stilleben mit Äpfeln in weißer Schale mit blauem Glas, 1925 / Otto  Modersohn

Stilleben mit Äpfeln in weißer Schale mit blauem Glas, 1925 / Otto Modersohn
© Galerie Neher - Essen


Anzeige

Ohne Titel, 2012 / Heinz Mack

Ohne Titel, 2012 / Heinz Mack
© Galerie Neher - Essen


Newsmailer Eintrag

Bestellen Sie bitte hier:


Suchen mit Google

Google
WWW
kunstmarkt.com

Portraits

Aktuellzum Archiv:Künstler-Portrait

Preisbild Keith Haring

Stabiler Trash



Keith Haring, Untiteled, 20.9.1982

Keith Haring, Untiteled, 20.9.1982

Die krabbelnden Babys, die Figuren mit dem Loch im Bauch und die bellenden Hunde bevölkern auf Tassen, Postern und T-Shirts weltweit Kinderzimmer, Küchen und Büros. Die Masse an Haring-Produkten hat System: Keith Haring selbst eröffnete 1986 seinen ersten „Pop-Shop“ in New York, um solche Gegenstände zu vertreiben. Es folgten weitere. Der Künstler betrachtete diese Form der Verbreitung als Teil seines Konzeptes, das nicht zuletzt durch den Pop-Art-Künstler Andy Warhol geprägt war. Kunst sollte für alle da sein und nicht nur in dafür reservierten Räumen gezeigt werden. Aus diesem Grund gestaltete er auch U-Bahnstationen, Bauzäune und Skulpturen für öffentliche Plätze und bemalte Amphoren und Geschirr.



Harings Bilder arbeiten mit der Formensprache des Graffitis, das zu Beginn der achtziger Jahre als Sprachrohr der Subkulturen aufkam. Einfache Bilder mit hohem Wiedererkennungswert sind das Ergebnis. Als echter Graffitikünstler sorgte er für Allgegenwärtigkeit im Straßenbild und bemalte konsequent Häuserwände und U-Bahnen, 1986 sogar die Berliner Mauer. Wie Warhol zuvor die trivialen Elemente der Werbung kunstwürdig gemacht hatte, verwandelte Haring nun das Graffiti in ein akzeptiertes Kunstmedium und reflektierte damit die darin implizierte Forderung nach Zugang zur Konsumwelt für die Randgruppen. Diese Art der Bildsprache ist längst salonfähig geworden und sorgt mit für die ungebrochene Aktualität der Bilder von Haring. Die kantigen und bunten Figuren begeistern schon Kinder und finden ihren Platz in gestylten Wohnzimmern.

Die Arbeiten werden als Reproduktionen in zahlreichen Postershops verkauft und kosten dann um die 100 Mark. Doch auch die Originaldrucke, die sich oft nur unmerklich durch das Format von den Massenproduktionen unterscheiden, werden rege gehandelt. Zwar ist die kurze Hausse vorüber, die die Werke Harings nach seinem frühen Aidstod im Jahr 1990 erlebten: Die Preise haben sich längst wieder um fünfzig Prozent nach unten korrigiert, bleiben durch ein geschicktes Management des als Nachlassverwalter eingesetzten Stargaleristen Tony Shafrazi aber einigermaßen stabil. Der New Yorker Kunsthändler hatte den jungen Haring entdeckt und besorgte 1982 die erste wichtige Einzelausstellung. Der Künstler hatte zuvor selber Ausstellungen organisiert und kuratiert und sich jenseits des Kunstmarktes bewegt. Shafrazi vermittelte ihn an einflussreiche Kollegen ins Ausland, so dass er 1984 bei Paul Maenz in Köln ausstellen konnte, 1986 bei Daniel Templeton in Paris und 1988 bei Hans Mayer in Düsseldorf. Eine weitere wichtige Ausstellung hatte Haring 1984 bei Leo Castelli in New York. Seinem ersten Galeristen hat er ein Bild gewidmet: Es trägt den Titel „Tony Shafrazi Gallery“ und zeigt eine Figur, die von anderen emporgehoben wird.

Als Keith Haring starb, war er einer der bekanntesten Künstler seiner Generation. Dazu hatten Aufsehen erregende Aktionen beigetragen. Für den Fotografen Robert Mapplethorpe hatte er 1984 die Pop-Schönheit Grace Jones bemalt. Auch sein Engagement für die Aids-Hilfe blieb nicht unbemerkt. Manche Arbeiten hatte er in Zusammenarbeit mit anderen ausgeführt, darunter Jenny Holzer und LA II. 1982 nahm er bereits an der documenta in Kassel teil und wurde durch zahlreiche Publikationen populär. Auch die Museen kauften seine Arbeiten. Eine Einzelausstellung hatte er 1985 im Museum für zeitgenössische Kunst in Bordeaux, eine weitere 1986 im Stedelijk Museum Amsterdam.

Elf Jahre nach seinem Tod werden seine Arbeiten regelmäßig in Ausstellungen gezeigt. Das Ludwig-Forum in Aachen besorgte beispielsweise im Herbst 2000 eine umfangreiche Retrospektive des Œuvres. Die Stadt Rom stellte im Februar diesen Jahres acht der großen Stahlskulpturen auf Plätzen in der Innenstadt aus, eine Aktion, die sicherlich im Sinne des Künstlers gewesen wäre.

Auf den internationalen Auktionen im letzten halben Jahr erwiesen sich die Arbeiten von Haring als zuverlässig und reüssierten regelmäßig im angestrebten Preisrahmen. Das teuerste Bild, das jemals auf einer Auktion gehandelt wurde, war das “Black Painting”, ein Ölgemälde im Format 350 x 550 cm, das bei Catherine Charbonneaux in Paris kurz vor dem Tod des Künstlers im Dezember 1989 für 1.800.000 Francs (300.000 US $) den Besitzer wechselte.

Den zweiten Platz in dieser Hitliste belegt jedoch ein Bild, das bei Christie’s in New York im November 2000 gehandelt wurde. Es ist mit 305 x 305 cm ein wenig kleiner als das eben genannte und erbrachte 210.000 Dollar. Diese Verteilung ist beispielhaft: alle wirklich teuren Verkäufe geschahen entweder gleich zu Beginn der 90er Jahre oder in den letzten beiden Jahren. Daran lässt sich zumindest eine beständiges Interesse an den Arbeiten von Keith Haring ablesen, deren Menge zudem ja begrenzt ist.

Grafiken und Drucke wurden im letzten Jahr zwischen 2.000 und 5.000 Dollar gehandelt. Den höchsten Preis in dieser Kategorie erzielte im April 2000 bei Butterfields in San Francisco der Druck mit der Zeichnung eines Hundes aus dem Jahr 1986 im Format 128 x 92 cm, der in einer Auflage von 10 erschienen ist. Ein Fan kaufte ihn für 19.000 Dollar. Für eine Zeichnung kann man mit 10.000 bis 30.000 Dollar rechnen, die teuerste Zeichnung trägt den Titel „Animals“ und wurde 1990 bei Cornette de St. Cyr in Paris für 480.000 Francs (86.400 US $) ersteigert. Noch im November 2000 wechselte bei Christie’s in New York eine unbetitelte Zeichnung für 65.000 Dollar den Besitzer.

Eine große Skulptur, die eine Szene mit den berühmten Strichmännchen zeigt, hält den Rekord in dieser Sparte. „Untitled – head through belly“ kostete bei Christie’s in New York im Mai letzten Jahres 90.000 Dollar - was nur die Untergrenze des Schätzpreises war. Einen Tag später erzielte ein Set Kindermöbel ebenfalls in New York, aber bei Sotheby’s auch 90.000 Dollar, hier war die Taxe nur bei 10.000 bis 15.000 Dollar angesetzt gewesen. Eine der berühmten Amphoren konnte 1992 bei Christie’s in New York 55.000 Dollar einbringen. Kleinere Skulpturen und Multiples bekommt man auch schon für unter 20.000 Dollar.



28.08.2001

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Julia Brodauf

Drucken

zurück zur Übersicht


Empfehlen Sie den Artikel weiter:
an


Weitere Inhalte:

Variabilder:

Keith Haring, Bild aus der Anti-Aids-Kampagne
Keith Haring, Bild aus der Anti-Aids-Kampagne

Variabilder:

Robert Mapplethorpe, Grace Jones bemalt von Keith Haring
Robert Mapplethorpe, Grace Jones bemalt von Keith Haring

Variabilder:

Keith Haring, Untiteled, 20.9.1982
Keith Haring, Untiteled, 20.9.1982

Variabilder:

Keith Haring, Selbstportrait, 1981
Keith Haring, Selbstportrait, 1981

Variabilder:

Keith Haring, Tony Shafrazi Gallery
Keith Haring, Tony Shafrazi Gallery

Variabilder:

Keith Haring, Subway drawing, 1980er Jahre
Keith Haring, Subway drawing, 1980er Jahre

Künstler:


Keith Haring







Portraits

 Achenbach, Andreas
 Ahtila, Eija-Liisa
 Alÿs, Francis
 Appel, Karel
 Arlt, Elsbeth
 Balla, Giacomo
 Baselitz, Georg
 Beer, Tjorg Douglas
 Beutler, Michael
 Beuys, Joseph
 Bleyl, Fritz
 Boberg, Oliver
 Bonatz, Paul
 Borowsky, Natascha
 Botticelli, Sandro
 Bredow, Rudolf
 Burkhard, Balthasar
 Carron, Valentin
 Chillida, Eduardo
 Chirico, Giorgio de
 Cmelka, Kerstin
 Conrads, Michael
 Darboven, Hanne
 Davis, Lynn
 Eliasson, Olafur
 Freud, Lucian
 Gaillard, Cyprien
 Gaß, Nabo
 Gelitin - Gelatin
 Giacometti, Alberto
 Gogh, Vincent van
 Grcic, Tamara
 Grimm, Georg
 Götz, Karl Otto
 Hackert, Jakob Philipp
 Hans, Rolf
 Haring, Keith
 Hirst, Damien
 Huber, Stephan
 Huth, Walde
 Huyghe, Pierre
 Höller, Carsten
 Ingold, Res
 Kazuhiko, Hachiya
 Kokoschka, Oskar
 Koo Jeong-a
 Koolhaas, Rem
 Kuball, Mischa
 Kunc, Milan
 Lebeck, Robert
 Lippmann, Holger
 Lucas, Sarah
 Lüthi, Urs
 Mack, Heinz
 Marcks, Gerhard
 Margolles, Teresa
 Martin, Agnes
 Nauman, Bruce
 Nay, Ernst Wilhelm
 Newman, Barnett
 Niemeyer, Oscar
 Nussbaum, Felix
 Oppenheimer, Joseph
 Paik, Nam June
 Piene, Otto
 Prinz, Bernhard
 Renner, Lois
 Roentgen, David
 Sala, Anri
 Schlingensief, Christoph
 Schneider, Gregor
 Scholte, Rob
 Schwer, Paul
 Schwontkowski, Norbert
 Shore, Stephen
 Shulman, Julius
 Siem, Wiebke
 Sierra, Santiago
 Spierling, Hubert
 Stewen, Dirk
 Tobias, Gert und Uwe
 Trockel, Rosemarie
 Tuttle, Richard
 Tàpies, Antoni
 Utzon, Jørn
 Warmerdam, Marijke van
 Weiss, David
 Wesselmann, Tom
 West, Franz
 Wissel, Stefan
 Wolfson, Jordan
Keith Haring, Bild aus der Anti-Aids-Kampagne

Keith Haring, Bild aus der Anti-Aids-Kampagne

Robert Mapplethorpe, Grace Jones bemalt von Keith Haring

Robert Mapplethorpe, Grace Jones bemalt von Keith Haring

Keith Haring, Selbstportrait, 1981

Keith Haring, Selbstportrait, 1981

Keith Haring, Tony Shafrazi Gallery

Keith Haring, Tony Shafrazi Gallery

Keith Haring, Subway drawing, 1980er Jahre

Keith Haring, Subway drawing, 1980er Jahre




Copyright © '99-'2018
Kunstmarkt Media
Alle Rechte vorbehalten


Impressum





Zum Seitenanfang Künstler

 Amazon export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce  Amazon ebay rakuten yatego meinpaket export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce