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FUTURBALLA - Giacomo Balla

Vorreiter der futuristischen Stile



Giacomo Balla

Giacomo Balla

Als die futuristische Bewegung 1909 durch den ungestümen Filippo Tommaso Marinetti mit dem ersten Manifest in der Pariser Zeitung „Le Figaro“ ins Leben gerufen wurde, war der 1871 in Turin geborene Giacomo Balla fast 38 Jahre alt. In Rom trat er zu diesem Zeitpunkt bereits als Lehrer auf, der einem Kreis von Studenten und Studentinnen die Errungenschaften der modernen pointilistischen Kunst zu vermitteln versuchte, die er 1900 in Paris zu würdigen gelernt hatte. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich auch mit der Wiedergabe von Effekten des künstlichen Lichtes und des modernen Großstadtlebens. Aus diesem Studium entstand 1909 das Gemälde einer „Straßenlaterne“, die mit ihren grellen und aggressiven Strahlen das Leuchten des Mondes überdeckt – „Tod dem Mondschein!“ riefen die Futuristen später, um gegen romantisierende Vergangenheitsliebe zu protestieren.


Obwohl sich Balla am Anfang weniger stark in der jungen Gruppe engagierte und auch nicht an der ersten Ausstellung in Paris teilnahm, wird sein Werk oft als das erste futuristische Bild bezeichnet.

Wahrscheinlich in Deutschland, wohin der Maler von einer Schülerin eingeladen worden war, entstanden die ersten Bilder, in denen der Maler versuchte - ähnlich einer fotografischen Mehrfachbelichtung - Bewegung durch die Darstellung zeitlich verschiedener Positionen zu suggerieren. Obwohl in dem Bild „Mädchen auf dem Balkon“ nur eine einzelne Person dargestellt ist, scheint die ganze Bildfläche von einer Armee in blauen Röcken bevölkert zu sein. Deutlich sichtbar ist auch 1912 noch seine pointilistische Herkunft. Schnell entwickelten sich aus dieser Entdeckung seine dynamischen Kompositionen. Die Punkte wurden zugunsten von diagonalen Linien aufgegeben. In dem Bild „Geschwindigkeit des Automobils“ von 1912 ist kein Rennwagen mehr zu sehen. Das Bild ist dynamisch in dunkle Flächen unterteilt, die von einzelnen künstlichen Lichtkegeln beleuchtet zu werden scheinen. Das Licht, am Anfang noch das satte, gleichmäßige Strahlen einer stehenden Laterne, wird nun Faktor und Richtungsgeber einer pfeilschnellen Bewegung. In „Merkurdurchgang vor der Sonne“ von 1914 arbeitete Balla ähnlich, wobei sich die elliptischen Bewegungsbahnen der Planeten mit dem hell aufblitzenden Licht der Sonne kreuzen. Auch die grafischen Studien zu den „Irisierenden Durchdringungen“ aus den Jahren 1912 bis 1913 veranschaulichen die Kraft des Lichtes. Unter dem Einfluss des ornamentalen Jugendstils arbeitete er hier aber nahezu vollkommen ungegenständlich.

Nach den stürmischen Anfangsjahren der Bewegung, die hauptsächlich in Mailand zu Hause war, rückte der in Rom lebende Giacomo Balla während des Ersten Weltkrieges zunehmend in den Mittelpunkt. Es entstanden Bilder, deren dynamische Kompositionen aus großen geschwungenen Linien gebildet werden. In oft nationalistisch aufgeladenen Bildern wurden Themen wie „Fahnen am Altar des Vaterlandes“ formuliert. In den 20er Jahren wurde Balla mit solchen Bildern Wortführer der zweiten futuristischen Bewegung. Seine jetzt oft in kräftigen Buntfarben ausgeführten Bilder wurden ab 1929 auch der Ausgangspunkt für die Maler der Aeropittura – die Maler der Flugzeuge und der extremen Aufsichten. Das entwicklungsreiche Schaffen Ballas zeigt sich aber nicht nur in seiner unterschiedlichen Malerei. Sehr früh arbeitete Balla an Entwürfen für Kleidung, die er sich nähen ließ. Besonders in den 20er Jahren entwarf er futuristische Möbel, Objekte und Innenraumgestaltungen. Eine seiner bedeutendsten Skulpturen „Kraftlinien von Boccionis Faust“ ist seinem futuristischen Kollegen gewidmet. Giacomo Balla starb 1958 in Rom, nachdem er sich in den 30er Jahren vom Futurismus verabschiedet hatte, um sich wieder einer gegenständlichen Malerei zuzuwenden.



01.08.2001

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Lars Breuer

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